Volha Hapeyeva. Foto: Nina Tetri
Volha Hapeyeva: „Wörterbuch einer Nomadin“
12.05.2026, 19.30 Uhr
Sprache und Zugehörigkeit
Lesung & Gespräch
Die belarussische Schriftstellerin Volha Hapeyeva, 1982 in Minsk geboren, lebt in Österreich und Deutschland im Exil und schreibt seit 2020 auch auf Deutsch. Ihre Nomadenjahre zwischen Belarus, Deutschland, Kreta und Japan machte sie zum Ausgangspunkt eines ebenso poetischen wie persönlichen und politischen Wörterbuchs, in dem einzelne, vermeintlich unscheinbare Wörter ganze Denk- und Erfahrungswelten öffnen. So ist der gedankliche Weg von »sad« (Ziergarten) und »harod« (Nutz- oder Gemüsegarten) zum Garten Eden, zu Stadt- und Staatsgrenzen nicht weit – und schon stehen wir vor der Frage, wie frei wir wirklich sind in der globalisierten Welt und wie sehr der richtige oder falsche Pass über einen Teil unseres Lebens entscheidet. Hapeyevas Buch ist ein poetisches Nachdenken über Sprache, Identität und Zugehörigkeit. Über die Möglichkeit, Zuschreibungen zu entkommen.
Für ihr literarisches Werk erhielt Volha Hapeyeva, die auch Übersetzerin, Künstlerin und promovierte Sprachwissenschaftlerin ist, zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Rotahorn-Preis 2021, den Wortmeldungen-Literaturpreis 2022 und den manuskripte-Preis 2025. Von 2019 bis 2024 war sie zudem Stadtschreiberin von Graz, Writer-in-Exile des PEN-Zentrum Deutschland, Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und Inhaberin des Clara und Eduard Rosenthal Literaturstipendiums (Jena).
Moderation: Gun-Britt Kohler
Veranstaltet in Kooperation mit dem Institut für Slavistik der Carl von Ossietzky Universität.
Eintritt:
12 (ermäßigt 8) Euro
Kartenreservierung unter www.literaturhaus-oldenburg.de in der Rubrik Veranstaltungsprogramm
Alle Termine
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12.05.2026, 19:30 Uhr
Musik- und Literaturhaus Wilhelm13
Leo-Trepp-Straße 13
26121 Oldenburg
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