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Ausstellung „GELD MACHT ZUKUNFT“
Discovery art fair Frankfurt 2018
"Das Brandmal" - Rückblick
Zeitgenössische Sklaverei
Impressum

Ausstellung „GELD MACHT ZUKUNFT“

Liebe Kunstfreunde,

„Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.“ (Erich Kästner, Zeile aus „Der Mai“).

Seit dem letzten Newsletter ist wieder einiges passiert. Zuerst natürlich die Preisverleihung des Kunstpreises Worpswede: Unter den vier Preisträgern sind Künstler aus Hannover, Düsseldorf und Hamburg, aber leider nicht aus Emden.

Die Werke der 35 nominierten KünstlerInnen werden ab kommenden Sonntag, den 14. Oktober bis zum 14. Dezember im Rathaus der Stadt Fallingbostel ausgestellt. Die Ausstellung ist für alle Interessierten in diesem Zeitraum freitags und sonntags von 13-17 Uhr geöffnet.

Bei der Vernissage am kommenden Sonntag um 16 Uhr steht die Wahl des Publikumspreises an. Wir warten ab und werden berichten.

Discovery art fair Frankfurt 2018

Wie bereits angekündigt nimmt die Galerie vom 02.-04. November an der Discovery art fair Frankfurt teil. Somit wird nach langer Zeit wieder eine Kunstmesse in Frankfurt eröffnen, was ein großes interessiertes Publikum verspricht.

Sie finden uns im Forum Messe Frankurt in der Ludwig-Erhard-Anlage 1 beim Stand G29, wo wir ein neues, im Gegensatz zu unseren bisherigen Präsentationen visuell sehr aufregendes Konzept zeigen werden. Hierfür hat Helmut Müller großformatige Arbeiten im Stil des Informel geschaffen, die in Verbindung mit Arbeiten vom Anfang des Jahres zu sehen sein werden. Zudem haben wir einen neuen Flyer gestaltet, der ebenso wie der vor Ort abgespielte Film den Künstler Helmut Müller aus den unterschiedlichsten Perspektiven erleben lässt.

Statt postalische Einladungen zuzusenden, stellen wir allen Interessierten auf Anfrage eine Datei zur Verfügung, die ausgedruckt und ausgefüllt als kostenlose Eintrittskarte für Sie und eine Begleitung genutzt werden kann. Ihre Anfrage richten Sie bitte an sarah.byl@amuthon-art.de.

Hiermit erhalten Sie freien Zugang zur Eröffnung am 01. November von 18-22 Uhr und zum kommenden Messetag, den 02. November.

Die Messe ist für Sie am Freitag und Samstag von 11-21 Uhr und am Sonntag von 11-18 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

"Das Brandmal" - Rückblick

So lang und arbeitsreich die Vorbereitungsphase auch war, das Ergebnis ging unter die Haut. "Das Brandmal" zeigte sich als komplexes und spannungsreiches Freilichtspiel unter der Regie von Werner Zwarte, zu dem wir als Galerie durch die Bühnenbilder von Helmut Müller atmosphärisch beitragen konnten. 

Mit dem Thema der Sklaverei und im Speziellen mit dem Handel von Menschen wurde ein bis heute nicht an Aktualität eingebüßtes gesellschaftliches Problem greifbar gemacht. Diese Relevanz wurde vom NDR mit dem Beitrag "Gegen das Vergessen: Emden und der Sklavenhandel" noch unterstrichen.

Die erste große Veranstaltung an dem die Galerie nach der Sommerpause teilgenommen hat war auf ganzer Linie ein Erfolg der nach mehr ruft.

Zeitgenössische Sklaverei

Mit dem Werk „Zeitgenössische Versklavung“ hat der Emder Künstler Helmut Müller neben den gegenständlich und figürlich geprägten Bühnenbildern des Theaterstücks, die Sie als BesucherInnen in das Emden des 17. Jh. versetzen sollen, eine freie und seiner Malweise entsprechend abstrahierte und expressive Darstellung des Kernthemas dieses Stückes  geschaffen. Durch die bildhaften Mittel Müllers wird die inhaltliche Relevanz des Freilichtspiels „Das Brandmal“ in die Gegenwart befördert und mit ihr verknüpft.

Dominiert wird das Werk von einem fünfköpfigen, schlangenähnlichen Wesen, welches mit aufgerissenen Mündern und Augen dem Menschenstrom unter ihr droht. Die verbreitete Angst und Furcht lässt die angedeuteten Menschen gebückt gehen, einige von ihnen wollen einen Blick auf die Quelle des Unheils erhaschen und blicken sich mit entsetzten Gesichtern um. Die Augen nach oben gerichtet lässt sich der Himmel nur erahnen, denn wie dem Unwesen als Geleit, ist er bevölkert mit Fledermäusen, die mit ausgebreiteten Flügeln eine undurchdringliche Wand bilden, durch die nur vereinzelt Licht hindurchscheint. Im Mittelteil des Bildes ist der Fluss der Versklavung zu erkennen, Begriffe und Motive, die die symbolisierte Angst und Unterdrückung nähren und die Menschenmenge erstickt, sie in Schach hält.

Neben der Versklavung, die den Menschen als Ware sieht, ihm jegliche Freiheit nimmt und seine Selbstachtung zerstört, sieht Müller in der gegenwärtigen Zeit eine Vielzahl von weiteren Einschränkungen - man denke nur an die Macht der digitalen Medien -, denen man bewusst wie unbewusst ausgesetzt ist.

Beim Betrachten des Bildes stellt sich unweigerlich die Frage welchen äußeren Einschränkungen man selbst unterliegt.

Impressum

Mit freundlichen Grüßen

Sarah Byl

Galerie für Gegenwartskunst
Hammer Straße 14
26723 Emden

Tel.: +49 (0) 4921 – 9 92 02 92

Mobil: +49 (0) 151 – 57536332

Öffnungszeiten:

Mo – Mi   11-17 Uhr