Der goldne TopfStaatsschauspiel Dresden |
Ein Märchen aus der neuen Zeit
nach der Novelle von E. T. A. Hoffmann
Am Himmelfahrtstag im biedermeierlichen Dresden stößt der junge Student Anselmus den Korb einer alten Apfelhändlerin um, und nichts ist mehr wie es einmal war. Er verliebt sich in die blauen Augen einer Schlange, die sich im Weiteren als die Tochter des seltsamen Archivars Lindhorst herausstellt, für den er Texte abschreiben muss. In diesen Texten erkennt Anselmus die Geschichte des Archivars, der eigentlich ein Salamander ist und aus der sagenhaften Welt Atlantis verbannt wurde. Um heimkehren zu dürfen, muss er seine Schlangentochter verheiraten. Dies will die Bürgerstochter Veronika verhindern, die sich eine gemeinsame Zukunft mit dem künftigen Hofrat Anselmus erhofft und zu diesem Zweck eine Hexe beauftragt, ihn zu verzaubern, damit er zu ihr zurückkehrt. Im Wechselspiel zwischen Alltag und Zauberhaftem gerät Anselmus in einen Zweikampf, den das Fantastische und die Poesie gegen eine ernüchternde Realität von damals und heute führen.
E. T. A. Hoffmann (1776 – 1822) war Schriftsteller, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner, Theatermaler, Karikaturist und ist einer der wichtigsten Prosadichter der Romantik. Sein Werk ist gekennzeichnet vom Thema des Dualismus, den er variationsreich darstellt, beispielsweise als Gegensatz von fantasiereicher Kunst und bürgerlicher Normalität. Oftmals sind seine Texte in einer gebrochenen Perspektive geschrieben, die die Grenzen von Fiktion und Realität verwischt. Mit den sonderbaren Verfremdungen in seinen Kunstmärchen und Novellen bereicherte er dieses Genre. E. T. A. Hoffmann war von 1813 bis 1815 als Kapellmeister in Dresden angestellt.
Der Regisseur Sebastian Baumgarten wurde 1969 in Ostberlin geboren. Er studierte Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und war Assistent von Ruth Berghaus und Robert Wilson sowie Mitarbeiter von Einar Schleef. Seit 1992 arbeitet er sowohl als Schauspiel- als auch als Opernregisseur unter anderem in Berlin, Meiningen, Kassel, Kopenhagen, Frankfurt und Düsseldorf sowie an der Dresdner Semperoper. In der Spielzeit 2005.2006 inszenierte er Händels „Orest“ an der Komischen Oper Berlin. Für diese Interpretation wurde er zum Opernregisseur des Jahres gekürt. An der Semperoper Dresden brachte Baumgarten unter anderem Brittens „Peter Grimes“ (2007) auf die Bühne.
Mit:
Cathleen Baumann
Fabian Gerhardt
Picco von Groote
Wolfgang Michalek
Torsten Ranft
Max Renne
Sebastian Wendelin
Regie: Sebastian Baumgarten
Bühne: Kathrin Frosch
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Jörg Follert, Max Renne
Video: Stefan Bischoff
Dramaturgie: Jens Groß
Termine
26.03.2010 19:30 Uhr - SchauspielhausKontakt:
Staatsschauspiel DresdenTheaterstraße 2
01067 Dresden
http://www.staatsschauspiel-dresden.de
Telefon: (0351) 49 13 555
Tickets: (0351) 49 13 555
Fax: (0351) 49 13 981 (Kasse)
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