LITERARISCHE ALPHABETE
Museen der Stadt Dresden

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LITERARISCHE ALPHABETE

Mit dem Schweizer Autor Jérôme Meizoz und der Übersetzerin Corinna

„Der Junge“, die namenlose Hauptfigur im Roman „Den Jungen machen“ der Schweizers Autors Jérôme Meizoz, kann die Männlichkeitserwartungen seiner Lebenswelt nicht erfüllen. „Der Junge hat nie verstanden, um was es bei dieser Männlichkeit ging, von der seine Klassenkameraden wie besessen waren.“„Du bist kein richtiger Mann“, hört er immer wieder. Der Junge ringt mit sich, versucht, sich selbst einen Platz im Leben zu schaffen. Es gelingt ihm, sich selbst zu erziehen. Er richtet eine Blumenwohnung mit Arbeitsbett ein und gibt er eine Anzeige auf: „Jung und männlich, Massagen und mehr. Erfüllt diverse Wünsche, je nach Bezahlung. Ausschließlich Frauen. Kein Verkehr.“ Der Junge wird zum Therapeuten, um Schmerzen zu lindern, die letztlich tiefer liegende gesellschaftliche Ursachen haben. Der Roman ist letztlich eine Parabel über die verzweifelte Suche nach einem Sinn des Lebens. Jérôme Meizoz wurde 1967 im Wallis geboren und ist dort aufgewachsen. Er schreibt auf französisch. „Den Jungen machen“ ist sein zweites Buch, das ins Deutsche übersetzt wurde. Corinna Popp studierte an der Sorbonne in Paris Bühnenkünste und Deutsche Sprachwissenschaft. Heute arbeitet sie als Übersetzerin und als Dramaturgin.

Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro

Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.