NabuccoDramma lirico in vier Akten von Giuseppe VerdiStaatstheater Nürnberg |
Es ist ein Werk voller Dramatik, ein Werk, das den ganzen Verdi in sich enthält, ein wahrhaftiges Sturm und Drang-Drama, in dem sich das Talent des jungen Italieners zum kraftvollen, leidenschaftlichen Ton endgültig Bahn brach: „Nabucodonosor“ oder einfacher „Nabucco“.
Uraufgeführt 1842 am Teatro alla Scala in Mailand, nahm von hier aus auch der Mythos des politischen Komponisten Verdi seinen Lauf – gleichsam auf den melodiösen Schwingen jenes sehnsuchtsvollen „Va pensiero sull’ali dorate“/„Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht“, das die geknechteten Hebräer weinend an den Ufern des Euphrat Richtung Heimat anstimmen. Nicht nur, dass die Italiener sich nicht scheuten, den in der Oper aufgezeigten politischen Konflikt zwischen den Babyloniern und den Hebräern auf ihre eigene Situation umzumünzen, die Oper selbst steckt voller Sprengstoff. Äußerlich noch ganz den Gliederungsstrukturen des italienischen Belcanto verhaftet, weist ihre Geschlossenheit bereits auf die spätere Entwicklung zum Musikdrama hin. Vor allem aber lädt Verdi hier seine grandiosen Melodien rhythmisch-orchestral derart mit Emotionen auf, dass die Arien und Cabaletten allenthalben vor Druck und Dynamik zu bersten scheinen oder aber so traurig sind, dass sie gleich zum Mitweinen einladen.
Wirklich zukunftsweisend ist an „Nabucco“ aber, dass hier neben den operntypisch etablierten Akteuren um Nabucco – seinen konkurrierenden Töchtern Abigaille und Fenena, dem Hohepriester Zaccharia und dem Königsneffen Ismaele – ein völlig neuer Handlungsträger auftaucht: das Volk. Hier erhebt es seine Stimme, hier wird es hör- und sichtbar als kollektives, leidendes und handelndes Subjekt der Geschichte. Und Verdi zeigt in berührender und deutlicher Weise, welche verheerenden Auswirkungen das unkontrollierte, ja sprichwörtlich verrückte Handeln der hemmungslos von Hybris, Eifersucht und Machtgier geleiteten Protagonisten auf ihre Umwelt hat. Da bleibt, zusammen mit den Hebräern, allein die Hoffnung auf göttliche Fügung.
Musikalische Leitung: Philipp Pointner
Inszenierung: Immo Karaman
Choreografie: Fabian Posca, Timo Dentler, Okarina Peter
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Johann Casimir Eule
Termine
momentan sind keine Termine eingetragenKontakt:
90443 Nürnberg
info@staatstheater.nuernberg.de
http://www.staatstheater-nuernberg.de
Telefon: 0911 - 231 3575
Tickets: 0180-5-231.600 (maxi dsl - 14 Cent/min)
Kultur aktuell in Bayern
09.02. - 21 Uhr
Ingolstadt - Stadttheater Ingolstadt
Newsletter Stadttheater Ingolstadt
09.02. - 16 Uhr
München - THEATER HALLE 7/Inkunst e.V.
Bewerbt euch jetzt! 21. Staffel des Theaters Halle 7
08.02. - 21 Uhr
Passau - Passauer Stadtfuchs-Touren
Stadtfuchs im Februar
Würzburg - Bachchor Würzburg
FESTGOTTESDIENST ZUM JOHANNISFEST
Neu-Ulm - AuGuS-Theater Neu-Ulm
1. Pocket-Klassiker-Festival Neu-Ulm
Würzburg - Bachchor Würzburg
WENN SIE’S NICHT SINGEN, GLÄUBEN SIE’S NICHT
11.02.2012 - Nürnberg
Staatstheater Nürnberg
Der Alpenkönig und der Menschenfeind
16.02.2012 - München
Metropoltheater
Die bayerische Ilias
17.02.2012 - Wasserburg am Inn
Theater Belacqua
sauschneidn. ein mütterspiel.
18.02.2012 - Nürnberg
Staatstheater Nürnberg
Am Ziel
25.02.2012 - Augsburg
S´ensemble Theater
Quiz-Show