Büro Stefan Schenkl

Stefan Schenkl verfaßte sein 18.000. Gedicht

Bamberg, 30.09.2026

Autor Stefan Schenkl
Quelle: Stefan Schenkl

Stefan Schenkl verfaßte sein 18.000. Gedicht am Silbersee
Am 29. September 2026 schraubte Wunderautor Stefan Schenkl die Zahl seiner Gedichte über die welthistorische 18.000er-Marke. Sein mit dem Titel „Des Schiffes Grab am Silbersee" versehenes Jubiläumsgedicht, das achtzehntausendste, schrieb der Meister zwischen Dormagen und Neuss an der Stelle des Übergangs vom Silbersee in den Rhein, wo durch das Rekordniedrigwasser ein versunkenes Schiff, ein sogenannter Aalschokker, auf trockenem Boden lag, einen seltenen Anblick darbot und so zum Sujet des lyrischen Werkes wurde... 

DES SCHIFFES GRAB AM SILBERSEE 

Wo Rhein so flach wie niemals je
das Herbstlicht frühlingslocker 
erleuchtet da am Silbersee 
das Grab von altem Schokker: 

ein Schiff, das vor Dekaden sank 
und dessen Sarg jetzt offen 
fand da aus tristem Sand die Bank 
die Dasein ohne Hoffen 

des Schiffes Leichnam stets verspricht 
ihr Zins war lang am Nagen 
durch Kronendickicht bricht das Licht 
und gar Piratensagen 

erzählt der Rumpf mit hohem Mast
nicht hohl, da Schlamm ihn fülle 
Nur Toter kennt so tiefe Rast 
Rosts Ketten säumen Hülle
 
währʼnd Angler in verstecktem Eck 
befriedigt Fisches Süchte 
bleibt Aalefischers bleichem Deck 
nur Aura der Gerüchte 

gerankt um Schiffes Untergang 
liegt's trocken, zeigt's nur Fragen 
wobei der sterb'nden Aale Fang 
kommt da dann nicht zum Tragen 

klingt Lied von Liebe, Mord von eh' 
in Schokkers morschen Knochen 
wo sie sinnier'n am Silbersee 
und harren noch Epochen.