Institut Mathildenhöhe Darmstadt
Institut Mathildenhöhe Darmstadt
Olbrichweg 13
64287 Darmstadt
Telefon: +49 6151 13 2778
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Profil
Institut Mathildenhöhe Darmstadt

Das Institut Mathildenhöhe
Ein Kulturproduzent erster Güte
Das Institut Mathildenhöhe Darmstadt ist ein international ausgerichtetes Mehrspartenhaus der bildenden und angewandten Künste. Mit seinem markanten Ausstellungsgebäude samt Hochzeitsturm, dem Museum Künstlerkolonie sowie der städtischen Kunstsammlung bildet es einen in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Ort der Erforschung, Präsentation und Vermittlung von Kunst und Kultur seit 1900 mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Gegenwart. Hier schlägt das ästhetische Herz Darmstadts. Das Institut bewahrt das reiche kulturelle Erbe der weltweit einzigartigen Darmstädter Künstlerkolonie und es dynamisiert diesen historischen Schauplatz des Jugendstils für die Jetztzeit.
Seit der legendären Gründungsära um 1900 ist die Mathildenhöhe ein Ort der Feste und feierlichen Anlässe, ein Ort ganzheitlicher Identifikationsstiftung für Menschen weit über Darmstadt hinaus. Daran knüpft das Institut Mathildenhöhe mit seiner heutigen Tätigkeit nahtlos an: Als Kulturproduzent erster Güte, geboren aus dem Geist der Lebenskunst, tief verbunden mit der Geschichte neuzeitlicher Lebensreform, liefert es durch seine rege, höchst facettenreiche Aktivität an Ausstellungen, Publikationen, Vernissagen, Sonderanlässen verschiedenster Art von Konzerten über Podiumsdiskussionen und Vorträgen bis hin zu Filmnächten und Illuminationsfesten wesentliche Impulse und kulturelle Mehrwerte für die Rhein-Main-Region mit konsequent nationaler und internationaler Orientierung. Die langfristig angelegte Vermittlungsoffensive des Instituts Mathildenhöhe mit Führungen, Workshops, Kindertagen und Familienwochen spricht bewusst das ganze Spektrum der im weitesten Sinn kulturell interessierten Öffentlichkeit an. Die einst als „Stadtkrone“ und „Akropolis“ Darmstadts bezeichnete Anhöhe der Künste präsentiert sich damit als zeitgemäßer Ort der Kultur, für den Anspruch wie Zuspruch gleichermaßen bedeutsam sind – als offenes Haus für alle Publikumsschichten.
Ausstellungsgebäude
Das 1908 gemeinsam mit dem Hochzeitsturm eröffnete Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe ist Schauplatz für herausragende Sonderausstellungen zur internationalen Gegenwartskunst sowie zur Kunst und Kultur um 1900. Aus der Spannung zwischen zeitgenössischen Präsentationen und kulturhistorischen Positionen der Jahrhundertwende ergibt sich ein außergewöhnliches und vitales Programm, in dem Utopien und Aufbruchsgeist auf markantes Formbewusstsein und Realitätssinn treffen. In künstlerischen Weltentwürfen wird Gegenwart bewusst und Geschichte lebendig. Nur so kann dieser schon architektonisch beeindruckende Ort seinen Gründungsvätern, dem Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt und dem Wiener Architekten Joseph Maria Olbrich gerecht werden, die ein inspirierendes und belebendes Umfeld mit Ausstrahlung weit über Darmstadt und Hessen hinaus schaffen wollten.
Neben den Ausstellungshallen dient das historische Wasserreservoir auf der Mathildenhöhe heute als weiterer außergewöhnlicher Ort für wechselnde Kunstinstallationen.
Vom Atelier zum Museum – Das Museum Künstlerkolonie Darmstadt
Das Museum im 1901 erbauten Ernst-Ludwig-Haus dokumentiert die Geschichte der Darmstädter Künstlerkolonie (1899 bis 1914) und gibt einen Überblick über das umfassende kreative Schaffen ihrer Mitglieder. Neben Exponaten aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Grafik, Buchkunst, Möbel, Textilien, Porzellan, Schmuck und Goldschmiedearbeiten kann das Gebäude selbst als echtes Jugendstiljuwel bezeichnet werden und ist damit sozusagen selbst das Hauptexponat des 1990 eröffneten Museums.
Statt einer musealen Nutzung hatte der Bauherr das Haus ursprünglich zu einen ganz anderen Verwendungszweck geplant: Einen Ort der Arbeit hatte Joseph Maria Olbrich im Kopf, als er das Gebäude 1901 errichten ließ. Es entstand ein gemeinschaftliches Atelierhaus der Darmstädter Künstlerkolonie, indem Mitglieder wie zum Beispiel Peter Behrens, Hans Christiansen oder Bernhard Hoetger intensiv an ihren einzigartigen Möbeln, Gemälden oder Skulpturen arbeiteten. Es verwirklichte sich im Ernst-Ludwig-Haus die symbolische Absicht des Architekten, der mit diesem Haus einen „Tempel der Arbeit“ schaffen wollte, in dem das Wirken der Künstler sich in Form eines „Gottesdienstes“ hoch über den Niederungen des Alltags vollziehen sollte. Die beeindruckende Südfassade mit Ihrem omegaförmigen Portalbogen, flankiert von zwei noch gewaltigeren Monumentalfiguren des Bildhauers Ludwig Habich und den zierlichen goldenen Ornamenten macht diesen Anspruch noch heute besonders deutlich. Hinter den Mauern des Ernst-Ludwig-Hauses entwickelten die 23 Mitglieder der Künstlerkolonie ihr revolutionäres Konzept zu einer reformierten Lebensgestaltung. Ein Paradebeispiel der darin verstandenen ästhetischen Daseinserhöhung ist das jüngst eröffnete und nach historischen Vorlagen rekonstruierte Wertheim-Speisezimmer von Peter Behrens. Über 100 Jahre nach seiner ursprünglichen Präsentation konnte das Institut Mathildenhöhe die originalen Einrichtungsgegenstände des Zimmers zusammenführen, nicht mehr auffindbare Objekte nach historischen Vorbild neu anfertigen und das Ganze um eine originalgetreue Wandgestaltung mit ihren materiellen und koloristischen Komponenten ergänzen.
Öffnungszeiten:
Museum Künstlerkolonie
Di bis So 11 - 18 Uhr
Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe
Di bis So 10 - 18 Uhr
Do 10 - 21 Uhr
Führungen:
Sonntags um 11 und 15 Uhr, Donnerstags um 18:30 Uhr
Sonderführungen:
auf Anfrage unter +49 6151 13 2778http://www.mathildenhoehe.eu
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