Johannes Falk, gemalt vielleicht von Johann Christoph Philipp Gutbier, um 1795, Gleimhaus
Domplatz 31,
38820
Halberstadt
Tel. 0 39 41 / 68 71-0
Teestunde bei Gleim: Johann Daniel Falk. Vom Spötter zum Waisenvater
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Eine Persönlichkeit mit Widersprüchen ist Thema der „Teestunde bei Gleim“ am 19. Februar, um 15 Uhr im Gleimhaus vor. Johannes Falk hat in seinem Leben einen radikalen Wandel vollzogen. Nach abgebrochenem Theologiestudium verdiente er seinen Lebensunterhalt zunächst als satirischer Schriftsteller und geriet dadurch mit vielen Zeitgenossen in Streit. Unter dem Eindruck der sozialen Not in den Jahren der Befreiungskriege gab er 1813 die Schriftstellerei auf und widmete sich stattdessen den verwahrlosten und elternlosen Kindern. Viele nahm er in der eigenen Wohnung auf. Als diese zu klein wurde, erwarb er einen verfallenen Hof und richtete diesen für die Bedürfnisse der wachsenden Zahl von Pfleglingen her. Damit schuf er ein erstes sogenanntes ‚Rettungshaus‘, in dessen Tradition beispielsweise auch das Rauhe Haus in Halberstadt steht. Im Gedächtnis der Nachwelt ist Falk auch als Autor des Liedes „O Du Fröhliche“ geblieben. Aus Anlass seines 200. Todestages stellt Reimar Lacher den Dichter-Pädagogen vor, der auch mit Gleim in Verbindung stand und von diesem wegen seiner Spottsucht gerügt wurde.
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19.02.2026, 15:00 Uhr
Gleimhaus. Museum der deutschen Aufklärung
Domplatz 31
38820 Halberstadt
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