Der designierte Hausregisseur Michael Stacheder und Intendantin Sarah Kohrs bei der Vorstellung der Spielzeit 26/27.

Der designierte Hausregisseur Michael Stacheder und Intendantin Sarah Kohrs bei der Vorstellung der Spielzeit 26/27.

Download Bild

Quelle: Foto: Arno Stallmann
Rechtehinweis: Bild darf für reaktionelle Berichterstattung genutzt werden.

Landestheater Schwaben

„Zu den Sternen“: Hoch hinaus mit dem Landestheater Schwaben zur neuen Spielzeit ab dem 19. September

Während die NASA im nächsten Jahr nur ein einziges Mal auf dem Mond landen will, besucht das Landestheater Schwaben ihn in der nächsten Spielzeit gleich dreizehn Mal: mit dem Musical „Frau Luna“ nach der gleichnamigen Operette. „Zu den Sternen“ heißt dann auch das Motto der neuen Spielzeit 26/27, die im September beginnt. Es geht um wissenschaftliche Errungenschaften und neuen Technologien, um unsere Vorstellungen von der Zukunft und den Ehrgeiz, sie durchzusetzen, um Wünsche, Träume, Hoffnung und Pioniergeist. Jetzt hat das Landestheater unter Leitung von Sarah Kohrs den neuen Spielplan vorgestellt. Der Vorverkauf beginnt am 1. Juli. Alle Informationen gibt es auf www.landestheater-schwaben.de und im neuen Spielzeitheft.

Memmingen, 19.05.2026

 

 

Memmingen, 19. Mai 2026


Quelle:

„Zu den Sternen“: Hoch hinaus mit dem Landestheater Schwaben zur neuen Spielzeit ab dem 19. September

Während die NASA im nächsten Jahr nur ein einziges Mal auf dem Mond landen will, besucht das Landestheater Schwaben ihn in der nächsten Spielzeit gleich dreizehn Mal: mit dem Musical „Frau Luna“ nach der gleichnamigen Operette. „Zu den Sternen“ heißt dann auch das Motto der neuen Spielzeit 26/27, die im September beginnt. Es geht um wissenschaftliche Errungenschaften und neuen Technologien, um unsere Vorstellungen von der Zukunft und den Ehrgeiz, sie durchzusetzen, um Wünsche, Träume, Hoffnung und Pioniergeist. Jetzt hat das Landestheater unter Leitung von Sarah Kohrs den neuen Spielplan vorgestellt. Der Vorverkauf beginnt am 1. Juli. Alle Informationen gibt es auf www.landestheater-schwaben.de und im neuen Spielzeitheft.

„Wir alle haben neben einem Wirklichkeits- auch einen Möglichkeitssinn,“ stellt Intendantin Sarah Kohrs fest: „So wie wir am Nachthimmel Sterne sehen, die nicht mehr da sind, können wir uns eine Welt vorstellen, die es noch nicht gibt.“ Um diese Möglichkeiten und die Menschen, die sie für uns entdecken und erproben, soll es in der neuen Spielzeit gehen – „mit Neugierde und dem gleichen Forscherdrang, den wir uns bei einigen unserer Figuren abgucken können.“ An der Seite der Leiterin des Jungen Landestheaters Claudia Hoyer und des künftigen Hausregisseurs Michael Stacheder hat Intendantin Sarah Kohrs die kommende Spielzeit nun vorgestellt.

Zusätzlich zu der munteren Mondfahrt in „Frau Luna“ geht es unter anderem in Bertolts Brechts Gangsterparabel „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ um die Gefahren individuellen Machtanspruchs für eine ganze Gesellschaft oder in „Schwarze Schwäne“ um die Pflege der Eltern in Zeiten künstlicher Intelligenz. Das Junge Landestheater befasst sich beispielsweise in „Morgen Alaska“ mit dem Aussteiger Chris McCandless dessen kurzes Leben und kurzer Weg zu ganz eigenen Sternen aus dem Film „Into the Wild“ weithin bekannt ist. Für die ganze Familie zeigen Landestheater und Junges Landestheater ab November gemeinsam Paul Maars „Eine Woche voller Samstage“ über das Wünsche erfüllende Fantasiewesen Sams mit Sinn für Höheres. Eine große Besonderheit erwartet das Publikum am Ende der Spielzeit, wenn Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Sarah Kohrs nicht im Theater, sondern Open-Air aufgeführt wird. In Memmingen ist das: an der Grimmelschanze.

Im Großen Haus im Theater in Memmingen und auf großen bis mittelgroßen Bühnen in ganz Bayerisch Schwaben und darüber hinaus zeigt das Landestheater außerdem Goethes Meisterwerk „Faust“, ebenfalls in der Regie von Sarah Kohrs. Vom neuen Hausregisseur Michael Stacheder wird u. a. eine Dramatisierung der visionären Science-Fiction-Novelle „Der Zukunft gehört das Heute“ zu sehen sein, in der Lebenszeit zur Ware wird, die sich nur die wenigsten leisten können. In der Boulevardkomödie „Doppelt leben hält besser“ fliegt ein Taxifahrer auf ganz andere Art zu nah an der Sonne: er leistet sich zwei Ehefrauen an zwei verschiedenen Adressen und muss nach einem Verkehrsunfall verhindern, dass die beiden voneinander erfahren.

Auf der Memminger Studiobühne und vielen Bühnen der Region ist neben „Schwarze Schwäne“ auch die Tragikomödie „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ und der Science-Fiction-Klassiker „Die Zeitmaschine“ zu sehen. In ersterer tanzen eine 70-jährige Tanzschülerin und ihr junger Trainer um ihre größten Geheimnisse herum. In letzterem reist ein Wissenschaftler in eine so unvorstellbar ferne Zukunft, dass die Menschen keine Menschen mehr sind. Für das Stück arbeitet das Landestheater mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding zusammen, ein Absolvent wird die Regie führen. Nach MEWO-Kunsthalle und mood club wird in Memmingen das Monologstück der neuen Spielzeit nun im Kaminwerk gezeigt: In „Ich, Akira“ berichtet der Hund des prominenten Spitzenkochs und Verschwörungsfanatikers Attila Hildmann vom Leben mit seinem Herrchen. Mit „Ich seh‘ den Sternenhimmel“ ist auch wieder eine kleine musikalische Produktion auf der Foyerbühne im Memminger Theater zu sehen und zu hören: „interplanetarer Pop“ der 80er Jahre und der Neuen Deutschen Welle.

Am Schweizerberg in Memmingen und bei Schulvorstellungen in der Region ist das Junge Landestheater neben „Morgen Alaska“ mit dem lebensbejahenden Suizidversuch-Monolog „Titus“ und dem Kinder-Roadmovie „Zwei Schritte bis zu den Sternen“ zu sehen. Das ist für Kinder ab einem Alter von 10 Jahren empfohlen, „Titus“ ab 13, „Morgen Alaska“ für Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren. Außerdem wird das Junge Landestheater die aktuellen Produktionen „Else (ohne Fräulein)“ (14+), „Flusspferde“ (4+) und „Wutschweiger“ (9+) wiederaufnehmen.

Unser Verhältnis zur Zukunft und zu den Ideen, Erfindungen und Personen, die sie gestalten, war nie ein einfaches. Das ist besonders heute so, wo diese Zukunft durch Krisen, Kriege und Katastrophen akut bedroht wird, wo Wissenschaft statt mit willkommener fachlicher Kritik mit ideologischer und opportuner Ablehnung begegnet wird, wo Interesse auf Misstrauen stößt und visionäres Denken auf Verachtung. Unser Verhältnis zu den Sternen hingegen war immer einfach: aus der Ferne funkeln Hoffnungen, Wünsche und Geheimnisse. Das Landestheater lädt zu einem Besuch ein und freut sich auf die Zukunft: Der Vorverkauf beginnt am 1. Juli, die neue Spielzeit mit dem Theaterfest am 19. September.


Arno Stallmann (er/ihm)
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT & DRAMATURGIE

arno.stallmann@landestheater-schwaben.de
08331/9459-44

www.landestheater-schwaben.de
Landestheater Schwaben
Theaterplatz 2
87700 Memmingen