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Hamlet

von William Shakespeare

Ü: Angela Schanelec, Jürgen Gosch. R: Nora Somaini. D: Stephan Weiland. B: Ulrich Leitner. K: Heike Neugebauer. Video: Till C. Juon. Chg: Christine Stehno. Mit: Svea Auerbach, Christian Bergmann, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Markus Seuß, Janina Zamani.
Eines der meistgespielten Dramen William Shakespeares und immer wieder neu interpretiert: In Nora Somainis Inszenierung ist Helsingör ein hermetischer Lebensraum. Ein Sauerstoffzelt, ein aseptischer Raum sichert der Elite des Landes ihr Überleben, ohne Kontakt zur Außenwelt. In diesem klinischen Rundhort verliert sich die Königsfamilie in ihren inneren Abgründen und reibt sich in internen Kämpfen und Gräueln auf.
Dem Dänenprinzen Hamlet erscheint der Geist seines toten Vaters, der ihn auffordert, den Mord an ihm zu rächen. Sein eigener Bruder, Hamlets Onkel hatte ihn heimlich ermordet, um an die Krone und in das Bett seiner Witwe Gertrud zu gelangen.
Der Mord an dem König soll verdrängt werden, doch die Verdrängung bekommt den Lebenden schlecht. Denn die Toten sind nicht tot, sie leben in einer Parallelwelt Helsingörs, von der aus die Lebenden zu bedrängen. Hamlet schwankt zwischen intellektuellem Skrupel und raffinierter Manipulation, um den Mörder seiner Tat zu überführen.Er wird von seinem spirituellen Freund, Horatio, in die Welt der Toten eingeführt. Seine Rache an dem Mörder seines Vaters wird am Ende nicht nur das gesamte Königshaus, sondern auch ihn selbst auslöschen.