Quelle:

CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V.

Der letzte Mann

Das CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. präsentiert: Der letzte Mann (D 1924) - Stummfilmkonzert am So. 9. Januar 2022 um 18 Uhr im Theater Bremen / Großes Haus Mit Livemusik-Begleitung durch das Landesjugendorchester Bremen unter der Leitung von Stefan Geiger.

Bremen, 21.12.2021


Quelle:

Pressemitteilung



Das CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. präsentiert:

Der letzte Mann (D 1924)
Stummfilmkonzert am So. 9. Januar 2022
um 18 Uhr im Theater Bremen / Großes Haus


Mit Livemusik-Begleitung durch das Landesjugendorchester Bremen

unter der Leitung von Stefan Geiger.



Quelle:

Jubiläum - 25 Jahre Kooperation


Vom Kino 46-Saal in Walle mit ausgebauten Kinostühlen, damit Platz für das verkleinerte Orchester ist, dann in die Glocke Bremen, später ins BLG-Forum in der Überseestadt und nun zum vierten Mal im Theater Bremen - Vor 25 Jahren begann die künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem Landesjugendorchester Bremen und dem Kommunalkino City 46. Seit 1997 wurden 15 Stummfilme in mehr als 30 Vorstellungen von den besten jungen Musiker:innen aus Bremen und Umgebung unter der Leitung von Stefan Geiger begleitet.



Der letzte Mann - ein Meisterwerk


Zum Jubiläum wird „Der letzte Mann" von Friedrich Wilhelm Murnau im Theater mit großer Orchesterbegleitung aufgeführt.
Der Stummfilm-Klassiker gilt bis heute als eine der filmhistorisch bedeutendsten Produktionen des Weimarer Kinos.

„Heute bist Du der Erste, geachtet von Allen - Weißt Du, was Du morgen bist?!“

„Der letzte Mann“ ist das Drama eines Mannes, dessen heile Welt mit dem Verlust von Arbeitsstelle und Ansehen zusammenbricht. Ein Thema, dass heute in Zeiten von Corona so aktuell ist wie damals 1924. Die dynamische Bildsprache von Kameramann Karl Freund war völlig neu und prägte den Begriff der „entfesselten Kamera". Im Zusammenspiel mit Carl Mayers Szenenbildern und der exzellenten Besetzung begeisterte Murnaus Film vor fast hundert Jahren und bis heute.

Karl-Heinz Schmid (Kommunalkino Bremen) hat den Film ausgewählt, weil „Der letzte Mann“ einer der wichtigsten deutschen Stummfilme ist: „Die schauspielerische Leistung von Emil Jannings ist unübertroffen. Und die geniale Inszenierung der tragikomischen Geschichte erforderte nur einen Zwischentitel am Ende. Diese Tatsache hat keinen Geringeren als den jungen Alfred Hitchcock fasziniert, der gerade in Babelsberg war und bei den Dreharbeiten von Murnau vorbeischaute. ‚Was du auf dem Set siehst, ist unwichtig‘ erklärte ihm Murnau. ‚Es kommt nur darauf an, was du auf der Leinwand sehen kannst.‘ Und Hitchcock übernahm einige Techniken Murnaus für die Szenenbilder seiner aktuellen Produktion „Die Prinzessin und der Geiger“.

Für F.W. Murnau, Emil Jannings und den genialen Kameramann Karl Freund war der Erfolg von „Der letzte Mann“ die Fahrkarte nach Hollywood.



Das Landesjugendorchester Bremen


Die Neukomposition von Bernd Wilden begleitet „Der letzte Mann“. Bernd Wilden ist freischaffender Dirigent und Komponist in Bielefeld und hat zu bisher 13 Stummfilmen wie zum Beispiel „Nosferatu" oder „Faust“ sinfonische Filmmusiken komponiert und begleitet. Eine große stilistische Vielseitigkeit kennzeichnet seine Werke.

Stefan Geiger, Leiter des LJO Bremen, zum Jubiläum und zur Musik: „Man sollte doch meinen, dass nach 25 Jahren Zusammenarbeit mit dem CITY 46 das „Schatzkästlein der Stummfilme“ irgendwann leer sei – und doch habe ich den gegenteiligen Eindruck: dass sich das Repertoire der Stummfilmbegleitungen stetig vergrößert! Seien es spektakuläre Wiederentdeckungen (ich denke nicht zuletzt z.B. an unsere Aufführungen von „Metropolis“ vor zehn Jahren) oder aber schlicht die Erkenntnis, dass es inzwischen möglich und auch dringend geboten ist, ein Meisterwerk wie „Der letzte Mann“ einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Ich freue mich auf die Komposition von Bernd Wilden, die den Film stilsicher und dicht am Geschehen begleitet und so wunderbar das grandiose Spiel von Emil Jannings unterstützt.“ Mehr über Stefan Geiger

Das Landesjugendorchester Bremen versammelt junge, talentierte Musiker:innen aus Bremen und Umgebung, um gemeinsam Sinfonien, Solokonzerte und Stummfilme zu erarbeiten und im norddeutschen Raum aufzuführen. 1971 als Streichorchester gegründet, übernahm Stefan Geiger 1996 die künstlerische Leitung des Orchesters und konnte durch seinen engagierten Arbeitsstil und seine vielfältigen Erfahrungen mit Jugendorchestern das LJO Bremen zu neuem Glanz führen. Ziel ist es damals wie heute, zu einer späteren professionellen Auseinandersetzung mit Musik, beispielsweise im Rahmen eines Musikstudiums, beizutragen.

Henriette Kissling, Cellistin beim LJO, über die besondere Aufgabe: „Damit die Musik perfekt zu den Filmszenen passt, müssen wir als Orchester sehr konzentriert sein und dem Dirigenten jederzeit folgen. Bei 100 Minuten Spielzeit braucht man da schon ein gutes Durchhaltevermögen! Aber wenn der Effekt gelingt und das Publikum lacht, ist das die größte Belohnung.“ Mit der exakten Untermalung der Filmbilder haben die jungen Musiker bisher immer das Publikum begeistert.




Quelle:

Der letzte Mann
D 1924, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, mit Emil Jannings, Maly Delschaft, Max W.Hiller, ca. 90 Min.

Berlin um 1920: Der alte Portier des Hotels Atlantic verrichtet die Arbeit in seiner prächtigen Uniform mit Stolz. Vor der Drehtür des Hotels begrüßt er die Gäste, zu Hause im Hinterhofmilieu ein viel bewunderter Mann. Doch eines Tages beobachtet der Geschäftsführer, wie schwer dem alten Portier das Hantieren mit den Koffern fällt und degradiert ihn zum Toilettenmann. In seinem Milieu und vor der Familie verheimlicht er seinen Abstieg. Als seine Tochter heiraten will, stiehlt er die Uniform, um wenigstens hier den Schein zu wahren. Doch der Schwindel fliegt auf und verzweifelt zieht sich der alte Mann in den Waschraum der Hoteltoilette zurück.

F. W. Murnau hat an diese Handlung, getrennt durch den einzigen Zwischentitel des Films, ein ihm von der UFA aufgezwungenes, bitter-ironisches Happy End gesetzt: Eines Tages stirbt ein reicher Hotelgast in der Hoteltoilette in seinen Armen und vermacht ihm sein Vermögen. Mehr zum Film



Am Samstag, den 8.1., findet ab 11h eine Generalprobe im Theater statt. Dann besteht auch die Möglichkeit zu Filmen etc.
Bitte setzen Sie sich dafür mit Edith Fahrenholz vom LJO in Verbindung: e.fahrenholz@ljo-bremen.de // Tel. 04242 597 0110 // mobil: 0160 914 968 52


Bilder zum Download

Tickets: € 28 / 23 erm. / 18 KoKi-Mitgl. / 9 Förder-Mitgl.

www.theaterbremen.de/karten

kasse@theaterbremen.de // 0421/3653-333

Mit freundlicher Unterstützung durch den Senator für Kultur
Gefördert mit Mitteln der Karin und Uwe Hollweg Stiftung



CITY 46 / Kommunalkino Bremen e. V.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon  0421/449 635 – 86  /- 81 /- 85

(Büro Kernzeiten: Mo bis Mi 9 – 17h // Do 10 –14h)

presse@city46.de || schierenbeck@city46.de

CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. | Birkenstr. 1 | 28195 Bremen
www.city46.de | facebook | Instagram