DER ZAUBERBERGMit Sören Wunderlich, Thomas Gimbel, Daniel Friedrich, Ernst StankovskiBad Hersfelder Festspiele |
DER ZAUBERBERG
nach dem Roman von Thomas Mann
in der Bühnenbearbeitung von Vera Sturm und Hermann Beil
mit Sören Wunderlich (Grosser Hersfeldpreis 2012), Thomas Gimbel, Daniel Friedrich, Charlotte Sieglin, Nikolaus Kinsky, Stephan Ullrich, Jörg Reimers, Annett Kruschke, Parbet Chugh, Birthe Gerken, Maddalena Hirschal, Maaike Schuurmans, Iris Maier und Wolfgang Jaroschka.
Regie: Janusz Kica
Stiftsruine
Eigentlich will Hans Castorp, ein junger Hamburger Ingenieur, nur seinen Vetter in einem Berg-Sanatorium besuchen. Zunächst befremdet ihn das Leben dort, dann fasziniert es ihn immer mehr. Interessante Menschen und unterschiedliche Ideologien begegnen ihm „oben“ auf dem Zauberberg. Sieben Jahre bleibt er auf dem Berg, weit weg vom Leben „da unten“. Doch der Realität und den Grausamkeiten des Ersten Weltkrieges können sich auch die Patienten im abgeschiedenen Sanatorium nicht entziehen.
... das Ensemble ist alles andere als einigermaßen, die sind wirklich großartig.
(Dr. Ruth Fühner/ HR2 Frühkritik)
Aller guten Dinge sind drei: Nach den von Publikum und Kritik geradezu enthusiastisch gefeierten Premieren von „König Lear“ und „Anatevka“ gab es auch für den „Zauberberg“ reichlich Beifall und Bravo-Rufe für Sören Wunderlich. Die positive Resonanz für das wohl sperrigste Stück auf dem diesjährigen Spielplan ist für die Bad Hersfelder Festspiele darüber hinaus ein Stück weit Bestätigung, dass hier neben den populären Stoffen nach wie vor Platz ist für ambitioniertes Theater, das das Risiko nicht scheut. (HZ/Karl Schönholtz)
Was hätte Thomas Mann dazu gesagt? Er wollte ursprünglich gar keinen tausendseitigen Roman schreiben, sondern ein kurzes, heiter-ironisches Satyr-Spiel. Der Stoff ist ihm beim Schreiben zu einem Riesenepos ausgewachsen. In Bad Hersfeld wird es nun tatsächlich zum Satyr-Spiel mit Märchencharakter verkleinert. Dem Meister aus Lübeck könnte es auf seiner Wolke sieben durchaus gefallen. (FAZ/ Hans Riebsamen)
Herausragend war die Leistung des engagierten Sören Wunderlich in der Hauptrolle des Hans Castorp, der gesund zu Besuch in ein Sanatorium in den Schweizer Bergen kommt und letztlich sieben Jahre bleibt. Amüsant
Herausgearbeitet wurden die verschrobenen Charaktere in dem abgeschiedenen Berghof. (z.B. Frankfurter Neue Presse/Jörn Perske,dpa)
Spektakulär und stimmungsvoll: das Schneegestöber, in dem Hans Castorp geläutert wird. Sören Wunderlich spielt ihn intensiv-glaubwürdig zunächst als naives Familiensöhnchen und reinen Toren, dann als einen von Liebe verzehrten Mann ohne Zukunft, die Todessehnsucht überwindet. Rundum überzeugend beispielsweise auch Thomas Gimbel als wackerer Ziemßen, Daniel Friedrich als elegant-lässiger Hofrat Behrens, Nikolaus Kinsky als Seelenzergliederer Krokowski, Stephan Ullrich als leidenschaftlicher Humanist Settembrini, Wolfgang Jaroschka als ohnmächtiger Genusssmensch Peeperkorn und Charlotte Sieglin als geheimnisvoll-mondäne Clawdia.
(Christoph A. Brandner/Fuldaer Zeitung)
"Es gibt so viele verschiedene Arten von Dummheit, und die Gescheitheit ist nicht die beste davon”, sagt Hans Castorp zu dem Patienten Settembrini, als er sich im Wertesystem des Zauberbergs eingefunden hat. Sören Wunderlich verkörpert Hans Castorp mit beeindruckender Subtilität, und Dynamik, folgt sensibel dem Rollenwechsel Castorps vom jungen Ingenieur zum Patienten der Davoser Klinik und zum Liebhaber der Clawdia Chauchat (Charlotte Sieglin). Meisterhaft zeigt er, wie sich in Hans Castorp, das Wertesystem des Zauberbergs zu verkörpern beginnt, wie die Zeit, die Liebe und das Leben neue Dimensionen gewinnen. (Klaus Scheuer/Osthessennews)
Der 33-jährige Sören Wunderlich ist als Castorp eine Entdeckung. Wie ein Welpe schlakst er herum, unerfahren in seiner Männlichkeit. Knipst ein überdimensionales Grinsen an, um Unsicherheit zu übertünchen, wenn die angebetete Clawdia Chauchat (mit wiegenden Hüften sehr erotisch: Charlotte Sieglin) naht. (Bettina Fraschke/ HNA)
Neben Sören Wunderlich, der sein großes Pensum mit Hingabe und Bravour absolviert, ragen Charlotte Sieglin als geheimnisvolle Glawdia Chauchat und Daniel Friedrich (Hofrat Behrens) als zynisch-überlegener Halbgott in Weiß hervor. Die Figur des Mynheer Peeperkorn, in der Thomas Mann der elementaren Natur und dem dionysischen, rauschhaften Leben ein Denkmal gesetzt hat, ist bei Wolfgang Jaroschka in allerbesten Händen. Er verleiht dem gealterten Lebemann jovial-gönnerhafte Züge. (Thomas Schmitz-Albohn/ Gießener Anzeiger)
Vom 27.6. bis 3. August
Dauer: ca. 2:15 Std.
62. Bad Hersfelder Festspiele
Termine
momentan sind keine Termine eingetragenKontakt:
36251 Bad Hersfeld
kartenzentrale@bad-hersfeld.de
http://www.bad-hersfelder-festspiele.de
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