Deutsches Auswandererhaus

Columbusstraße 65, 27568 Bremerhaven
Tel. 0471/ 90 22 00

Auf der Flucht. Sieben Lebenswege nach Deutschland 1980-2010.

Sonderausstellung

Von Bremerhaven gingen über sieben Millionen Menschen nach Übersee – darunter auch hunderttausende politisch und rassisch Verfolgte. Heute nimmt die Bundesrepublik Deutschland selbst Flüchtlinge auf. Woran hängt das Herz, wenn man in der Fremde leben muss? – mit der Antwort auf diese Frage beginnt fast jede historische Auswandererbiographie im Deutschen Auswandererhaus. Ein neues Projekt sollte den Blick in die Gegenwart lenken und nach Antworten von heutigen Flüchtlingen suchen. Eineinhalb Jahre dauerten die Recherchen und Interviews, die Karin Heß, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Auswandererhauses, durchführte. In der Sonderausstellung „Auf der Flucht: Sieben Lebenswege nach Deutschland 1980 – 2010” stehen die bewegenden Lebensgeschichten von sieben Flüchtlingen aus Dagestan, Iran, Togo, Türkei, Kamerun und Sri Lanka im Mittelpunkt. Ergänzt durch Informationen über bürokratische Rahmenbedingungen im Aufnahmeland, die das alltägliche Leben und Zukunftsperspektiven der Menschen so sehr prägen. Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Pädagogischen Zentrum Bremerhaven. Bild: Gewonnen in neuer Heimat: Die Medaillen hat ein junger Projektteilnehmer bei Fußballturnieren und vor allem bei Schwimmwettkämpfen gewonnen. Sie stehen symbolisch für die Freundschaften, die er im Sportverein geknüpft und die positiven Erfahrungen, die er dort gemacht hat. Für viele Kinder und Jugendliche wäre es das Größte, Medaillen mit nach Hause zu bringen – für ihn wäre es eine Aufenthaltserlaubnis. (C)Deutsches Auswandererhaus/S.Volk