Links: Deutscher Feldzug in Polen Deutsche Soldaten mit erschossenen Zivilisten in Tschenstochau, ca. 4. September 1939. © US Holocaust Memorial Museum. Rechts: Frankreich,_deutsche_Besatzung – Westfeldzug, Frankreich.- Deutscher Soldat im Gespräch mit ei

Links: Deutscher Feldzug in Polen Deutsche Soldaten mit erschossenen Zivilisten in Tschenstochau, ca. 4. September 1939. © US Holocaust Memorial Museum. Rechts: Frankreich,_deutsche_Besatzung – Westfeldzug, Frankreich.- Deutscher Soldat im Gespräch mit ei

Polnisches Institut Düsseldorf

Citadellstr. 7, 40213 Düsseldorf
Tel. +49/211/866 96-12

Zeugnisse aus der deutschen Besatzungszeit in Frankreich und Polen 1939/40 bis 1944/45.

Léon Werths und Zygmunt Klukowskis Tagebücher

Léon Werths und Zygmunt Klukowskis Tagebücher. Zeugnisse aus der deutschen Besatzungszeit in Frankreich und Polen 1939/40 bis 1944/45.
Von Prof. Dr. Winfrid Halder kommentierte Lesung mit Jörg Hustiak, WDR-Sprecher und Schauspieler
Montag, 30.05.2022, 19.00 Uhr, Gerhart Hauptmann Haus, Bismarckstr. 90, Düsseldorf,
https://www.g-h-h.de/veranstaltung/leon-werths-und-zygmunt-klukowskis-tagebuecher/2022/mai/1m

Bilder oben: Links: Deutscher Feldzug in Polen Deutsche Soldaten mit erschossenen Zivilisten in Tschenstochau, ca. 4. September 1939. © US Holocaust Memorial Museum. Rechts: Frankreich,_deutsche_Besatzung – Westfeldzug, Frankreich.- Deutscher Soldat im Gespräch mit einheimischen Frauen; PK 670, Bundesarchiv

Den Namen des französischen Schriftstellers Léon Werth (1878–1955) haben Millionen Leserinnen und Leser in aller Welt gelesen, aber wohl meist nicht wirklich wahrgenommen. Denn Werth ist der Widmungsträger des berühmtesten Buches seines engen Freundes Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), des »Kleinen Prinzen« nämlich. Als der in die USA emigrierte Saint-Exupéry das Buch dort zuerst 1943 veröffentlichte, lebte Werth weiterhin im seit 1940 von deutschen Truppen besetzten Frankreich – angesichts seiner jüdischen Herkunft im Verborgenen, denn der antisemitische Massenmord hatte auch sein Land erfasst. Werth, stets ein aufmerksamer politischer Zeitgenosse, führte Tagebuch und beschrieb, was ihn bedrängte und beängstigte, aber auch das, worauf er seine Hoffnungen setzte.

Ähnlich erging es dem polnischen Arzt Zygmunt Klukowski (1885–1959), der in der Nähe von Zamość ein Krankenhaus leitete: Auch er wurde Zeuge der deutschen Besetzung seiner Heimat und der anschließenden rigorosen, ja mörderischen Besatzungspolitik. Die Tagebücher Klukowskis, der sich auch der polnischen Widerstandsbewegung anschloss, gehören zu den wichtigsten Zeugnissen dieser Zeit aus erster Hand. In der Veranstaltung werden ausgewählte Textpassagen gelesen und in ihren historischen Kontext eingeordnet.

Leon Werth, Als die Zeit stillstand, Tagebuch 1940-1944, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017, ISBN 9783103972498

Klukowski‚ Zygmunt, Tagebuch aus den Jahren der Okkupation 1939–1944, Herausgegeben von Christine Glauning und Ewelina Wanke. 2019, Aus dem Polnischen übersetzt von Karsten Wanke. ISBN: 978-3-86331-244-2

Veranstalter: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus. In Kooperation mit: Polnisches Institut Düsseldorf und Institut français Düsseldorf