Quelle:

Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V.

Museumskonzerte: 6. Sinfoniekonzert

Im 6. Sinfoniekonzert am 8./9. Februar 2026 spielt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Guggeis drei Werke aus dem Jahr 1938. Der junge Geiger Elias David Moncado, Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Student an der Kronberg Academy, gibt sein Debüt bei den Museumskonzerten.

Frankfurt a. M., 27.01.2026


Quelle:

6. Sinfoniekonzert:

Barraine – Korngold –
Schostakowitsch

So 08.02.2026, 11 Uhr
Mo 09.02.2026, 20 Uhr
Alte Oper Frankfurt, Großer Saal

Elias David Moncado Violine
Thomas Guggeis Dirigent
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Elsa Barraine (1910–1999)
Sinfonie Nr. 2

Erich Wolfgang Korngold (1897–1957)
Violinkonzert D-Dur op. 35

Dmitrij Schostakowitsch (1906–1975)
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

Das Jahr 1938

Im 6. Sinfoniekonzert am 8./9. Februar 2026 spielt das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Guggeis drei Werke aus dem Jahr 1938: die Sinfonie Nr. 2 der französischen Widerstandskämpferin Elsa Barraine, das Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold und die fünfte Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch. Der junge Geiger Elias David Moncado, Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Student an der Kronberg Academy, gibt sein Debüt bei den Museumskonzerten.

Das Jahr 1938 war ein Jahr der Umbrüche, politisch wie musikalisch. Mit dem russischen Wort für „Krieg“ betitelte Elsa Barraine ihre Sinfonie Nr. 2. Nach dem Anschluss Österreichs und dem Münchner Abkommen lag in Europa Krieg in der Luft, und der weitere Verlauf der Ereignisse sollte ihr recht geben.

Erich Wolfgang Korngold beobachtete die europäischen Ereignisse des Jahres 1938 bereits von Hollywood aus und entschied sich, nicht nach Europa zurückzukehren. Motive aus seinen Filmmusiken waren später Ausgangspunkt für sein heute berühmtes Violinkonzert, das beides vereint: Hollywood und deutsch-österreichische Romantik.

Als Dmitrij Schostakowitsch seine Sinfonie Nr. 5 d-Moll schrieb, tobte in der Sowjetunion der Große Stalinistische Terror. Nach der vernichtenden Kritik der Kommunisten an seiner Opernmusik bangte Schostakowitsch um sein Leben und suchte einen Weg, sich zu rehabilitieren. Dies gelang ihm mit seiner fünften Sinfonie, die von den Staatsspitzen als „Antwort auf berechtigte Kritik“ akzeptiert wurde. Jedoch sei dieses Werk völlig missverstanden worden, sagte Schostakowitsch später. Man müsse schon ein kompletter Trottel sein, um nicht zu hören, dass der Jubel erzwungen sei.

 

Vorverkaufsstellen: Frankfurt Ticket RheinMain GmbH, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz 1, 60313 Frankfurt am Main, Tel. (069) 13 40 400
Online-Ticketbuchung: www.museumskonzerte.de (print@home möglich), Ticketpreise: 35–71€

Weitere Informationen: Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V.
Goethestraße 32, 60313 Frankfurt am Main, Tel. (069) 28 14 65
info@museumskonzerte.de, www.museumskonzerte.de