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Portrait Mark Andre 2
Stephan Heuberger | Frank Reinecke
Einen ganzen Zyklus von iv-Stücken hat composer-in-residence Mark Andre bereits vorgelegt. Das titelgebende Kürzel steht dabei für «introvertiert», denn es geht um eine Reise ins Innere des Klangs: um eine fragile, reduzierte Musik, die sich an der Grenze des Wahrnehmbaren bewegt, aber eine enorme Intensität entfaltet und eine Tür zu spirituellen Sphären öffnet. So beschäftigt sich das Orgelstück iv 15. Himmelfahrt mit «Prozessen des Verschwindens». Andre assoziiert sie «mit der Situation der Himmelfahrt, der Aufhebung des Körpers oder — in der Musik — des Klangkörpers». Er lässt zum Beispiel während des Spiels den Gebläsemotor abschalten, was den Winddruck abschwächt, und färbt den Klang zusätzlich durch ungewohnte Registrierungen ein. So entstehe «eine eigene Art von Virtuosität, bei der man nicht unbedingt mit Tönen, sondern mit Registrierungen arbeitet», erklärt Organist Stephan Heuberger. Im bislang jüngsten Stück der Werkreihe, dem 2025 uraufgeführten Duo iv 19. Pfingsten — Echos, verlangt Mark Andre die ungewöhnliche Kombination von Orgel und Kontrabass: beides Instrumente mit enormem Tonumfang und doch ganz verschieden im Klang.
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05.09.2026, 11:00 Uhr
Lukaskirche
Morgartenstrasse 16
CH-6003 Luzern
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