Autor Stefan Schenkl

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Kritik an Leipziger Buchmesse

Der preisgekrönte Schriftsteller Stefan Schenkl, der selbst schon elfmal im Rahmen von Leipzig liest auftrat, kritisierte in einem Schreiben an die Leitung der Leipziger Buchmesse die Absage der Romanlesung von Maximilian Krah als „sehr gefährlichen Präzedenzfall".

Bamberg, 20.02.2026

Kritik an Leipziger Buchmesse 

Der preisgekrönte Schriftsteller Stefan Schenkl, der selbst schon elfmal im Rahmen von Leipzig liest auftrat, kritisierte in einem Schreiben an die Leitung der Leipziger Buchmesse die Absage der Romanlesung von Maximilian Krah als  „sehr gefährlichen Präzedenzfall", mit welchem die Buchmesse etwas überschritten habe, was in der Kultur als absolute rote Linie angesehen werde. Völlig unabhängig vom aktuellen Fall und wie man zu Herrn Krahs Meinungen stehen möge, sei mit der „konstruierten Ausrede" ein Instrumentarium geschaffen worden, um neben der Freiheit der Kunst auch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu bekämpfen und Schriftsteller in Deutschland mundtot zu machen. Da wahre Schriftsteller als Individualisten keiner Einheitsmeinung folgten und kreativere gesellschaftspolitische Entwürfe zu präsentieren pflegten, stelle eine Meinungsdiktatur gerade bei einer Buchmesse eine besonders große Gefahr dar. Stefan Schenkl rief dazu auf, die rote Linie von Kulturverboten unangetastet zu lassen, die Entscheidung zu revidieren und sich von der Ideologie vorgeschriebener Einheitsmeinungen, welche die Gesellschaft langfristig wichtiger Gedanken beraube, zu distanzieren.