Hannover, 02.02.2026

2. Februar 2026


PRESSEMELDUNG


Das Festival wurde durch den Abend Mixed Bill des US-amerikanischen Choreografen Kyle Abraham eröffnet, der eine Werkschau von drei existierenden Stücken sowie die nachdenkliche Uraufführung von Mediation Reprise präsentierte. Darin verhandelt er die Gewalt gegen Schwarze Menschen in den USA. Der Abend begeisterte nicht nur wegen seiner bitteren Aktualität, sondern auch wegen seiner ästhetischen Vielfalt. 

Die internationalen Gastspiele verorteten Tanz als künstlerisch-kritischen Kommentar in ihren jeweiligen Herkunftsländern. Während Beugré in Épique ! (pour Yikakou) tänzerisch und musikalisch den Ahnen ihrer Heimat nachging, reflektierte SoftMachine: The Return von Choy Ka Fai Tanz als Ausdruck von Identität, Geschichte und Freundschaft. Jerron Herman – krankheitsbedingt nicht tänzerisch im Einsatz – choreografierte den sehbehinderten Tänzer-Choreografen Christopher „Unpezverde“ Núñez in der Ausstellung Self-Portrait as a Pregnant Woman von Teresa Solar Abboud im Kunstverein Hannover.

Insgesamt kommt man auf eine Auslastung von 84% (Stand: 1 FEB, 00:00 Uhr). Über 1400 Menschen besuchten die vier Veranstaltungen auf den Bühnen. Bei den sechs Veranstaltungen mit freiem Eintritt wurden insgesamt etwa 930 Besucher*innen gezählt. 

Festivalleiterin Melanie Zimmermann freut sich darüber, dass das Festival mit seiner dritten Ausgabe in der Außenwahrnehmung an Bedeutung gewinnt:

 „Diese Ausgabe war eine besondere, weil wir das Festival nun zum dritten Mal veranstaltet haben: Real Dance hat jetzt Tradition! Wir haben unseren Platz in der Szene hier gefunden und arbeiten sehr gerne mit den Künstler*innen und Institutionen zusammen, um noch mehr Vielfalt und Internationalität des Tanzes in der Stadt zu produzieren. Diese Ausgabe war auch deswegen eine besondere, weil wir zwei für unser kleines Festival außergewöhnlich große Projekte im Programm hatten, in die viel Herzblut geflossen ist. Mit Kyle Abraham hat ein Choreografie-Weltstar eine Uraufführung in Hannover gefeiert und mit dem Brujas Kollektiv hat Hannover zudem gesehen, wie wichtig es ist, jungen Talenten der Stadt eine Plattform zu geben und sie zu fördern. Für das Bühnenprogramm und die Teilnahme am Battle sind viele internationale Gäst*innen angereist, was zeigt, dass das Festival an Wichtigkeit gewinnt. Am meisten freut mich jedoch, dass sich anscheinend viele Zuschauer*innen, die nicht so oft ihren Weg ins Theater finden, bei uns wohlgefühlt haben. Wir können auf ein sehr breites und vielfältig interessiertes Publikum zurückblicken und werden auch für die kommenden Ausgaben des Real Dance Festivals daran arbeiten, möglichst viele Anschlüsse an ästhetisch relevante und wegweisende Produktionen anzubieten. Real Dance ist für Hannover gemacht, und ich glaube, das spüren die Menschen."

 

2027 findet das Real Dance Festival in der letzten Januarwoche statt. 



Das Real Dance Festival 2026 ist eine Veranstaltung der Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH und wird gefördert durch die Landeshauptstadt Hannover, die Stiftung Niedersachsen und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Honorarfreie Fotos des Programms finden Sie im Pressebereich auf unserer Website www.realdance.de.



Pressekontakt

Alexandra Lauck
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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