Aalto-Theater
Aalto-Theater
Opernplatz 10
45128 Essen
Tickets: 02 01 / 8 12 22 00
Profil
Aalto-Theater

Seit dem 25.09.1988 besitzt die Stadt Essen nicht nur eine repräsentative Spielstätte für das Musiktheater, sondern auch ein architektonisches Wahrzeichen internationalen Formats. Schon der Entwurf von 1959 wurde mit großem Enthusiasmus gefeiert. Am Anfang standen kraftvolle Skizzen, geprägt von den Eindrücken, die Alvar Aalto im Amphitheater zu Delphi empfing.
Dieser finnische Architekt (03.02.1898 - 11.05.1976), der wie Gropius, Mies van der Rohe, Frank Lloyd Wright oder Le Corbusier zu den bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts zählt, hat mit unbefangener Raumphantasie ein Theater entwickelt, das vom ersten Tag seiner Existenz in der Fachwelt als prägnantes Beispiel für die Baukunst in der jüngsten Architekturgeschichte steht und gleichzeitig Zeugnis ablegt für den unbeirrbaren Formwillen des großen Baumeisters. Alvar Aalto kannte keine \"starren Normen\" und der von ihm geprägte Begriff der \"Humanen Architektur\" basierte auf der Überzeugung, daß die vom Architekten gewählte Form aus den Lebensvorgängen begründbar sein soll. Diese Linie hat er in überzeugender Weise vom Grundriß bis zum Portalgriff verwirklicht.
Alvar Aalto hat in zwei Überarbeitungsphasen - erstmals nach dem ihm übertragenen Planungsauftrag 1963 und später in einer Weiterentwicklung des Entwurfs 1974 - die Realisierbarkeit seiner Idee nachgewiesen, ohne sie wesentlich verändert zu haben. Die nicht vorgesehene dreißigjährige Entstehungsgeschichte , deren krönenden Abschluß Alvar Aalto nicht mehr erlebte, hat bewiesen, daß das Essener Theater über die Aktualität hinaus seinen stilistischen Rang in Zeiten schnell wechselnder Trends und postmoderner Ismen bewahrt hat.
Durch die Integration der bühnentechnisch notwendigen Arbeitsräume hat sich aus dem monolithischen Baukörper des ersten Entwurfs die differenzierte zweistufige Form der gebauten Version ergeben, eine Architekturform von einprägsamer Ausdrucksstärke. Charakteristisch für Alvar Aalto ist eine Architekturform, die sich die Natur als Vorbild nimmt. Die organisch geschwungene Außenerscheinung, die an einen Baumstumpf oder an ein Felsmassiv erinnert, bezeugt dies bei diesem Bauwerk sehr deutlich. Die Parklandschaft des Stadtgartens findet ihr Gegenüber in der gewellten Fassade der West- und Südwest-Seite des Gebäudes mit den langen, in freiem Rhythmus schwingenden Foyerfenstern, während die hoch aufragende Nord- und Ost-Seite mit der relativ geschlossenen Fassade zu den angrenzenden Straßen das Theater-Gebäude abschirmt. Ein eigentlicher Bühnenturm fehlt, vielmehr ist der bühnentechnisch notwendige Arbeitsraum in die plastische Gesamtform integriert, durch die schräg verlaufende, zweistufige Dach-\\\"Landschaft\\\" erhält der Baukörper seine einprägsame Ausdrucksstärke.
Die charakteristischen Schwingungen der Foyer-Außenfassade finden ihre Entsprechungen in den Rängen des Zuschauerraumes, die die Asymmetrie der Raumform - innen wie außen - betonen und akzentuieren. Diese schwingende Bewegung wird in den auf gleicher Ebene verlaufenden Emporen im Luftraum des Foyers festgesetzt. Dazu stehen fast im dramaturgischen Kontrast die vertikalen Verläufe der meisterhaft komponierten Treppen.
Die optisch-dynamisch wahrnehmbaren Linien im Zuschauerraum weisen bewußt auf das Bühnengeschehen hin, das amphitheatralisch angelegte und nach hinten stark aufsteigende Parkett wird von den Schwingungen der Ränge aufgefangen und sichtbar durch die leicht abfallenden Brüstungen wieder nach vorne zur Bühne zurückgeführt. Die aus Gewölbesegmenten geformte Deckenstruktur unterstreicht diese optische Tendenz.
Hinzu kommt der Blau-Weiß-Farbklang des Auditoriums mit dem dunklen Indigo-Blau der Wände, des Portals und der Decke im auflockernden Gegensatz zu dem weißen Carrara-Marmor der gekurvten Rangbrüstungen, eine Konfiguration von besonderem ästhetischen Reiz.
Innenarchitektonisch tragen Leuchten, Handläufe und Türgriffe, Möbel und die aus Pferdehaar gefertigten Türverkleidungen ebenfalls die Handschrift Alvar Aaltos.
Das Aalto-Theater hat in den ersten zehn Jahren seines Bestehens nicht nur die funktionelle Bewährungsprobe bestanden, sondern vor allem durch die Originalität der Architektur und den ausgeprägten Formwillen seines Schöpfers eine herausragende Stellung in der Baugeschichte dieses Jahrhunderts gefunden.
Öffnungszeiten:
Ticket-Center, I. Hagen 26, 45127 Essen
MO 10.00-16.00 Uhr
DI 10.00-19.00 Uhr
SA 10.00-15.00 Uhrhttp://www.theater-essen.de
Kultur aktuell in Nordrhein-Westfalen
24.05. - 15 Uhr
Köln - Oper Köln
Oper / Newsletter \ Köln
24.05. - 10 Uhr
Düsseldorf - FFT - Forum Freies Theater
"Frauenchor/Chór Kobiet" im Rahmen von "Klopsztanga"
23.05. - 17 Uhr
Wuppertal - Von der Heydt-Museum
Lesungen im Museum
Köln - Bürgerhaus Stollwerck
Suse und Fritzi - Stutenbissig Richtung Wechseljahre!
Köln - Bürgerhaus Stollwerck
Onkel Fisch – „Auswandern gilt nicht!“
Köln - Bürgerhaus Stollwerck
Gaston – Gaston im Zaubernachtstraum
26.05.2012 - Köln
Cassiopeia Bühne. Blick aufs Wesentliche
Mimi auf der Suche. Das Geheimnis der Bergelfen
26.05.2012 - Dortmund
Theater Dortmund
Beatrice Cenci
26.05.2012 - Neuruppin
Fontane-Festspiele Neuruppin
Grete Minde
01.06.2012 - Witten/Ruhr
Witten/Annen Institut für Waldorf-Pädagogik
Einer muss da sein
01.06.2012 - Bonn
Theater Bonn
DER KIRSCHGARTEN