Foto: © Marlene Dietrich Collection

Foto: © Marlene Dietrich Collection

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Markt 6, 49074 Osnabrück
Tel. (0541) 323-2108

Tickettelefon:    (0541) 323-2108

Marlene Dietrich – Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis.

Eine Ausstellung im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Marlene Dietrich war der erste deutsche Weltstar. Wer kennt sie nicht als Lola aus dem Filmklassiker „Der blaue Engel“ oder hat nicht schon einmal „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ gehört? Bis heute verbinden sich mit ihr viele schillernde Bilder: Sexsymbol und Mutter, Schauspielerin und Sängerin, Ehefrau und Geliebte, Kunstfigur und Stilikone, Weltstar und Diva.

Unzählige Ausstellungen und Publikationen rund um den Globus beleuchteten mit höchst unterschiedlichen Perspektiven das Phänomen Marlene Dietrich. Sie machten eine Frau sichtbar, die ihre Zeit verändert hat und nicht nur mit langen Beinen, rauchiger Stimme und laszivem Blick Männern wie Frauen den Kopf verdrehte.

Einen weniger beachteten Bereich ihres Lebens bildet ihre entschiedene Haltung gegenüber den Nationalsozialisten und ihr angespanntes Verhältnis zu ihrer Heimat nach 1945.

Marlene Dietrich mied seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ihre Heimat Deutschland. Sie ließ sich auf keine Zusammenarbeit mit den Nazis ein und unterstützte stattdessen deutsche Emigranten. 1939 wurde sie aus Überzeugung US-amerikanische Staatsbürgerin. Seit 1942 warb sie Kriegsanleihen für die USA ein und ging 1944 für die US-amerikanische Truppenbetreuung nach Europa. Dies wurde ihr noch 1960 bei ihrer Deutschland-Tournee von Teilen der Öffentlichkeit vorgeworfen. Marlene Dietrich kehrte danach nur noch selten in ihre Heimat zurück. Mitte der 80er Jahre nahm die Diva Kontakt mit Beate und Serge Klarsfeld auf, deren Leistungen als „Nazijäger“ sie bewunderte.

Die von der Gedenkhalle Oberhausen mit Unterstützung der Marlene Dietrich Collection Berlin realisierte Wanderausstellung rekonstruiert die ablehnende Haltung der Dietrich zum Nazi-Regime und ihr Verhältnis zu Deutschland über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren anhand zahlreicher Dokumente, Fotos, Presseartikel und Filmmaterialien. Die Ausstellung folgt dabei dem Lebensweg des Weltstars von Deutschland in die USA, zu den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs bis zurück ins Nachkriegsdeutschland und weiter nach Polen, Israel und schließlich Paris, wo sie 1992 verstarb.

Alle Termine

  • 08.07.2021 - 26.09.2021
    Di, Mi, Do, Fr, Sa, So
    Di bis Fr von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr, Sa und So von 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen
    Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
    Markt 6
    49074 Osnabrück