Lienhard von MonkiewitschSein & ScheinKunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon |
Monkiewitsch trifft Kandinsky, Klee und Kollegen
Doppelausstellung im Kunstmuseum Celle
Ein Zeitsprung von der Moderne bis in die Gegenwart ist die neue Doppelausstellung im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon. Wie Kandinsky, Klee, Marc, Baumeister, Schwitters und weitere Kollegen aus der damaligen Kunst-Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Bild an seine Grenzen trieben, zeigt die Kabinett-Ausstellung „Ausdruck der Moderne“. Die Auswahl stammt aus der exquisiten Grafik-Sammlung der Städtischen Galerie Delmenhorst. Sie dokumentiert das lebhafte Nebeneinander von expressiven, futuristischen und kubistischen Ansätzen für eine Revolution der Kunst. In der Unmittelbarkeit der kleinformatigen Handzeichnungen, Holzschnitte und Lithografien wird deutlich, mit welcher Intensität die Künstler sich den gestalterischen und gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit gestellt haben und diese mit Nachdruck neu formulierten.
Weiter geht es mit Lichtgeschwindigkeit in die Gegenwart: Direkt neben den grafischen Klassikern zeigt der Maler Lienhard von Monkiewitsch seine neuesten Werke in der Ausstellung „Sein & Schein“.
„So spannungsvoll der Kontrast zwischen Monkiewitschs kühlen Abstraktionen und den Bildideen der Moderne erscheinen mag, seine Kunst hat genau hier ihre Wurzeln“, erläutert der künstlerische Leiter Robert Simon den Hintergrund für die Konfrontation der unterschiedlichen Positionen. Die Suche nach dem „schwärzesten Schwarz“ und Zufallsexperimente mit dem Ziel, ein neues Bildverständnis zu entwickeln, bestimmen seit Jahren das Schaffen des Malers. Die aktuellen Arbeiten versprechen ein besonderes Seherlebnis: Frische, klare Farben im Wechsel mit schwarzen Farbflächen schichten sich auf den Bildträgern und erzeugen vor den Augen der Betrachter eine irritierend plastische Wirkung. Eine weitere Herausforderung an das Sehen und Verstehen bildet eine weitere Werkgruppe: Monochrome Farbfelder in Schwarz- und Brauntönen erzeugen eine amorphe Dunkelheit, die den Betrachter herausfordert, Formen zu erkennen, deren Existenz im Bild nicht eindeutig ist. Als „Co-Autor“ beeinflusst der Betrachter somit die Ambivalenz zwischen Sein und Schein.
Die Ausstellungen „Ausdruck der Moderne. Grafische Schätze aus der Städtischen Galerie Delmenhorst“ und „Lienhard von Monkiewitsch. Sein & Schein“ eröffnen am Sonntag, den
13. Juni 2010 um 11.30 Uhr. Zur Einführung spricht Barbara Alms, Leiterin der Städtischen Galerie Delmenhorst. Lienhard von Monkiewitsch erläutert seine Werke in einem Künstlergespräch mit Martina Löhle. Beide Ausstellungen enden am 3. Oktober 2010. Weitere Informationen unter www.kunst.celle.de
Termine
momentan sind keine Termine eingetragenKontakt:
29221 Celle
kunstmuseum@celle.de
http://www.kunst.celle.de
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