Hideyo Harada und Corinna Harfouch. Foto: Oscar Friedt

Hideyo Harada und Corinna Harfouch. Foto: Oscar Friedt

Berliner Dom

Am Lustgarten 1, 10178 Berlin

Tickettelefon:    030 - 202 69 136

Berliner Dom: Corinna Harfouch & Hideyo Harada

Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück

Corinna Harfouch & Hideyo Harada
„Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück“
Ein Programm zu Marie d’Agoult und Franz Liszt

Tickets ab 16,95€ online erhältlich

Unter dem Motto Unsere ganze Liebe, unser ganzes Unglück gestalten Corinna Harfouch und Hideyo Harada ein musikalisch-literarisches Programm, welches sich dem Paar Liszt – d’Agoult widmet. Lesungen aus Maries Memoiren, dem Briefwechsel zwischen ihr und Liszt sowie Dokumenten von Zeitgenossen werden dabei mit Auszügen aus den Années de Pélerinage und anderen Klavierwerken des Komponisten verflochten. So verbinden sich Wort und Ton zu tiefgründigen Einblicken in eine der großen Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts.

Zu Beginn des Jahres 1833, als der einundzwanzigjährige Franz Liszt bei einer Soiree spielte, befand sich unter den Gästen eine der elegantesten Erscheinungen der Pariser Gesellschaft: Marie d’Agoult. Die Tochter des Grafen Maurice de Flavigny und Enkelin des Bankiers Moritz Bethmann wurde 1805 in Frankfurt am Main geboren. Sie ging 1827 in Paris eine Standesehe mit dem fünfzehn Jahre älteren Grafen Charles d’Agoult ein, mit dem sie zwei Kinder hatte. Die Ehe war nicht glücklich, aber man hatte sich arrangiert, und die Gräfin hatte völlige Freiheit, ihren intellektuellen Interessen nachzugehen. Sie eröffnete ihren eigenen Salon, in dem literarische Lesungen stattfanden. Marie d’Agoults betörende Schönheit, ihr Geschmack, ihre Klugheit fanden viele Bewunderer. Für Liszt sollte die Beziehung zu der sechs Jahre älteren Gräfin zur ersten erfüllten Liebe seines Lebens werden. In den Pariser Salons galt Maries Liebesbeziehung zu Liszt als Skandal. Vor dem gesellschaftlichen Druck flohen die beiden in die Schweiz. Diese Jahre wurden aber auch durch häufige Phasen der Trennung überschattet. Liszt brach immer öfter zu ausgedehnten Konzertreisen auf, und so entstand ein umfangreicher Briefwechsel zwischen beiden Liebenden, der sowohl ihre innige Beziehung als auch ihr zerrinnendes Glück dokumentiert.

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  • 17.04.2027, 20:00 Uhr
    Berliner Dom
    Am Lustgarten 1
    10178 Berlin