Siebold-Museum

Frankfurter Str. 87, 97082 Würzburg
Tel. 0931-413541

Aus dem Land der blauen Hortensie - Japanische Pflanzen in Europa

Eine Ausstellung des Botanischen Museums Berlin-Dahlem

Beim Anblick farbenprächtiger Hortensien, flammender Ahorne und zart blühender Magnolien ist nur wenigen bewusst, dass diese und viele weitere Pflanzen erst vor rund 150 Jahren von Japan nach Europa gelangten. Europäische Naturforscher und Botaniker wie Andreas Cleyer, Engelbert Kaempfer, Carl Peter Thunberg und vor allem Philipp Franz von Siebold erforschten seit dem 17. Jahrhundert die japanische Flora.. Ihre Arbeiten machten Linnés Methode zur Pflanzenbestimmung in Japan bekannt. Mit Philipp Franz von Siebolds Japanaufenthalten ab 1823 und der 1854 durch Admiral Perry erzwungenen Öffnung Japans begann dann – von wenigen früheren Ausnahmen abgesehen – die Phase des intensiven Exports japanischer Pflanzen nach Europa und Amerika. Dies zeigt die vom Botanischen Museum Berlin-Dahlem konzipierte Ausstellung im Siebold-Museum u.a. anhand ausgewählter Pflanzen und deren „Karriere“ als Nutzpflanze und/oder Gartenzierde in Europa. Sie wird ergänzt durch wertvolle Exponate aus dem Siebold-Familienarchiv Burg Brandenstein, eigene Objekte des Siebold-Museums und Sieboldpflanzen aus dem Botanischen Garten der Universität Würzburg. Einen besonderen Blickfang stellt der originalgetreue Nachbau einer historischen japanischen Tragesäfte dar, wie sie auch Philipp Franz von Siebold während seiner Aufenthalte benutzte - eine Leihgabe der Samurai-Gruppe Takeda aus Düsseldorf. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm begleitet die Sonderausstellung