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Alt-Hastedter Kammerorchester – Gegensätze ziehen sich an

im Programm Franz Schubert & Benjamin Britten

Matinee

ALT-HASTEDTER KAMMERORCHESTER

Das Alt-Hastedter Kammerorchester, Leitung Karsten Dehning-Busse, lädt unter dem Thema „Gegensätze ziehen sich an“ zur Matineé. Zu Gast Clemens Löschmann (Tenor) und Matthias Berkel (Horn).

Alt-Hastedter Kammerorchester
Clemens Löschmann – Tenor
Matthias Berkel – Horn
Karsten Dehning-Busse – Dirigent

Programm: Gegensätze ziehen sich an
Franz Schubert: Ouvertüre zu “Die Zauberharfe”, D 644 (1820)
Benjamin Britten: Serenade für Tenor, Horn und Streicher, op. 31 (1943)
Franz Schubert: 3. Sinfonie, D-Dur, D 200 (1815)

Das Alt-Hastedter-Kammerorchester Bremen hat für sein traditionelles Sommerkonzert eine eigenwillige Zusammenstellung des Konzertprogramms nach dem Prinzip des Kontrastes gewählt.
Die Dritte Symphonie, geschrieben 1815 von dem erst achtzehnjährigen Franz Schubert, ist – noch – erfüllt von unbekümmerter Lebensfreude, strahlender Heiterkeit und erstaunlicher Melodienfülle. Ihr 3. Satz (Menuetto) amüsiert durch witzige Gegenakzente. Der 4. Satz (Presto vivace) kommt im Rhythmus einer atemberauben Tarantella daher.
Ein zweites, relativ spätes Werk von Franz Schubert, die Ouvertüre zur Zauberharfe, ein Jahr nach seiner „Unvollendeten“ entstanden, offenbart im ersten Teil die Ambivalenz zwischen Schmerz und Leid, zwischen Tragik und Glück in den Kompositionen und im Leben Schuberts. Im zweiten Teil bricht die pure Heiterkeit durch, mehrere Emotionsebenen voller Wiener Charme, Feststimmung und Volksmärschen werden aneinandergereiht.
Wiederum kontrastierend wurde das musikalische Zentrum des Programms gewählt: die „Serenade für Tenor, Horn und Streicher“ des modernen englischen Komponisten Benjamin Britten. Stilistisch bedient sich der Komponist expressionistischer Klänge, die ihrerseits impressionistische und atonale Einflüsse einbeziehen. Der Komponist vertont sechs Gedichte englischer Poeten aus fünf Jahrhunderten, die miteinander durch ihre melancholische, morbide, sogar depressive Beschreibung der Nacht als Metapher für Tod und Vergänglichkeit verbunden sind. Auch hierin findet sich ein Kontrast zur Heiterkeit der Schubertwerke.

Ungewöhnlich ist die Besetzung der Serenade: neben den Streichern des Althastedter Kammerorchesters gestaltet der Tenor Clemens Löschmann die Vertonung der Texte in expressiver Dramatik. Gegenpart und Kommentator ist die virtuose, aber auch lyrische Ausgestaltung des Hornparts durch Matthias Berkel, Solohornist der Bremer Philharmoniker.

Eine Veranstaltung des AHK