Hella Berent, Echoes of Love in July, 2025 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Guido Schiefer
Quelle: Hella Berent © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Guido SchieferRechtehinweis: Bild darf für reaktionelle Berichterstattung genutzt werden.
Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst
EMPTY VOID
Hella Berent - EMPRTY VOID - Archäologie des Bewusstseins | 22.02.-17.05.2026 | Die Ausstellung "EMPTY VOID | Archäologie des Bewusstseins" widmet sich dem Werk von Hella Berent. Ausgehend von der Zeichnung als Fundament ihrer künstlerischen Praxis entwickelt sie Malerei, Keramikskulpturen und Installation. In diesen Medien untersucht sie Leere nicht als Abwesenheit, sondern als produktiven Erfahrungsraum zwischen Körper, Material, Farbe und Wahrnehmung. Leere erscheint dabei als ein Archiv von Zeit, Erinnerung und kultureller Erfahrung.
EMPTY VOID - Archäologie des Bewusstseins
Hella Berent
22. Februar - 17. Mai 2026
Mit EMPTY VOID – Archäologie des Bewusstseins präsentiert das Syker Vorwerk das vielschichtige Werk der Künstlerin Hella Berent, eine wichtige Vertreterin einer konzeptuell-zeichnerischen Position in Deutschland. Ihre Arbeiten verbinden sinnliche Materialität mit einem poetischen Denken über Wahrnehmung, Raum und kulturelle Identität. Die Ausstellung zeigt zentrale Werkgruppen und macht die transkulturellen Dimensionen ihrer Praxis erfahrbar.
Ausgehend von der Zeichnung als zentralem Fundament erweitert Berent seit den 1970er Jahren das Konzept des „extended drawing“ in den Raum. Aus Linien entstehen Malerei, Keramikskulpturen, Installationen, Fotografien, Künstlerbücher und Videoarbeiten, die Körper, Material und Raum zu interaktiven Erfahrungsfeldern verschmelzen lassen. Farbe ist dabei ein wesentliches Gestaltungsmittel: Arbeiten aus 2025 auf feinstem Papier zeigen intensive Akzente in Silber, Gold, Schwarz, Magenta und leuchtendem Blau, die Tiefe, Intensität und sinnliche Erfahrung transportieren.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die Installation Ägyptische Zunge im Gewölbekeller des Syker Vorwerks. Erstmals wird dieser historische Untergeschoss-Raum von einer Künstlerin bespielt. Die Installation greift architektonische Strukturen antiker orientalischer Bauweisen auf: Mauern, Hohlformen und glasiertes Material schaffen einen Spannungsraum zwischen Innen und Außen, Dichte und Leere. Der Leerraum wird zu einem Erfahrungsraum, in dem Zeit, Erinnerung und Wahrnehmung unmittelbar erlebt werden können.
Berents künstlerische Praxis ist geprägt von intensiven Aufenthalten und Projekten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten von Italien über Ägypten, Indien und den Iran bis nach Südeuropa und Japan. Dabei verbindet sie ästhetische, literarische und philosophische Bezüge mit einer forschenden Auseinandersetzung mit Material und Raum.
Das Werk von Hella Berent gewinnt in der heutigen Zeit besondere Relevanz: Es eröffnet transkulturelle Perspektiven, begreift Differenz als Bereicherung und zeigt, wie Kunst Verständigung über Sprachen, Religionen und Weltbilder hinweg ermöglichen kann. Die Ausstellung versteht sich zugleich als Beitrag zu aktuellen Diskursen über kulturelle Differenz, Erinnerung und Migration. In ihren poetischen Rauminstallationen schafft Berent Gegenräume zu Abgrenzung und Entfremdung und eröffnet die Möglichkeit gemeinsamer, sinnlicher Erfahrung.
Hella Berent wurde 1948 in Thedinghausen geboren, wuchs in Bremen auf und lebt heute in Köln sowie international. Nach ihrem Studium der freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (1968–1976) sowie an der Universität Hamburg zog es sie in die Welt hinaus. Erste Stationen führten nach Italien, später in den Orient, nach Ägypten, Indien, in die Türkei, die USA und zuletzt nach Japan. Seit 1988 hat Köln für Berent eine feste Arbeitsstation.
Eröffnung: 22. Februar 12 Uhr, mit einer Einführung von Nicole Giese-Kroner
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Der Eintritt in die Ausstellung ist frei!
Besucheradresse: Waldstraße 76, 28857 Syke
Postadresse: Am Amtmannsteich 3, 28857 Syke
Tel.: +49 (0)4242 5774 10
Fax: +49 (0)4242 5774 11
info@syker-vorwerk.de
www.syker-vorwerk.de
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