Marvin Oppong

Marvin Oppong

Literatürk Literaturfestival

Westfalenstr. 311, 45276 Essen
Tel. 0201-85132-0

Literatürk-Festival 2019

Typisch deutsch? Ferda Ataman und Marvin Oppong im Gespräch über Zugehörigkeit und Rassismus

Ferda Ataman und Marvin Oppong sind beide in Deutschland geboren und aufgewachsen. Dennoch machen sie von klein auf Rassismus-Erfahrungen. In ihrem Alltag werden sie nicht als Deutsche anerkannt, sondern zu Anderen gemacht. Sie werden als fremd wahrgenommen und mit Stereotypen konfrontiert. Gemeinsam mit ihnen wollen wir fragen: Was ist typisch deutsch? Wer gehört dazu? Wer nicht? Und wer entscheidet das? In ihrem Buch »Hört auf zu fragen. Ich bin von hier!« (S. Fischer, 2019) vertritt Ferda Ataman die These, dass die Vorstellung von einer weißen Aufnahmegesellschaft, in die Migranten vermeintlich reinkommen, eine deutsche Lebenslüge ist und stellt fest: „Wir haben ein Demokratieproblem, kein Migrationsproblem”. Dies zeige sich auch am Fehlen einer einladenden Heimat-Idee, die alle mitnehme, und an der man gerne teilhabe.

Marvin Oppong schildert in seinem sehr persönlich gehaltenen Buch »Ewig Anders. Schwarz, deutsch, Journalist« (Dietz, 2019) seine lebenslangen Rassismus-Erfahrungen. Anhand persönlich erlebter Situationen legt er den Finger in die Wunde und thematisiert die Mechanismen von alltäglicher und institutioneller Diskriminierung. In schonungslosen Gesprächen und Begegnungen testet er die deutsche Gesellschaft und spürt nach, wie sich das politische Klima geändert hat. Moderiert von Nikolaos Georgakis

Ferda Ataman ist Publizistin für diverse Medien und Sprecherin der „Neuen Deutschen Organisationen“. Seit 2018 schreibt sie bei Spiegel Online die Kolumne »Heimatkunde«. Ihre Streitschrift »Hört auf zu fragen. Ich bin von hier!« (2019) löste eine bundesweite Debatte über Zugehörigkeit in Deutschland aus #vonhier.


Marvin Oppong

Marvin Oppong ist freier Journalist und Dozent. Er berichtet für zahlreiche Medien, darunter alle führenden deutschsprachigen Print- und Online-medien sowie für den Rundfunk, über Korruption, Lobbyismus, Datenschutz und Medienthemen. 2011 gab er den Band »Migranten in der deutschen Politik« heraus (VS Verlag für Sozialwissenschaften). Seit 2011 lehrt er zudem als Dozent Recherchetechniken in der journalistischen Aus- und Weiterbildung.

In Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) und Academy in Exile

Alle Termine

  • 16.11.2019, 19:30 Uhr
    Kulturwissenschaftliches Institut, KWI Essen
    Goethestraße 31
    45128 Essen