Die drei RätselOper für Kinder und Erwachsene von Detlev GlanertBoosey & Hawkes / Bote & Bock |
Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel
Inszenierung: Thilo Borowczak
Der junge Lasso beschließt, in ein geheimnisvolles Reich zu gehen zu dort König zu werden, indem er der Prinzessin drei Rätselfragen stellt, die sie nicht beantworten kann. Lassos wütende Mutter gibt ihm einen vergifteten Kuchen mit auf den Weg, denn er soll besser durch sie sterben, als an seinem Unsinn zugrunde zu gehen. Auf seinem Weg durch den Wald frißt ein Wildschwein seinen Kuchen auf; so entdeckt Lasso den Plan seiner Mutter. Gleich darauf wird er von Räubern an einen Baum gefesselt, die dann das Wildschwein essen; auch sie müssen sterben. Plötzlich fällt aus dem Baum ein Mann, der sich erfolglos das Leben nehmen wollte; er befreit Lasso.
Lasso und sein neuer Freund erreichen das seltsame Königreich, und in einer großen Zeremonie stellt Lasso der Prinzessin Scharada seine drei Rätsel – die sie nicht lösen kann. Großzügig, aber auch aus wachsender Sympathie heraus gestattet er ihr, die Hilfe aller ihrer Astrologen und Alchimisten mit in Anspruch zu nehmen. Doch alle Bemühungen nützen nichts. Nochmals gibt Lasso Scharada eine Chance: beide sollen in einem Bett die Nacht verbringen; schafft er es, sie zum Lachen zu bringen, hat er endgültig gewonnen. Tatsächlich gelingt ihm dies – doch der mißgünstige Hofstaat liegt schon auf der Lauer. Man hat Lassos Mutter herbeigeholt, die ihn nun erbost aus dem Bett zerrt. Ein Kampf entspinnt sich zwischen allen, und auf dem Höhepunkt vernichtet ein Erdbeben das ganze Schloß und das Königreich.
Als die Nebel sich lichten, sind Lasso, sein Freund und Scharada ganz allein am Meer, das leuchtet und zu großen Reisen einlädt. Der Freund verliebt sich in eine singende Muschel und bleibt bei ihr; Lasso und die Prinzessin ziehen fröhlich weiter in die Welt.
Pressestimmen
„Der Henze-Schüler hat zum Libretto von Carlo Pasquini exzellent instrumentiert, auf Tempo und Melodie gesetzt, mit Song-Anklängen verführt und ist auch in den grotesken Zuspitzungen immer noch einschmeichelnd geblieben... auch die neue Glanert-Oper hat alle Voraussetzungen, um sich im Repertoire zu etablieren." (Joachim Lange, Opernwelt 12/2003)
"Die drei Rätsel ist keine Kinderei, sondern ein echter Glanert: Dramaturgisch geschickt zwischen atemloser Motorik und Ruhe wechselnd, brillant instrumentiert, mit einem Hang zum Grotesken - und dabei stets gut verdaulich... Mitfühl-Theater im guten Sinne: Ein Junge verlässt das Elternhaus, um eine Prinzessin zu erobern, die drei unlösbare Rätsel von ihm fordert und sich erst unwillig, dann willig besiegen lässt... Das Ende ist Revolution: Die überfüllte Welt der Erwachsenen bricht zusammen... Für die Zukunft der Oper wäre diese Uraufführung ja ein schönes Modell - mit Zuschauern und Akteuren jeden Alters." (Johannes Killyen, Mitteldeutsche Zeitung, 14.10.2003)
Theater Hagen
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