Max Sudhues / Home Before DarkNassauischer Kunstverein |
Max Sudhues / Home Before Dark
7. Februar bis 18. April 2010
Eröffnung / Samstag, 6. Februar 2010, 17 –20 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
„Sei zu Hause, bevor es dunkel wird“ oder „Komm nach drinnen, bevor es draußen
im Dunkeln unheimlich, undurchsichtig und gefährlich wird“. Manches ist aber im
Dunkeln zu Hause, zumindest im Halbdunkeln um sich dort zu entfalten –wie die
Arbeiten von Max Sudhues (*1977).
Vom 7. Februar bis zum 18. April 2010 zeigt der NKV die Ausstellung HOME
BEFORE DARK des Künstlers, der unter Einsatz von alter und neuer Technik,
analogen und digitalen Projektionsmitteln sowie verschiedensten Alltagsobjekten wie Diamagazinen, Pflanzen, Plastikspielzeug oder auch einem Netz Orangen artifizielle Bildwelten generiert. Für die Ausstellung im NKV entwirft er einen
Projektionsparcours und erforscht auf vielfältige Manier natürliche und städtische Landschaften sowie deren Bewohner. Einige der Arbeiten werden erstmalig präsentiert.
Der Videoloop Approximately Infinite Universe (2010), ein surreales Eingangsportal,begrüßt den Ausstellungsbesucher mit aufgefächerten, märchen- bis alptraumhaften Landschaften und Gebäuden sowie zittrigen Bewegungen von Wasser und Luft. In der Rauminstallation Im bleichen Sommer (2010) erzeugt ein Netz Orangen aufeinem Projektor gitter- und zellähnliche Schattenstrukturen an der Wand, die sich mit der Videoprojektion eines geheimnisvollen Baumkletterers vermischen.
Sudhues’ bildnerische Strategie ist die der collagierten Projektion und der
technikaffine Künstler bezeichnet sich selbst als „Collagisten“. Alltagsobjekte werden so ins Verhältnis zu einer Lichtquelle platziert, dass sie Schatten an die Wand werfen, welche wiederum ein Video überlagern.
Eine Skyline aus ausrangierten, zum Teil auf einer Drehbühne befestigten
Diamagazinen entwirft die ortsbezogene Arbeit Drehende Städte/Turning Cities
(Version Wiesbaden) (2008/10). Das unscheinbare Diamagazin wird hierbei zum
Hauptdarsteller, der Diaprojektor zum Butler, der das Licht bringt und der Betrachter zum Protagonisten inmitten einer sich bewegenden Großstadt. Die verwendete Technik wie z.B. Oberlicht-, Video- oder Diaprojektoren ist in dieser Installation, wieauch in den anderen, präsent als Teil der Inszenierung aber auch Indiz, dass es sich um eine künstlerische Realität handelt.
Stets ist es bei Max Sudhues das Spiel zwischen Licht und Schatten, tatsächlichem Objekt und seiner Projektion oder Verfremdung, angelegt auf eine Veränderung der Wahrnehmung. Dinge erscheinen plötzlich bedrohlich und absurd und alltägliche Objekte finden in den Schatten und Videoprojektionen ihre Erhöhung zwischen Traum und Alptraum.
Max Sudhues studierte von 1999–2005 an der Kunstakademie Münster und war
Meisterschüler bei Timm Ulrichs. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Es erscheint eine Publikation.
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momentan sind keine Termine eingetragenKontakt:
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