... und cut! Todesbilder im FilmEine Ausstellung des Filmmuseums DüsseldorfMuseum für Sepulkralkultur |
Unter dem Titel: "Die Kunst des Sterbens – Todesbilder im Film" wurde die Ausstellung im Düsseldorfer Filmmuseum Sommer 2008 gezeigt. Kuratiert von Matthias Knop und Romana Stuckmann, Filmmuseum Düsseldorf
Der Tod ist immer vielgesichtig, er fasziniert und erschreckt, man muss mit ihm todsicher rechnen und straft ihn gleichzeitig ignorant mit Todesverachtung. Seit jeher war die Todesdarstellung in der Kunst ein wichtiges Thema, um die Angst vor dem Tod dadurch zu bannen, dass man Bilder von ihm erschafft. Wurde der Tod in früheren Jahrhunderten aber eher als ein Bestandteil des Lebens aufgefasst, so verschwindet er im 20. Jahrhundert fast ganz aus dem Alltag.
Umso stärker kehrt der Tod in den Medien unseres Jahrhunderts, vor allem im Film, in den Alltag zurück. Der Tod im Film mag den Zuschauer abstoßen, er fasziniert ihn zugleich, weil es immer der Tod eines Anderen ist, nie derjenige, der den eigenen Lebensbereich berührt.
Seit Beginn der Filmgeschichte vor über 100 Jahren hat sich die Gesellschaft vor allem im Kino einen neuen Symbolisierungsort für den Tod geschaffen. Unzählige Filme erzählen seitdem von den verschiedenen Facetten des Todes: Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu" greift mit der Vampirgestalt das Motiv des Untoten auf, Alfred Hitchcock revolutionierte die kompakte filmische Darstellung eines Mordes in "Psycho", Peter Greenaways "Der Bauch des Architekten" evoziert durch formale Gestaltung Todesbilder, Quentin Tarantino lässt in "Deathproof" Leichenteile nur so herumwirbeln …
Die Ausstellung … und cut! Todesbilder im Film zeigt die Einflüsse auf, die aus den klassischen Künsten in die Todesbilder des Films einfließen. Zugleich wird deutlich, welche ureigenen Todesbilder der Film erschafft, und inwiefern diese wiederum die Neuen Medien wie Internet und Computerspiele beeinflussen. Große Bildpanoramen verdeutlichen, inwieweit die filmische Todesdarstellung aus einer Tradition klassischer künstlerischer Todesbilder vergangener Jahrhunderte wie Malerei, „danse macabre“, Literatur und Fotografie schöpft. Der Besucher begegnet lebensgroßen Figuren des personifizierten Todes wie Dracula, Frankenstein oder dem Vamp. Interaktive Stationen zeigen, wie der Film den Tod auch abstrakt darstellt: Man begibt sich an typische Orte des Todes wie die verödete Großstadt in „Batman“; hört Töne oder sieht Bildmetaphern, die den Tod ankündigen. „Laterna Magica“- Bilder und Spielautomaten präsentieren vorfilmische Todesdarstellungen bewegter Bilder, ein Exkurs in Neuere Medien zeigt, wie Filmbilder ihrerseits andere Medien beeinflussen. Dazu sind zahlreiche Fotos und Plakate zu sehen sowie Merchandisingartikel, die gezielt mit dem Thema für Filme werben ( Matthias Knop ).
Der Katalog zur Ausstellung kostet 19,- Euro.
Termine
momentan sind keine Termine eingetragenKontakt:
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34117 Kassel
sekretariat@sepulkralmuseum.de
http://www.sepulkralmuseum.de
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