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30. Internationales Bremer Symposium zum Film
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Figuren der Überforderung: Modernisierung, Individualisierung, Desorientierung
Mi. 6. bis Sa. 9. Mai 2026 im CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V.
Das Internationale Bremer Symposium zum Film feiert Jubiläum
1995 wird es im Rahmen des UNESCO-Projekts 100 Jahre Kino vom CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. und der AG Filmwissenschaft der Universität Bremen ins Leben gerufen. Filmkultur und Filmforschung verbinden – mit dieser Ausrichtung wendet sich das Symposium seitdem gleichermaßen an ein interessiertes Kinopublikum als auch an die wissenschaftliche Fachöffentlichkeit. Im Kino statt im Hörsaal wird das kuratierte Filmprogramm zu einem jährlich wechselnden Thema durch wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen ergänzt.
Mit der Initiierung der Vergabe eines Bremer Filmpreises setzt das Symposium 1999 einen neuen, überregional beachteten Akzent. Die Ausrichtung wird über gezielte Nachwuchsförderung und die Betonung der Notwendigkeit von breiter Filmbildung erweitert, ein zweites Forschungslabs des Bremer ZeMKI (Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung) und überregionale Kooperationspartner wie das ÖFM (Österreichische Filmmuseum) schließen sich an.
Nicht zuletzt durch die jährlichen Publikationen hat sich das Symposium über die Jahrzehnte einen internationalen Ruf erworben. Dabei werden gerade in den letzten Jahren zunehmend aktuelle gesellschaftsrelevante Themen in den Blick genommen, wie Psychische Erkrankung und Film (2021), Grünes Kino (2022) und Audiovisuelle Erinnerung (2023).
Unten finden Sie eine Auflistung aller Filme und Vorträge und die Button führen Sie direkt auf die ausführlichen Veranstaltungsseiten.
Alle Filme werden mit Einführung präsentiert.
Der Zugang zu den Vorträgen ist kostenlos.
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Schwerpunkt 2026
Im Jubiläumsjahr 2026 beschäftigt sich das Symposium mit dem Thema Überforderung. Anhand der Figuren Modernisierung, Individualisierung und Desorientierung untersucht das 30. Filmsymposium, wie Überforderung in der Ästhetik und Geschichte des Films sichtbar wird und wie sich die Bedeutung von Überforderung im gesellschaftlichen Wandel verändert. Dabei schaut das Symposium auch auf kulturelle und soziale Räume jenseits der westlichen Hemisphäre, denn in Zeiten multipler Krisen gilt Überforderung als ein weltweites Phänomen.
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Das Filmprogramm spannt einen weiten Bogen von der urbanen Moderne im Stummfilm IT (USA 1927) über die ritualisierten Alltagsabläufe in Chantal Akermans JEANNE DIELMAN (FR/BE 1975) bis zu gesellschaftlichen Umbrüchen in Jia Zhangkes STILL LIFE (CN 2006) und familiären Spannungen in Anthony Chens ILO ILO (SG 2013). LA CIÉNAGA (ARG/FR/SP 2001) zeigt Desorientierung als sinnlich verdichtetes Geflecht aus Hitze, Körpern und Räumen, während Alonso Ruizpalacios’ LA COCINA (MEX/USA 2024) die globalisiert Arbeitswelt einer Küche als Mikrokosmos von Überforderung inszeniert.
Die 13 wissenschaftlichen Beiträge aus Deutschland, Österreich, Irland, England und Kanada greifen diese und weitere filmische Verhandlungen auf und eröffnen neue Perspektiven auf Stress, Erschöpfung und Desorientierung. Ergänzt wird das Programm durch experimentelle Kurzfilme im kuratierten FILM:ART-Programm sowie durch die Vorführung von Sascha Hilperts FORMEN MODERNER ERSCHÖPFUNG (D 2024) mit anschließendem Dialogformat.
Als begleitende Retrospektive zeigt das Filmsymposium neben LA CIÉNAGA außerdem zwei weitere Filme der argentinischen Regisseurin Lucrecia Martel: LA MUJER SIN CABEZA (F/ARG/IT 2008) und ZAMA (ARG/BRA/E 2017), präsentiert in Kooperation mit dem Instituto Cervantes.
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Programmübersicht Filme
Die Filme • Di. 5.5. bis Mo. 11.5.
La mujer sin cabeza • Di. 5.5. / 18:00 * mit Grußwort
Die Frau ohne Kopf - F/ARG/IT 2008, Regie: Lucrecia Martel, mit Maria Onetto, 87 Min., OmU
In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen.
Still Life • Mi. 6.5. / 15:00 * Einführung: Felix Hasebrink, Ruhr-Universität Bochum
CN 2006, Regie: Jia Zhangke, mit Zhao Tao, Han Sangming, 108 Min., OmengU
Jeanne Dielman • Mi. 6.5. / 20:30 * Einführung: Eva Kuhn, Humboldt-Universität, Berlin
F 1975, Regie: Chantal Akerman, mit Delphine Seyrig, 201 Min., OmU
Formen moderner Erschöpfung • Do. 7.5. / 15:00 *
D 2024, Regie: Sascha Hilpert, mit Birgit Unterweger, Rafael Stachowiak, 118 Min.
Anschließend: Im Dialog • Do. 7.5. / 15:00 *
Diskussion mit Regisseur Sascha Hilpert und Tobias Dietrich, Moderation Birgit Kohler
Too Much | Too Fast | Too Good • Do. 7.5. / 20:30 *
Einführung: Christine Rüffert, Bremen
Sechs Filme u.a. von Peter Tscherkassky, Suse Itzel, John Smith, ca. 100 Min.
Programm im Rahmen der Reihe »film:art«
Ilo Ilo • Fr. 8.5. / 15:00 * Einführung: Heike Klippel, HBK Braunschweig
SGP 2013, Regie: Anthony Chen, mit Koh Jia Ler, Angeli Bayani, 99 Min., OmU
It • Stummfilm mit Livemusik • Fr. 8.5. / 19:00 *
am Klavier: Eunice Martins, Berlin; Einführung: Winfried Pauleit, Uni Bremen
USA 1927, Regie: Clarence G. Badger, mit Clara Bow, Antonio Moreno, 72 Min.
La Cocina • Fr. 8.5. / 20:45 * Einführung: Petra Löffler, Universität Oldenburg
MEX/USA 2024, Regie: Alonso Ruizpalacios, mit Rooney Mara, 139 Min., OmU
La Cienaga • Fr. 9.5. / 14:00 * Einführung: Natalia Christofoletti Barrenha,
Royal Anthropological Institute, London
ARG/F/E 2001, Regie: Lucrecia Martel, mit Mercedes Morán, 102 Min., OmU
In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen.
Zama • Mo. 11.5. / 18:00
ARG/BRA/E 2017, Regie: Lucrecia Martel, mit Daniel Giménez Cacho, Lola Duñeas,
115 Min., OmU
In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen.
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Vortragsprogramm
Die Vorträge
Dr. Felix Hasebrink (Ruhr-Universität Bochum): Andere Rückräume. Infrastruktur und Desorientierung in Jia Zhangkes Still Life (2006)
Prof. Dr. Eva Kuhn (Humboldt-Universität zu Berlin): JEANNE DIELMAN als Kritik der Autonomie
Prof. Dr. Laura Rascaroli (University College Cork, Irland): Ethics and Politics of Gesture in Antonioni’s Cinema
Dr. Dominic Lash (Anglia Ruskin University, Großbritannien): Zooming underwhelmingly: cinematic worldhood and the zoom lens
Dr. Ina Karkani (University of Toronto, Kanada): Visceral Realism and the Aesthetic of Overwhelm: Sky Hopinka’s Sunflower Siege Engine (2022) and Dislocation Blues (2017)
Prof. Dr. Andrea Seier (Universität Wien, Österreich): Überforderung und grausamer Optimismus: Über das Ausfransen der Genres im Kino des Prekären
Dr. David Kleinekottmann (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig): Atomisierung der Überforderung. Zur Sichtbarmachung neoliberaler Arbeitswelten in Thomas Imbachs Well Done (CH 1994)
Dr. Michael Fleig (Universität Regensburg): Spielräume der Überforderung: Indigene Sportfilme und die Aufarbeitung kolonialer Traumata
Prof. Dr. Petra Löffler (Universität Oldenburg): Arbeit – Liebe – Kino in Zeiten der Überforderung. Eine Annäherung an Alfonso Ruizpalacios La Cocina (2024)
Prof. Dr. Heike Klippel (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig): Fremde im Haus – Überforderung im privaten Alltag
Dr. Natalia Christofoletti Barrenha (Royal Anthropological Institute, London, Großbritannien): How To Be Disoriented: The Miseducation of the Senses and the Unreliable Reality in Lucrecia Martel’s Films
Dr. Denis Sasse (Universität Bielefeld): Überforderung als Narrativ: Individuelles Handeln unter institutionellen Begrenzungen in „Das Lehrerzimmer“ (2023) und „Heldin“ (2025)
Prof. Dr. Dr. Rudolf Thomas Inderst (Hochschule Neu-Ulm): Adaptation Fatigue: Überforderung zwischen Film & Spiel
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Information
Figuren der Überforderung
Modernisierung, Individualisierung, Desorientierung
6.–9. Mai 2026
Ort: CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V., Birkenstr. 1, 28195 Bremen
Kontakt und Akkreditierung
Malene Düvell, duevell@city46.de
Tel. +49 421 / 449 635 83 (bitte auf den AB sprechen)
Das Filmsymposium wird gefördert durch die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/ Bremen mbH, die DFG und das Instituto Cervantes Bremen.
Veranstalterseiten: www.uni-bremen.de // www.city46.de
Preise: Der Eintritt für die Vorträge ist frei.
Einzelfilmticket: 9 € / 5,50 € erm. / 4 € Koki-Mitglieder
Stummfilm: 10 € / 7,50 € erm. / 6 € Koki-Mitglieder
Dauerkarte: 35 € / 25 € erm. / 15 € Koki-Mitglieder
CITY 46 / Kommunalkino Bremen e. V.
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