Theater der Stadt Schweinfurt

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Nathan der Weise

Dramatisches Gedicht in fünf Akten von Gotthold Ephraim Lessing

Der Klassiker

»Hasko Weber webt die verführerische Orgie der Mitmenschlichkeit mit einfachen schauspielerischen Mitteln und kann sich dabei auf ein großartiges Ensemble verlassen. Man lässt Lessings Sprache schnurren, Gesten sprechen und spart auch nicht mit Humor.«
Thüringische Landeszeitung

 

Donnerstag, 27.06.2019 | 19.30 Uhr
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| Schauspielmiete BLAU | Freier Verkauf |

Freitag, 28.06.2019 | 19.30 Uhr
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| Schauspielmiete ROT | Freier Verkauf |

Deutsches Nationaltheater Weimar

Inszenierung: Hasko Weber
Bühne & Kostüme: Thilo Reuther
Dramaturgie: Carsten Weber
Musik: Sven Helbig
mit Sebastian Nakajew, Johanna Geißler, Sebastian Kowski, Isabel Tetzner, Anna Windmüller, Thomas Kramer, Marcus Horn, Julius Kuhn, Krunoslav Šebrek

Uraufführung im Döbbelinschen Theater Berlin am 14. April 1783
Premiere im Nationaltheater Weimar am 23. Februar 2018

Lessing entwirft mit seinem dramatischen Gedicht »Nathan der Weise« ein Sinnbild des vorurteilsfreien und respektvollen Umgangs der Religionen untereinander. Er beschäftigt sich mit den Begriffen seiner Zeit und lässt die Figuren den Kern humanistischer Ideale verhandeln. Eine Lektüre heute zwingt uns, die Gültigkeit der Lessing’schen Idee von Respekt und Toleranz neu zu prüfen. Denn die Frage nach einer friedlichen Koexistenz ist die Frage nach dem Zusammenleben trotz Unterschieden und Unvereinbarkeiten. Greifbare Zukunftsvision oder Utopie?

Zeitlebens ging es Gotthold Ephraim Lessing um die religiöse Wahrheit – um den Kampf gegen stumpfe Buchstabengläubigkeit, für ein tolerantes Christentum, auch gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Lessing verspürt Sendungsbewusstsein. »Ich muß versuchen, ob man mich auf meiner alten Kanzel, auf dem Theater wenigstens, noch ungestört will predigen lassen«, schreibt er 1778 an Elise Reimarus. Und er findet die Form für sein Humanismusplädoyer in einem dramatischen Gedicht mit fünffüßigen Jamben: 1779 erscheint »Nathan der Weise«, das erste weltanschauliche Ideendrama – und Lessings Meisterwerk.

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Anna Windmüller, Isabel Tetzner, Sebastian Kowski | Foto: Volker Beinhorn