Interkulturelles Haus | Foto: Linda Hoffmann

Interkulturelles Haus | Foto: Linda Hoffmann

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Quelle: Linda Hoffmann
Rechtehinweis: Bild darf für reaktionelle Berichterstattung genutzt werden.

Kulturinsel

Newsletter Apri 2026

"IRGENDWANN - Eine dokumentarische Performance über das Alter(n)" und "HIMMELWEG" von Juan Mayorga am Theater unterm Dach Berlin

Berlin, 23.04.2026

WIR SIND UMGEZOGEN! --- Neue Spielstätte in der Schönfließer Straße 7 eröffnet mit 2 Premieren



Quelle: Foto: Felix Steinhardt

Sehr geehrte Pressevertreter*innen,

nach vier Monaten Spielpause öffnet das Theater unterm Dach (TuD) endlich wieder seine Türen – wenn auch an einem neuen Ort: Aufgrund der anstehenden Sanierung ist das Theater für die nächsten drei Jahre in das Interkulturelle Haus in der Schönfließer Straße 7, 10439 Berlin gezogen.

Mit großer Vorfreude präsentieren wir Ihnen diesen neuen Spielort nun erstmals – und feiern diesen Neuanfang mit gleich zwei Premieren.

 

Premiere: 24. April 2026 

ERSTER PANKOWER FRIEDENSGIPFEL Eine Stückentwicklung von metzner&schüchner und Stephan Thiel

WER IST EIGENTLICH ZUSTÄNDIG FÜR DEN RECHTSRUCK?

Mit ERSTER PANKOWER FRIEDENSGIPFEL entwickeln metzner&schüchner und Stephan Thiel einen Theaterabend, der die deutsche – und österreichische – Unfähigkeit zur Selbstkritik konsequent auf die Bühne bringt: schrill, präzise und erschreckend aktuell.

„ICH HASSE DIE WESTDEUTSCHEN!" – so beginnt eine Reise in die Untiefen kollektiver Identität. Eine westdeutsche, eine ostdeutsche und eine österreichische Delegation treffen aufeinander und ringen beim Ersten Pankower Friedensgipfel um die Deutungshoheit in Sachen NS-Erbe und Rechtsruck. Wer trägt die Verantwortung, wenn der Leitwolf der Identitären Bewegung wieder durch Brandenburg streift? Wer darf sich als Opfer bezeichnen – und wer hat die Hauptrolle in der Geschichte des Versagens? Opfer-, Haupt- und Nebenrollen werden vehement neu besetzt.

Mit scharfem Witz und performativer Energie legt das Trio die Mechanismen nationaler Selbsterzählungen bloß: das kollektive Verdrängen, das gegenseitige Zeigen mit dem Finger, die absurde Komik geschichtspolitischer Zuständigkeitsdebatten. Eine Konfrontation mit Kollateralerkenntnissen.

ERSTER PANKOWER FRIEDENSGIPFEL ist ein Abend über Schuld und Unschuld, über Erinnerungskultur und deren Leerstellen – und über die Frage, wer eigentlich das Recht hat, den ersten Stein zu werfen.

Stückentwicklung & Spiel: Mareile Metzner, Christoph Schüchner und Stephan Thiel

Spieltermine: 24., 25. und 26. April sowie 20. und 21. Juni 2026, jeweils 20:00 Uhr


BEING ORLANDO - Foto: Manuel Meinhardt
Quelle: Foto: Manuel Meinhardt

Premiere: 01. Mai 2026

BEING ORLANDO Ein feministischer Monolog für Männer von Tjana Thiessenhusen
Mit Texten von Virginia Woolf

WIE BRINGT MAN DEN FEMINISMUS AN DEN MANN?

Mit BEING ORLANDO entwickelt Tjana Thiessenhusen einen Theaterabend, der die Idee von Männlichkeit konsequent in Frage stellt, ausstellt, verschiebt und zunehmend ad absurdum führt.  Ausgehend von Virginia Woolfs Figur Orlando entsteht eine eigenständige, zeitgenössische Auseinandersetzung mit Geschlecht als sozialer Praxis und performativem Akt, die aktueller kaum sein könnte.
Im Zentrum steht der Schauspieler Orlando (Valentin Kleinschmidt). Orlando versucht, sich in einer Rolle zu behaupten, die zunehmend brüchig wird: die des Mannes. Zwischen Bühne und Alltag gerät sein Selbstbild ins Wanken. Erwartungen, Projektionen und eigene Ansprüche beginnen sich zu widersprechen. Orlando durchlebt verschiedene Leben und Identitäten, die in ihrer männlichen Sozialisierung zugespitzt werden und zum Scheitern verurteilt sind.
Doch plötzlich wird Orlandos Welt eine völlig andere: Er wird über Nacht zu einer Frau. Orlando erfährt am eigenen Leib, dass seine - bzw. jetzt ihre - bisherigen Annahmen über das weibliche Geschlecht nicht mit ihrer neuen Realität übereinstimmen.  
Die Figur nähert sich im Verlauf des Abends auf der Suche nach ihrem „wahren“ Ich dem Feminismus an, der nicht als Bedrohung für Männer, sondern als notwendige und heilsame Perspektive erscheint.
Der Bühnenraum der Inszenierung, der als Videoinstallation angelegt ist, sowie die  Live-Musik erweitern  die Figur um eine besondere Form der Intimität.
BEING ORLANDO ist ein Soloabend über Zuschreibungen und Selbstentwürfe, über Identität, Macht und Verletzlichkeit - und über die Frage nach dem „wahren Ich“.
 
Text & Regie: Tjana Thiessenhusen
Bühne: in Zusammenarbeit mit Sarah Methner
Mit Valentin Kleinschmidt

 

Wir freuen uns über Ihre Vorankündigung und Berichterstattung und reservieren Ihnen gern ein Ticket. Dafür und bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter presse@theateruntermdach-berlin.de.

 

Herzliche Grüße

Thorsten Schlenger

Leitung Theater unterm Dach


Interkulturelles Haus | Foto: Linda Hoffmann
Quelle: Linda Hoffmann

Das Theater unterm Dach, kurz TuD, hat seinen Interimspielort in der Schönfließer Straße 7. Es ist ein zentraler Produktions- und Aufführungsort für zeitgenössisches Sprechtheater der Freien Theaterszene Berlins. Die Förderung von jungen Autor:innen und Regietalenten sowie die Unterstützung frei arbeitender Schauspieler:innen und Ensembles ist erklärtes Ziel des Hauses. Dem Publikum bietet das TuD bis zu 12 Premieren mit zeitgenössischen Stücken, Uraufführungen und Stückentwicklungen. Zudem stehen Gastspiele anderer Produktionshäuser sowie Autor:innenlesungen auf dem Programm.