Tristan & Isolde – die Geschichte einer verbotenen Liebe

Konzertpremiere mit Trobar e Cantar

Das Hamburger Ensemble Trobar e Cantar begibt sich auf eine märchen- und sagenhafte Reise in das Reich der Kelten, das bekanntlich die Heimat von Tristan und Isolde war. Diesem tragischen Liebespaar, das im Laufe der Jahrhunderte immer neue Erzählungen inspirierte, haben Trobar e Cantar ihr neues Konzertprogramm gewidmet.
 
Den Ausgangspunkt bildet dabei die Handschrift der Marie de France (um 1135 – um 1200), die nicht nur eine Episode des Stoffes, sondern darüber hinaus auch etliche Lieder enthält, die Tristan selbst zugeschrieben werden (ÖNB Ms. 2542). Diese Entdeckungen hat die künstlerische Leiterin Marcia Lenke-Kern in fein nuancierten Arrangements in unsere Zeit geholt, wobei auch der Jazz nicht zu kurz kommt. Der Schauspieler Javid Wunsch erzählt dazu die Geschichte einer Liebe, die stärker war als der Tod.
 
Die Zeitmaschine, mit der Trobar e Cantar dem Publikum regelmäßig die Vergangenheit vergegenwärtigt, besteht aus historischen „Bauteilen“ wie Zink, Krummhorn. Gambe, Hakenharfe, Dulzian und Blockflöte sowie der kleinen Sackpfeife, die man „Hümmelchen“ nannte. Dabei findet das Ensemble immer wieder neue, faszinierend moderierte Konzertformate, an deren Gestaltung namhafte Schauspieler, Kabarettisten und Wissenschaftler mitwirken. So gelingt der Brückenschlag zwischen den zum Teil mehr als tausend Jahre alten Fragmenten und unserer Zeit – die offenbar reif ist, sich von der eigentümlichen Kraft der mittelalterlichen Musik berühren zu lassen.

Die Legende beruht auf einem tatsächlichen piktischen König: Der junge Tristan begibt sich nach Irland, um für seinen Onkel, König Mark von Cornwall, um die Hand der Prinzessin Isolde zu bitten. Auf der Heimreise trinken Tristan und Isolde durch ein Missgeschick den Liebestrank, den die Königin für ihre Tochter und König Mark zubereitet hat. Fortan verbindet die beiden eine unvergängliche Liebe, die alle Gefahren und Entbehrungen auf sich nimmt ...
 
Marcia Lemke-Kern hat eine Leidenschaft für seltene Musik. Seit ihrem Studium an der Guildhall School of Music and Drama, City University (London), am HfMT Hamburg und dem Centre de la musique medieval de Paris tritt Marcia mit verschiedenen Ensembles vorwiegend für Alte oder Aktuelle Musik auf. Sie ist eine gefragte Interpretin Zeitgenössischer Oper und Gastauftritte als Solistin führten sie durch Europa. 2011 gründete sich Trobar e Cantar um vergessene Musiken aus Mittelalter bis Renaissance wieder neues Leben einzuhauchen.
 
„Wenn das Mittelalter so klingt, ist es weder dunkel noch fern!“, NDR‐Kultur Radio zur Debüt-CD von Trobar e Cantar.

Alle Termine

  • 25.09.2022, 19:30 Uhr
    Laeiszhalle
    Johannes-Brahms-Platz
    20355 Hamburg