Gudrun Piper zum 90.Galerie Renate Kammer |
"Der zur Stille strebende Mensch findet in der konkreten Kunst die Einsicht, um sich von einer spektakulären Welt abzuwenden" Gudrun Piper
Der asiatische Geist der klaren Form, der ausgewogenen Proportion, der Klänge und Schwingungen, die aus der geometrischen Präzision erwachsen, sind ihr Thema. Die Bilder folgen in Linie und Form dem Grundprinzip des Quadrats. Durch horizontales und vertikales Denken ist das gesetzmäßige System sichtbar. Die Harmonie im Kleinen zum Großen – im Nebeneinander – Übereinander – das Quadrat im Quadrat – vom Diesseitigen zum Unendlichen. Keine Diagonale, kein Kreisbogen durchbricht die klare Ordnung. Und dennoch schwingt der weiße Bildgrund, schafft sparsam gesetzte Farbe Räumlichkeit, suggerieren durchbrochene feine Linien Bewegung. Gudrun Pipers Anliegen ist es, "den Schleier der Natur" wegzunehmen. Darum malt sie ungegenständlich. Für sie ist das Malen eines Quadrats wie Meditation, wie ein Gebet. Das Quadrat ist das reinste Zeichen. Es ist das wesentliche Ausdrucksmittel in der konkreten Kunst.
Gudrun Piper wurde 1917 in Kobe/ Japan geboren und kam im Alter von 10 Jahren 1927 mit ihren Eltern nach Hamburg. Dort studierte sie von 1937 – 1948, unterbrochen durch einen einjährigen Studienaufenthalt in Italien, an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, sowie an der Kunstakademie München.
1953 heiratete sie den Maler und Hochschullehrer Max Hermann Mahlmann, mit dem sie in
der konkreten und konstruktiven Malerei eng verbunden war, so dass sie gemeinsam ausstellten und folgende Ehrungen erhielten: 1986 Edwin Scharff Preis der Freien und Hansestadt Hamburg, 1995 das Bundesverdienstkreuz und 1997 die Biermann- Ratjen- Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg. Max Mahlmann verstarb im Jahre 2000.
Ihre Bilder sind neben privaten Sammlungen u.a. im Museum Schloß Gottorf, dem Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt, in der Hamburger Kunsthalle und der Kieler Kunsthalle vertreten.
Das Richard-Heizmann-Museum in Niebüll stellt ab März 2008 weitere Arbeiten von Gudrun Piper aus. Diese Ausstellung wird dann auch im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt 2009 zu sehen sein. Zu diesen Ausstellungen erscheint ein Katalog in Zusammenarbeit mit der Galerie Renate Kammer.
Gudrun Piper lebt und arbeitet in Wedel.
Ausstellungsdauer: 18. Januar – 16. Februar 2008
Öffnungszeiten: Di–Fr 12 – 18 Uhr ∙ Sa 11 – 15 Uhr
Ausstellungsort: Galerie Renate Kammer, Münzplatz 11,
20097 Hamburg
Tel.49[40] 23 26 51
Ansprechpartner: Renate Kammer
Email:info@galerierenatekammer.de
Termine
momentan sind keine Termine eingetragenKontakt:
Galerie Renate Kammer
info@galerierenatekammer.de
http://www.galerierenatekammer.de
Telefon: 040 232651
Münzplatz 11
20097 Hamburg
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