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Quelle: SYker Vorwerk / Foto: © Jodi Bieber

Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst

PK Jodi Bieber

JODI BIEBER MAKING FEMINISM Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst 24.11.2019-02.02.2020

Syke, 11.11.2019


Quelle: SYker Vorwerk / Foto: © Jodi Bieber

JODI BIEBER

MAKING FEMINISM

24. November 2019 - 2. Februar 2020

Kuratiert von Dr. Alejandro Perdomo Daniels*

Das Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst präsentiert die Ausstellung „Jodi Bieber – Making Feminism“. In ihrem Werk beschäftigt sich die Künstlerin mit gesellschaftlich relevanten Themen und macht auf Missverhältnisse aufmerksam, ob in ihrer Heimat Südafrika oder weltweit. Dabei erhebt sie den Anspruch, als Fotografin zu fotografieren, und zwar in einer männlich dominierten Welt. Entsprechend richtet sie den Fokus ihrer Arbeit auf die Realität von Frauen jenseits des Glamours.

„Making Feminism“ ist eine umfangreiche Schau im Rahmen des Ausstellungszyklus „works on gender and identity“. Gezeigt werden drei umfassenden Serien aus den letzten 14 Jahren: "Real Beauty", "Quiet" und "Women who have murdered their husbands". Die drei Serien stellen die langjährige Auseinandersetzung der Künstlerin mit Fragen zu Gender, Geschlechtsidentität, Selbstbestimmung und damit zusammenhängenden Konflikten im Kontext der zeitgenössischen Gesellschaft Südafrikas dar.

Während "Real Beauty" die herrschende Ideologie weiblicher Schönheit mit ihren stilisierten Körperidealen in Frage stellt, setzt sich "Quiet" mit der Repräsentation des männlichen Körpers jenseits der klischeehaften Stereotype auseinander, die ihn als maskulin konstruieren. "Women who have murdered their husbands" zeigt Frauenschicksale, die offenlegen, wie aus der Spirale häuslicher Gewalt Inhaftierung werden kann. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten bilden die drei Serien einen zentralen Themenkomplex in Biebers Werk, entlang dessen eine feministische Haltung deutlich zum Ausdruck kommt.

Die geschlechterpolitische Bewegung des Feminismus erfordert das Subjekt „Frau“. Wie dieses zu definieren ist, erweist sich als hoch komplex. Die Unterdrückung, der Frauen ausgesetzt sind, ist dagegen weitaus weniger unzugänglich. Denn die Realität ihrer Erscheinungen lässt sich trotz ihrer Fülle klar bestimmen. Dass dieser Sachverhalt Ausgangpunkt für die künstlerische Auseinandersetzung werden kann, zeigt das Werk der südafrikanischen Künstlerin Jodi Bieber, die inzwischen zu einer der wichtigsten Fotografen unserer Zeit geworden ist.

Biebers Karriere begann 1994 mit den demokratischen Wahlen in Südafrika. Als Fotojournalistin arbeitete sie für die Zeitung The Star in Johannesburg. 1996 erhielt sie die Einladung, an der World Press Masterclass in Amsterdam teilzunehmen. Daraus ergaben sich neue Möglichkeiten: Aufträge für internationale Zeitschriften und NGOs führten sie rund um den Globus. Im Laufe ihres Werdegangs entwickelte Bieber eine eigenständige Bildsprache, die von einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen zeugt. So gelang es der Fotografin, sich im Kunstsystem zu behaupten. Regelmäßige Ausstellungen im nationalen wie internationalen
Kontext unterstreichen ihre Bedeutung in der Kunstwelt ebenso wie die Präsenz ihrer Werke in namhaften Sammlungen, darunter Artur Walther Collection, Fondazione Carispezia, Fondazione Fotografia Modena, François Pinault Collection, Iziko Museums Collection, Johannesburg Art Gallery, Oppenheimer Collection, Jean Paul Blachere-Foundation.


Ein Begleitprogramm mit Kuratorenführungen wird angeboten.


Dr. Alejandro Perdomo Daniels, Autor und Kurator, lebt in Bremen. Nach dem Studium der Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promovierte er im selben Fach an der Ruhr-Universität Bochum. Er absolvierte ein wissenschaftliches Volontariat an den Kunstmuseen Krefeld, war Assistenzkurator des internationalen Ausstellungsprojekts Kabbo ka Muwala-The Girl's Basket und arbeitete als Kurator der Galerie Mitte im Kunsthaus Kubo in Bremen. Neben publizistischen Aktivitäten, in deren Rahmen er den Nationalpreis für Kunstkritik Kolumbiens erhielt, ist er als Kurator des LUX-Projektionsfestivals in Bremen tätig.

 

Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns bei:



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Quelle: Arbeitnehmerkammer Bremen


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Der Eintritt in die Ausstellung ist frei!

Besucheradresse: Waldstraße 76, 28857 Syke

Postadresse: Am Amtmannsteich 3, 28857 Syke

Tel.: +49 (0)4242 5774 10
Fax: +49 (0)4242 5774 11
info@syker-vorwerk.de
www.syker-vorwerk.de

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