Liebe Freunde der Museumslandschaft Hessen Kassel,

wir haben gute Neuigkeiten für Sie: Noch bis zum 13. August ist in Nordhessen jeden Tag Sonntag. Beim neunten »Blauen Sonntag« der Industriekultur lädt auch die MHK zum Staunen über bahnbrechenden Erfindungen ein.

Auch im Museum wird geforscht. Am 23. August stellt Dr. Justus Lange bei seiner Abendgeschichte um 18 Uhr die neue Publikation »Provenienzgeschichten« vor. Dabei wird insbesondere die von der documenta 14 erneut ins Gespräch gebrachte Sammlung Fiorino Thema sein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Museumslandschaft Hessen Kassel

Inhalt

»Blauer Sonntag« der Industriekultur bis 13. August
»Provenienzgeschichten: Die Kasseler Sammlung Alexander Fiorino« am 23. August

»Blauer Sonntag« der Industriekultur bis 13. August

Nordhessen ist ein Industriestandort mit langer Tradition. Am Hohen Meißner befindet sich zum Beispiel der älteste Braunkohlen- und Tonbergbau Deutschlands. Und seit Denis Papin, der französische Physiker, Mathematiker und Erfinder, in der Eisenhütte Veckerhagen um 1700 den ersten Dampfzylinder für eine Hochdruckdampfmaschine gießen ließ, sind erstaunliche Erfindungen und bahnbrechende Entwicklungen gefolgt, die in dieser Region ihren Ursprung haben. Zum »Blauen Sonntag« öffnen Unternehmen und Museen der Region ihre Tore, um einen Einblick in die aktuellen und historischen Entwicklungen der Industrie zu bieten.

Alle Veranstaltungen zum »Blauen Sonntag« finden Sie unter www.blauer-sonntag.de, das Programm der MHK unter www.museum-kassel.de.

Blauer Sonntag
Tage der Industriekultur Nordhessen

10. bis 13. August

»Provenienzgeschichten: Die Kasseler Sammlung Alexander Fiorino« am 23. August

Bild: Johann Heinrich Tischbein d. Ä., Wilhelmine Caroline Amalie Tischbein, 1773, MHK, Städtische Kunstsammlung, ehemalige Sammlung Fiorino

Spätestens seit dem »Fall Gurlitt« ist das Wort »Provenienzforschung« in aller Munde. In der Neuen Galerie beschäftigt sich zur Zeit die documenta-Künstlerin Maria Eichhorn mit dem Thema. Dabei geht sie unter anderem auf die Sammlung Fiorino ein.

Alexander Fiorino (1842–1940) war eine herausragende Gestalt des Kasseler Kulturlebens, dessen bedeutende Sammlung zwischen 1938 und 1939 in das Hessische Landesmuseum in Kassel zur »Sicherungsbewahrung« gebracht wurde, um sie vor einer möglichen Ausfuhr zu »schützen«. Trotz eines ursprünglich angemessenen, von unabhängigen Experten festgelegten Taxpreises, wurden Fiorinos Sammlungsobjekte für eine weit niedrigere Summe an die Kunstsammlungen Kassel verkauft. Der ohnehin schon geringe Erlös ging jedoch nicht an den Sammler, sondern an das Finanzamt Kassel zur Begleichung der sogenannten »Judenvermögensabgabe«.

Ergänzend zu Maria Eichhorns Präsentation soll sich diese Abendgeschichte mit dem spannenden Projekt beschäftigen, das nach dem Zweiten Weltkrieg in die Wege geleitet wurde: Schon 1953 wurde das Rückerstattungsverfahren zur Kunstsammlung Fiorinos, die sich in der Staatlichen Sammlung befand, mit einem Vergleich abgeschlossen. 1994 fand in der Neuen Galerie in Kassel eine Ausstellung mit dem Titel »Die Kasseler Sammlung Fiorino« statt. Was im Zuge dieser Ausstellung aufgearbeitet wurde, wird bei dieser Führung thematisiert werden.

Weitere Infos unter www.museum-kassel.de sowie unter http://www.museum-kassel.de/de/forschung-und-sammlungen.

Schloss Wilhelmshöhe
Provenienzgeschichten: Die Kasseler Sammlung Alexander Fiorino

Abendgeschichte mit Dr. Justus Lange
Mittwoch, 23. August, 18.00–18.30 Uhr
Führung inkl. Eintritt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro)

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