HKH_Paula Modersohn-Becker, Rote Georginen, um 1904_M10573

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Quelle: Hessen Kassel Heritage
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Hessen Kassel Heritage

HKH - Paula Modersohn-Becker in der Neuen Galerie

Anlässlich des 150. Geburtstags von Paula Modersohn-Becker zeigt Hessen Kassel Heritage in der Neuen Galerie in Kassel das Gemälde „Mohnblumen vor Gehölz“ der Künstlerin. Paula Modersohn-Becker wurde am 8. Februar 1876 in Dresden geboren. Zentrale Stationen der bereits mit 31 Jahren verstorbenen Künstlerin waren Bremen, Worpswede und Paris.

Kassel, 24.02.2026

blass rot - PM
Quelle:

24.2.2026


Blumen zum Geburtstag: Paula Modersohn-Becker in der Neuen Galerie


Anlässlich des 150. Geburtstags von Paula Modersohn-Becker zeigt Hessen Kassel Heritage in der Neuen Galerie in Kassel das Gemälde „Mohnblumen vor Gehölz“ der Künstlerin. Paula Modersohn-Becker wurde am 8. Februar 1876 in Dresden geboren. Zentrale Stationen der bereits mit 31 Jahren verstorbenen Künstlerin waren Bremen, Worpswede und Paris.  

Paula Modersohn-Becker zählt zu den Pionierinnen der Moderne und gilt als Paradebeispiel weiblicher Selbstbestimmung um die Jahrhundertwende. In einem Brief an ihre Mutter schrieb sie 1899: "Ich habe so den festen Willen und Wunsch, etwas aus mir zu machen, was das Sonnenlicht nicht zu scheuen braucht." Das hat sie aus heutiger Sicht ohne Zweifel geschafft. Als erste Künstlerin hat sie sich selbst nackt und als Schwangere portraitiert. Neben Aktdarstellungen und Porträts insbesondere von Frauen und Kindern gehört auch die Darstellung der Natur zu ihren zentralen Themen.

Die Künstlerin verbrachte längere Zeit in der Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen. Ab 1898 studierte sie dort bei Fritz Mackensen. In Worpswede lernte sie auch ihren späteren Mann, den Maler Otto Modersohn, kennen. 

Mohnblumen vor Gehölz

Die roten Mohnblumen sind nah an den Bildrand gerückt, hinterfangen von streng gestaffelten Baumstämmen. Das Bild ist ein Beispiel für die engen Bildausschnitte ihrer Bilder und die bewusste Abkehr vom Tiefenillusionismus sowie der reduzierten Formensprache. Neben der Suche nach der "großen Einfachheit der Form" steht auch die atmosphärische Stimmung im Fokus. Paula Modersohn-Becker entwickelte einen unverwechselbaren Stil, der den Weg in die Moderne ebnete und mit den damaligen Konventionen brach. Details wurden vereinfacht, Formen und Strukturen bestimmten den Bildaufbau. 

Das kleinformatige Gemälde wird in der Neuen Galerie in direkter Nachbarschaft zu Bildern von Carl Bantzer präsentiert, der um 1900 ein prägender Protagonist der Willingshäuser Künstlerkolonie bei Marburg war. 

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Paula Modersohn-Becker (1876-1907)
Mohnblumen vor Gehölz, um 1902
Öl auf Pappe, 30,5 x 34 cm
Hessen Kassel Heritage, Sammlung Kunst des 19.-21. Jahrhunderts


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