Romeo und JuliaTheater Krefeld und Mönchengladbach gGmbH |
Ballett von Robert North nach William Shakespeare Musik von Sergej Prokofjew (1891–1953) Musikalische Leitung: GMD Graham Jackson Choreografie: Robert North Choreografie-Assistenz: Sheri Cook Bühne und Kostüme: Andrew Storer Dramaturgie: Regina Härtling Blühende Jugend und bitterer Tod: Die Tragödie um Romeo und Julia von William Shakespeare gehört zu den berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Dabei griff ihr Autor für das um 1596 entstandene Stück auf noch ältere Quellen des Stoffes zurück. Eine der bekanntesten Adaptionen ist der Ballettklassiker des russischen Komponisten Sergej Prokofjew: Das Werk entstand 1936, als Prokofjew – der seine Heimat nach der Oktoberrevolution verlassen und ein unstetes Wanderleben zwischen der westlichen Welt und der stalinistischen Sowjetunion geführt hatte - nach Moskau zurückkehrte. Die erste Aufführung in der Sowjetunion fand am 11. Januar 1940 in Leningrad mit Galina Ulanowa statt, ein gutes Jahr nach der Uraufführung am 30. Dezember 1938 in Brno in der damaligen Tschechoslowakei. Im Hinblick auf die stilistische Vielfalt, den Einfallsreichtum und die kompositorische Meisterlichkeit ist Romeo und Julia zweifellos ein Schlüsselwerk Sergej Prokofjews, mit dem er die russische Balletttradition fortsetzte und weiterentwickelte: Klassische Strukturen und moderne Tonalität, rhythmisch-motorische Finessen, leitmotivisch eingesetzte Themen, herbe Lyrik und dramatische Kraft, ja sogar groteske Elemente verschmelzen zu einer unverkennbaren Klangsprache, die die Figuren und ihre Beziehungen zueinander facettenreich und psychologisch genau charakterisiert. Robert North und Andrew Storer blicken mit ihrer Konzeption in die Zeit vor Shakespeare zurück: Sie nähern sich der ursprünglichen Legende, indem sie sich optisch von den Werken berühmter Künstler der Renaissance wie Giotto, Simone Martini, Ghirlandaio und Filippo Lippi inspirieren ließen und die intime Liebesgeschichte in den Mittelpunkt stellen. In der Choreografie von Robert North wird die Ballett-Compagnie die ergreifende und zugleich mahnend-anklagende Tragödie tänzerisch mit Leben erfüllen, während die Niederrheinischen Sinfoniker Prokofjews brillante Partitur virtuos erklingen lassen Vorstellungsdauer: ca. 3 Stunden, 2 Pausen
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