MAX UND MORITZ - anarchische Hommage an Wilhelm BuschTheater ThikwaF40-Kunsthöfe |
"Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!"
Tierquälerei, Lebensmitteldiebstahl, Beleidigung und gefährliche Körperverletzung, Sprengstoffanschlag, Menschenquälerei und Einbruch fanden Max und Moritz
"... viel bequemer,
Als in Kirche oder Schule
Festzusitzen auf dem Stuhle."
Die Darsteller Torsten Holzapfel und Peter Pankow halten sich nicht sklavisch an Wilhelm Buschs Original sondern bieten eine eigene augenzwinkernde Sicht der Dinge. Dabei machen sie sich auch auf die Suche nach ihrem Erfinder. Manchmal wachsen ihnen die Folgen ihrer Umtriebe über den Kopf, aber sie stellen fest, dass sie nicht einfach gehen können, denn sie müssen ja noch "auf Godot" warten. Trotz Rollenwechsel und Anklänge an Stan Laurel und Oliver Hardy oder Becketts Wladimir und Estragon sind die beiden so deutsch wie ihr Erfinder Wilhelm Busch.
Stichworte zu Wilhelm Busch (15.04.1832 - 09.01.1908)
Frauen: Keine. Große Liebe: Mama. Geld: Kein Verhältnis dazu. Glück: Von wegen. Drogen: Exzessiver Raucher. Ruhm: Spät, taucht aber seit vielen Jahren als einer der bedeutendsten Deutschen in allen Listen auf. Talent: Unumstritten.
► wikipedia ► Projekt Gutenberg
► Wilhelm Busch Seiten ► Tagesspiegel
Mit Torsten Holzapfel und Peter Pankow | Regie, Konzept, Bühne: Günther Grosser (English Theatre Berlin) | Kostüme: Gerlinde Altenmüller | Licht: Ralf Arndt | Assistenz: Nicole Hummel
Foto: Martin Pfahler
TICKETS: 14 / 8 ermäßigt / 3-Euro-Kulturticket / Gruppenrabatt
+ + + P R E S S E + + +
ein großer Wurf als Hommage zu Wilhelm Buschs 100. Todestag ... Die Arbeit am Mythos der "Bösen Buben" ist bei Peter Pankow als Max und Torsten Holzapfel als Moritz ein anarchistischer Akt der Dekonstruktion und erinnert in seiner slapstickhaften Art daran, dass die Figuren des satirischen Zeichners und Comic-Urvaters viele Nachfolger gefunden haben. Kongenial!
zitty, Hermann-Josef Fohsel, 31.1.-13.2.08
Die schon durch die Besetzung (Torsten Holzapfel und Peter Pankow sind ein dream team) kongeniale Adaption dieses Klassikers entfaltet sich verspielt und leichtfüßig und öffnet sich als Wundertüte voller Slapsticks, Pantomimen und lebender (Bilder-) Rätsel. Originalzitate treten dabei gegenüber eigenen assoziativ und wortgewitzt hervorgebrachten Anmerkungen, etwa zum Autor, oft in den Hintergrund.
Christiane Frettlöh, ► Nachtkritik
Wenn Max die Geschichte des Schneiders Böck erzählt, mäandert er sich in Schleifen und Stromschnellen durchs Thema, lässt keinen guten Gag aus, der plötzlich irgendwo am Ufer auftaucht und kommt, welch Wunder, doch am richtigen Ende an.
Magnus Hengge ► berlin-ist
+ + + e n g l i s h + + +
Politicians and media talk about a dangerous threat: young men! Here they are, live on stage!
"Teasing creatures - climbing fences,
Stealing apples, pears, and quinces,
Is, of course, a deal more pleasant,
And far easier for the present,
Than to sit in schools or churches,
Fixed like roosters on their perches"
Read the lines in ► English and German language and view the original illustrations there.
In 1865, Wilhelm Busch drew his pictoral stories with the characters Max and Moritz, two unscrupulous and sadistic boys. Although the characters appeared in only one story (which consisted of 7 episodes), Max and Moritz became Germany's best known comics characters, were translated in over 30 languages and inspired various artists in the decades that followed. Most notably, the American artist Rudolph Dirks based his Katzenjammer Kids on the two mischeavous boys.
The German nineteenth-century artist Busch is regarded as one of the founders of the modern comic medium. He became interested in art after seeing the work of the Dutch and Flemish painters Frans Hals and Paul Rubens. After completing a polytechnical studies in Hannover and an education in lithography in Düsseldorf, Busch settled in München and started drawing caricatures for the paper Fliegende Blätter in 1859, and from 1871 also in Münchener Bilderbogen.
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Berlin - edition karo im Verlag Josefine Rosalski
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