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un-ver-gessen: Paul Ben Haim

un-ver-gessen: Paul Ben Haim

Liebe Freunde der bayerischen kammerphilharmonie –

ein bedeutsames Ereignis wirft seine Schatten voraus. Vor 80 Jahren, in der so genannten "Reichspogromnacht" am 9. November 1938, fand der Nazi-Terror gegenüber der jüdischen Bevölkerung seinen ersten Höhepunkt.

Die bayerische kammerphilharmonie nimmt dies zum Anlass und widmet ihr kommendes Konzert  „un-ver-gessen: Paul Ben Haim“ am Sonntag den 25.11. um 18 Uhr in der Synagoge Augsburg dem weltweit bekanntesten israelischen Komponisten Paul Ben Haim.

Wir laden Sie und Ihre Freunde ein, gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen das Vergessen und für das Erinnern zu setzen.

So 25.11.18
18:00 Uhr, Synagoge Augsburg
Gedenkkonzert „80 Jahre Reichspogromnacht“

Paul Ben Haim Drei Lieder ohne Worte (1967)
Ödön Pártos Yizkor (In Memoriam) für Viola und Streichorchester
Paul Ben Haim Konzert für Streichorchester op. 40
Mieczyslaw Weinberg 3. Kammersinfonie

Theresa Schwamm Viola
Talia Or Sopran
Gabriel Adorján Konzertmeister und Leitung

unter der Schirmherrschaft von Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments

Ticktes: 21/31/41€ erm. 50% hier buchen, telefonisch unter 0821 - 512 36 20 (Mo-Fr 10-13 Uhr) oder per Mail.

Paul Ben-Haim wuchs als Paul Frankenburger in einer komplett assimilierten, liberalen deutsch-jüdischen Musikerfamilie in München auf. Paul besuchte das humanistische Gymnasium und erhielt früh Instrumentalunterricht. Nach dem Abitur studierte er an der Akademie der Tonkunst in München und veröffentlichte erste Werke in der Tradition der deutschen Romantik.

1924 ging er ans Theater Augsburg, wo er bis zum 1. Kapellmeister aufstieg. Von antisemitischen Anfeindungen bedrängt, entschloss sich Paul Frankenburger nach dem Machtantritt der Nazis 1933, nach Palästina zu emigrieren und gab sich den Namen Ben-Haim (= Sohn des Haim hebräisch für Heinrich, wie sein Vater hieß).

Die Emigration stellte einen Einschnitt in seinem schöpferischen Leben dar. „Ein neues Land, ein ungewohntes Klima, eine orientalische Bevölkerung.(…) All das muss assimiliert werden, denn man kann nie in einem Vakuum komponieren.“ Erst 1936 schrieb er sein erstes Werk in der neuen Heimat.

Ben-Haim hatte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung eines spezifisch israelischen Nationalstils und der Heranbildung der zweiten israelischen Komponistengeneration. Er vereinte europäische Einflüsse mit östlichen und orientalischen Elementen, ohne jedoch avantgardistische Tendenzen zu berücksichtigen. Stilistisch orientierte er sich an Claude Debussy und Maurice Ravel.

1968 erhielt Paul Ben Haim in Deutschland das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Zu seinem 75. Geburtstag lud ihn seine Geburtsstadt München ein und ehrte ihn mit einem Konzert seiner Werke.

Auch wir wollen Paul Ben Haim diese Ehre erweisen und freuen uns, wenn Sie bei dem Konzert in der Augsburger Synagoge am Sonntag, 25.11. um 18 Uhr dabei sind.

Ihr Team der bayerischen kammerphilharmonie: Katharina Moritz und Raffaela Walcher und Valentin Holub

 

Das Konzert wird ermöglicht durch:
       

Wir danken unseren Förderern und Sponsoren für die freundliche Unterstützung

                 

 

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