WissensWert 08 / 2018

Information & Dokumentation
Bibliothek, Archive, Digitalisierung

 

 



Frans Masereel, Die Sonne – München: Wolf, 1920 © VG-Bild-Kunst, Bonn 2018
 
 
 
 
 
 

 


 

Inhalt

1. Ein Ausflug zur Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe
2. Information & Dokumentation im August 2018
3. Bücher in Ausstellungen: Ouidio methamorphoseos vulgare. Venezia 1501
4. Giovanni Maggi (1566-1618), Domenico Parasacchi (tätig in der 1. Hälfte des 17. Jh.) und die Brunnen von Rom
5. WWW-WissensWert: Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)
6. Wissenswertes – Wasser und Papier – eine innige Beziehung mit Höhen und Tiefen

Liebe Leserinnen und Leser!

Hamburg ist die Stadt mit den meisten Brücken Europas – mehr als in Venedig und Amsterdam zusammen. Wo mehr als 2.500 Brücken gebaut werden, gibt es auch viel Wasser. Durch Hamburg fließen gleich mehrere Flüsse. Elbe, Alster und Bille sind nur einige Beispiel. Wikipedia listet insgesamt 48 Flüsse und Bäche in der Hansestadt auf (https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Fluss_in_Hamburg). Im Sommer und Herbst lädt die Behörde für Umwelt und Energie zu Gewässerführungen ein. Diplombiologen informieren über den Schutz und die Bewirtschaftung der Oberflächengewässer (https://www.hamburg.de/gewaesserfuehrungen/).

Das Element „Wasser“ steht im August im Mittelpunkt von „WissensWert“. Was hat Wasser mit Kunst gemein? Das erkunden wir im ersten Artikel auf der Elbinsel Kaltehofe. Das Verhältnis Hamburgs zum Wasser ist auch geprägt von Katastrophen, die, ausgelöst durch das Element, überstanden werden mussten. Das Wasser spielt eine große Rolle in der Ausstellung „Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600“, die noch bis zum 14. Oktober im Sockelgeschoss der Galerie der Gegenwart zu sehen ist (https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/entfesselte-natur). „WissensWert“ stellt im dritten Artikel ein Buch aus dem Bestand der Bibliothek vor, das in der Ausstellung gezeigt wird. An eine dieser Katastrophen in Hamburg erinnert der Brunnen im Innenhof des Rathauses, der 1895-1896 vom Bildhauer Joseph von Kramer (1841-1908) gestaltet wurde. Im Gedenken an die schlimme Cholera-Epedemie, die 1892 viele Todesopfer forderte, steht in seiner Mitte nicht, wie ursprünglich geplant, ein Hermes, sondern die Hygieira – die Göttin der Gesundheit. Im vierten Artikel geht es um Bücher über die Stadt, die wohl die meisten Brunnen Europas besitzt, um Rom. „WWW-WissensWert“ stellt die Deutsche Digitale Bibliothek vor und macht bei einer Recherche zum Schwerpunktthema eine Entdeckung, die auch mit Hamburg in Verbindung steht. Wasser und Papier – geht das eigentlich zusammen? Sehr gut, erfährt man in „WissensWertes“.

Viel Vergnügen beim Lesen und Entdecken wünscht

Andrea Joosten
Leiterin Information & Dokumentation

1. Ein Ausflug zur Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

In der Ausstellung „Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600“ widmet sich ein Kapitel der graphischen Darstellung des Großen Brands. 1842 wütete das Feuer in der Hansestadt  und zerstörte die gesamte Innenstadt, zwei Drittel der gesamten Stadtfläche. Nach dieser Katastrophe musste Hamburg neu aufgebaut werden, was sich über mehrere Jahrzehnte hinzog. Gleichzeitig war die Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einem rasanten Bevölkerungswachstum ausgesetzt. Die Einwohnerzahl stieg von 200.00 auf über 700.000 Menschen. Vororte mussten erschlossen, die Infrastruktur erweitert werden. Wirtschaftlich ging es Hamburg gut. Der Handel und die Seefahrt machten Gewinne. Der technische Fortschritt ging im Eiltempo voran und veränderte die Arbeitswelt, städteräumliche Strukturen und die Versorgungswege. Die Stadt befand sich an einem Wendepunkt, der weitreichende stadtentwicklungspolitische und strategische Entscheidungen forderte.

1848 hatte der technische Oberingenieur William Lindley (1808-1900) der Stadt die erste zentrale Wasserversorgung Europas gebracht. Doch er konnte nicht seine gesamten Pläne verwirklichen, scheiterte am Zögern von Senat und Bürgerschaft. So verließ er Hamburg schließlich im Jahr 1860. Sein Posten blieb zunächst unbesetzt. 1862 bewarb sich ein selbstbewusster junger Mann bei der Schifffahrts- und Hafendeputation, der Höheres im Sinn hatte. Franz Andreas Meyer (1837-1901), Sprössling einer Kaufmannsfamilie, war vor 25 Jahren in der Hansestadt geboren worden. Er besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums, ging allerdings mit 17 Jahren nach Hannover, um dort an der Polytechnischen Schule als Ingenieur ausgebildet zu werden. Die gute Konjunktur führte ihn schließlich in seine Heimatstadt zurück. Hier sah er die Möglichkeit, seine Wünsche, nämlich die Verbindung von Ingenieurwesen, Kunst und Architektur, in Großprojekten umsetzen zu können. F. A. Meyers Karriere im Staatsdienst war steil. Mit nur 34 Jahren wurde er 1872 zum Oberingenieur befördert und hatte damit erreicht, was er wollte. Meyers Aufgabengebiet war verantwortungsvoll und vielseitig. Er war zuständig für die Bereiche Verkehr, öffentliche Anlagen (Parks und Gründflächen), technische Bauten, Wasser-, Kanal- und Brückenbau, Be- und Entwässerung, das Vermessungsamt und die Stadtwasserkunst. F. A. Meyer war nicht nur ehrgeizig, sondern ebenso ein geschätzter Fachmann, die ideale Kombination, um Großes zu schaffen.

So kann man zahlreiche bedeutende Projekte benennen, die er in seinem Berufsleben umsetzte und die auch im heutigen Hamburg noch sichtbar wichtige Orte darstellen: die Gestaltung des Uferparks an der Alster (1875-1881), des Zentralfriedhofs Ohlsdorf (1879), die Umgestaltung der Wallanlagen (bis 1881), die Gestaltung des Innocentia-Parks, des Parks vor dem Eppendorfer Krankenhaus, der „Schönen Aussicht“ (1889) sowie der Bau der Feenteichbrücke (1884), Trostbrücke (1887) und Brooksbrücke (1890).


Blick in die Speicherstadt im Jahr 2013 © Foto: W. Joosten, Goch

Sein bedeutendstes Projekt waren jedoch unbestritten die Zollanschlussbauten, die heute als Speicherstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. F. A. Meyer schlug den Bau eines Speicherstadtquartiers vor, was in den 1880er Jahren umgesetzt wurde. Ca. 24.000 Menschen mussten für dieses Großprojekt umgesiedelt werden. Hamburg gewann ein modernes Lagerviertel, das am 29. Oktober 1888 als Freihafengebiet eingeweiht wurde. Damit vollzog man den Zollanschluss an das Deutsche Reich. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) reiste zu diesem Ereignis in die Hansestadt.

Ungefähr zeitgleich plante Meyer ein weiteres Großprojekt, das Hamburg richtungweisend verändern sollte. Doch dieses wurde durch mehrere Katastrophen beeinflusst und gestaltete sich schwierig. 1886-1888 suchte eine Typhusepidemie die Freie und Hansestadt heim. Als diese überstanden war, beschlossen Senat und Bürgerschaft eine Verbesserung der Wasserversorgung. Die Stadt hatte sich um dieses Thema bis zum Großen Brand nicht gekümmert. Wer es sich leisten konnte, bezog sein Wasser über private Mühlen- und Brunnenbetreiber. Wer dafür zu wenig Geld hatte, schöpfte das Wasser einfach direkt aus der Elbe. William Lindley begann 1844 mit dem Bau der Stadtwasserkunst in Rothenburgsort. Der große Wasserturm kennzeichnet heute noch diesen Stadtteil.

Der Begriff „Wasserkunst“ hat übrigens nichts mit der bildenden Kunst zu tun, sondern war eine damals übliche Bezeichnung für ein Handwerk, so wie auch im Französischen der Handwerker „Artisan“ genannt wird. Bis 1860 jedenfalls wurden 80% der Hamburger Wohnhäuser an diese Wasserkunst angeschlossen. Die Stadt hatte die privaten Wasserdienste nach und nach aufgekauft. Im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten war dies fortschrittlich und vorbildlich. Allein die Wasserqualität ließ zu wünschen übrig. Lindley hatte ursprünglich eine Filtrationsanlage zur Reinigung des Elbwassers vorgesehen. Diese jedoch war der Hamburger Politik zu teuer gewesen. So wurde in den modernen Kanalanlagen nicht nur das Trinkwasser transportiert, sondern in diesem schwammen auch zahlreiche Tierarten und Keime. Kleine Fische und Aale verstopften immer wieder die Leitungen, so dass an den Häusern so genannte vergitterte „Aalkästen“ angebracht wurden.

Und es kam, wie es kommen musste. 1892 brach eine zweite Katastrophe in die Hansestadt ein. Die Cholera befiel 17.000 Menschen, von denen rund 8.000 starben. In der Zwischenzeit arbeitete F. A. Meyer bereits an der Planung einer Filtrationsanlage. Seine Arbeit und die Umsetzung des Projekts wurden durch die verheerende Epidemie beschleunigt. Als Standort vorgesehen war eine neu geschaffene Elbinsel. 1875-1879 war die Elbe bei Wilhelmsburg begradigt worden. Dadurch wurde Kaltehofe zu einer Insel. Auf dem Gebiet lebten beinahe keine Menschen, so dass man die Fläche gut für den Bau einer Sandfiltrationsanlage nutzen konnte. Zu den ursprünglich geplanten vier Ablagerungsbecken wurden nach der Cholera-Epidemie 18 weitere hinzugefügt. Alle 22 Becken umfassen eine Fläche von 7.500 Quadratmeter und sind 3,3 Meter tief.


Schieberhäuschen auf Kaltehofe © Foto: A. Joosten, Hamburg

An ihrer Schmalseite steht jeweils ein Schieberhäuschen, das das Wasser aus dem Hauptkanal in die Becken leitete. Auf diese Weise konnte der Wasserstand kontrolliert und stabil gehalten werden. Innerhalb von 20 Stunden sickerte das eingeleitete Wasser durch verschiedene Sandschichten in ein Kanalsystem im Boden. Tiere und Keime blieben im Sand stecken, so dass man eine 98% keimfreie Wasserversorgung garantieren konnte. Diese Technik war keineswegs neu. Die umliegenden Städte, Altona und Wandsbek, die damals noch nicht zu Hamburg gehörten, besaßen längst derartige Anlagen, weshalb dort auch nicht so viele Menschen an der Cholera erkrankt waren. Was aber neu war, war die Gestaltung der Schieberhäuschen. F. A. Meyer orientierte sich bei deren Planung an keinerlei Vorbildern. Er schuf halbkugelige Gebäude mit ausgemauerten Wänden, ausgeprägtem Relief und umlaufenden Bögen. Eine Laterne dient der Belüftung. Der Eingangsbereich besitzt einen neogotischen Giebel mit gekröntem Portal.

Zusätzlich zu den Schieberhäuschen entstand auch eine Villa auf dem Gelände, in der das Hygienische Institut untergebracht war. Hierbei handelt es sich um ein zweistöckiges Doppelhaus aus gelben Ziegeln mit rötlicher Verblendung am Sockel sowie mit einem Standerker und einem Turm, der an Schlossbauten erinnert. Dekorative Gesimsbänder, ornamentale Schmuckfelder und Einfassungen aus rotem Sandstein lassen den Bau dem Stil des Späthistorismus zuordnen. Im Historismus, einem führenden Baustil der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, griff man auf alte Baustile zurück und führte sie mit modernen Materialien aus. Bei der Villa kann man Anlehnungen an die Baukunst der Renaissance finden. Wenige Jahre nach Erbauung des Hauses erhielt dieses bereits eine Erweiterung. Das Wasserwerk benötigte eigene Betriebsräume.


Die Villa des Hygienischen Instituts auf Kaltehofe © Foto: A. Joosten, Hamburg

Wer arbeitete auf der Insel? Im Hygienischen Institut waren es die wissenschaftlichen Mitarbeiter, die regelmäßig Wasserproben entnahmen und die Qualität überprüften. Der Filteraufseher besaß eine eigene Dienstwohnung in der Villa. Gut 34 Arbeiter waren mit der Reinigung der Becken beschäftigt. Dazu wurde das Wasser abgelassen und mit Harken und Schippen die oberste Sandschicht entfernt und durch eine neue ersetzt. Diese Arbeit war besonders in den Wintermonaten extrem anstrengend. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden dafür auch Zwangsarbeiter aus dem KZ Neuengamme eingesetzt.

Im Zweiten Weltkrieg stand Rothenburgsort und somit auch Kaltehofe unter mächtigem Beschuss. Die Anlage wurde schwer getroffen. Nur noch acht Becken waren bei Kriegsende betriebsfähig. Die Villa wurde zur Unterbringung von ausgebombten Familien genutzt, die hier auf engstem Raum lebten. Kaltehofe verlor für die Wasserversorgung immer mehr an Bedeutung. Seit den 1950er Jahren wurde das Trinkwasser vermehrt aus Grundwasser gewonnen. Nachdem in den 1970er und 1980er Jahren große Umweltskandale den Boden verseuchten, wurde die Wasserversorgung verstärkt in die Nordheide verlagert. 1990 wurde Kaltehofe schließlich endgültig abgeschaltet. Der letzte Arbeiter verließ die Insel.

Es wurde lange diskutiert, was man mit dem Gelände machen sollte. Es gab Pläne für eine neue Wohnsiedlung. Doch ein Gutachten aus dem Jahr 1992 bestärkte die Position des Denkmalschutzamtes, Kaltehof als Bau- und Naturdenkmal zu nutzen. Es wies die Insel als historische und überregionale Ingenieursleistung aus. Zugleich wurde sie in das Naturschutzgebiet „Auenlandschaft Norderelbe“ integriert.


Homepage der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, Quelle: https://wasserkunst-hamburg.de/

Seit 2011 wird das Bau- und Industriedenkmal erhalten und als Museum öffentlich zugänglich gemacht. Dazu wurde die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe gegründet. Die historische Villa zeigt die Geschichte des Ortes, ein zusätzlicher Museumstrakt ist wie eine Bildhauerwerkstadt eingerichtet. Hier sieht man eine Dauerausstellung, die tatsächlich Wasser und Kunst verbindet. Vorgestellt werden bedeutende Hamburger Brunnen. Ungefähr ein Viertel der Inselfläche kann heute besichtigt werden. Ein Naturlehrpfad führt über das erschlossene Gelände. Im Museumsshop lassen sich Liegestühle und Gartenspiele ausleihen, ein Cafe sorgt für die Verpflegung der Besucher. So kann man hier gut einen ganzen Tag verbringen. Man erreicht die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe mit dem Auto oder in den Sommermonaten per Schiff. Eine Radtour hierher lohnt sich allemal. Man überquert dann ein Stellwerk und fährt vorbei an einem Teil der Insel, auf dem Fauna und Flora unberührt bleiben. Einige der alten Wasserbecken hat sich die Natur schon wieder zurückerobert. Diese Flächen bieten ideale Bedingungen für zahlreiche Vogelsorten und Insektenarten. Und ein Biber wurde auch jüngst gesichtet. Das sind die neuen Einwohner und Arbeiter auf der Elbinsel Kaltehofe.

Wer mehr lesen möchte:
Decker, Eva und Schilling, Jörg: Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe. Hamburg 2016

Popowski, Matthias von: Franz Andreas Meyer (1837-1901). Oberingenieur und Leiter des Ingenieurwesens von 1872 bis 1901. In: „Wie das Kunstwerk Hamburg entstand“. Von Wimmel bis Schumacher – Hamburger Stadtbaumeister 1841-1933. Katalog der Ausstellung Hamburg 2006. München 2006
Hamburger Kunsthalle, Bibliothek, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=504589547

2. Information & Dokumentation im August 2018

Bibliotheksbestände in Sammlungspräsentationen und Ausstellungen:

Transparentes Museum
Hamburger Kunsthalle, Lichtwark-Galerie, Erdgeschoß
http://www.hamburger-kunsthalle.de/transparentes-museum

8.6.-26.8.2018
Triennale der Photographie 2018. [Control] no control
Hamburger Kunsthalle, GdG, 2.OG
https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/triennale-der-photographie-hamburg  

10.5.-9.9.2018
Licht und Leinwand. Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
https://www.gnm.de/ausstellungen/aktuell-und-vorschau/licht-und-leinwand/

29.6.-14.10.2018
Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600
Hamburger Kunsthalle, GdG, Sockelgeschoss
https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/entfesselte-natur

Handapparate im Studiensaal:
[Control] no control
Entfesselte Natur

3. Bücher in Ausstellungen: Ouidio methamorphoseos vulgare. Venezia 1501

Man könnte es einen der ersten Bestseller nennen, den der römische Dichter Ovid (43 v. Chr.- ca. 17 n. Chr.) mit seinen „Metamorphosen“ in den ersten Jahren der neuen Zeitrechnung nach Christus schuf. 15 Bücher enthalten ca. 250 Erzählungen und Sagen, in denen sich Menschen (ver-)wandeln, erzählt im Versmaß der Hexameter, wie sie schon von Homer für seine „Ilias“ verwendet wurden. Und in der griechischen Mythologie liegen auch viele Vorbilder für Ovid. Seine „Metamorphosen“ beginnen mit der Erschaffung der Welt aus dem Chaos. Sie berichten ausführlich von den Abenteuern der Götter, insbesondere von deren Liebesgeschichten. Diesen schließen sich die Heldentaten im Trojanischen Krieg an. Die letzte Erzählung berichtet von dem verstorbenen Julius Cäsar, der sich in einen Stern verwandelt. Ovid, der wahrscheinlich acht Jahre lang an seinem Werk schrieb, verwandelte die ursprünglichen Mythen in literarische Unterhaltung.

Das könnte auch ein Grund gewesen sein, warum das Werk nicht mit der Antike unterging, sondern sich selbst im Mittelalter großer Beliebtheit erfreute. Es überlebte in zahlreichen Handschriften. Ca. 1210 wurde es erstmals von Albrecht von Halberstadt (um 1200) ins Deutsche übersetzt. 1322/23 widmete der Bologneser Dichter und Rhetorikprofessor Giovanni del Virgilio seine Vorlesung den "Metamorphosen“. „Ovidius maior“ nannte er diese. Er stellte darin verschiedene Textversionen gegenüber und reicherte die Mythen durch zahlreiche Göttersagen an. Del Virgilio hatte zwei Maxime. Er ließ alles Fremde und Befremdliche außen vor und schuf immer wieder Bezüge zu aktuellen Lebenssituationen. Nur so konnte er die heidnischen Geschichten einem breiten christlichen Publikum schmackhaft machen. Del Virgilio schrieb in lateinischer Sprache. Giovanni Bonsignori orientierte sich 1375-77 bei seiner Übersetzung in die Sprache des Volkes an del Virgilios Texten. Es dauerte noch genau 120 Jahre, bis es eine gedruckte Ausgabe dieser populären Version geben sollte.

1497 erschien „Ouidio Methamorphoseos vulgare“ erstmals in Venedig in der berühmten Druckerei von Lucantonio Giunti (1457-1538), einem der führenden Drucker dieser frühen Epoche des Buchdrucks. Die Texte, die von Zoane Rossi gesetzt wurden, begleiteten 52 Holzschnitte, geschaffen von einem unbekannten Meister. Der Künstler griff die Grundsätze Del Virgilios und Bonsignoris auf. So findet man auf den Illustrationen keine Fabelwesen oder Figuren in einem Stadium zwischen Mensch und Tier.


Anonymer Meister der Ovid-Ausgabe: Merkur und Herse In: Ouidio methamorphoseos vulgare, Venezia 1501, Buch II, S. 18 verso, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=817662944 © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: C. Irrgang, Hamburg

Der Bezug zum Alltag im ausgehenden 15. Jahrhundert äußert sich in der venezianisch geprägten Kleidung oder in der Darstellung der Gebäude. Damit werden die Szenen in die Gegenwart gehoben. Das Buch wurde schnell ein großer Erfolg, der eine enorme Wirkung auf die Antikenrezeption und die Buchillustration zugleich ausübte. Die Bibliothek der Hamburger Kunsthalle besitzt die zweite Auflage, die 1501 ebenfalls bei Giunta erschien. Jetzt zeichnete sich Christofolo de Pensa (1487-1506) für den Satz verantwortlich. Die Holzschnitte blieben die gleichen. Immer wieder fanden sie auch in anderen Ausgaben des Textes von Ovid Verwendung. Zum Teil benutzte man sogar die alten Druckstöcke und bebilderte damit lateinische und italienische Ausgaben von unterschiedlicher Qualität. Der Buchdruck war eben immer auch ein Gewerbe, bei dem die Ökonomie im Vordergrund stand.

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts gab es kaum andere Illustrationen zu Ovids Metamorphosen. Die Leser hatten sich an die Bilder gewöhnt. Sie waren in ihr visuelles Gedächtnis übergegangen. Die Textillustration war stets ein zähes Geschäft, bei dem man die bewährten Kompositionen kaum verließ, um neue Bildideen auszuprobieren. Noch bis ins 18. Jahrhundert kann man einzelne Abbildungen finden, die eindeutig von der Erstausgabe beeinflusst wurden. Dabei veränderte man mitunter die Größe, einzelne Motive, oder man fügte neue Motive hinzu. Der ursprüngliche Bildaufbau wurde jedoch weitestgehend belassen. Das zeigt, welch großen Einfluss die Erstausgabe auf die Ovid-Rezeption hatte. Der Druck führte dazu, dass antike Helden in der Renaissance auch in die volkssprachliche Kultur vordrangen. Orpheus wurde zu einem der beliebtesten Figuren des höfischen Theaters, das in der Volkssprache spielte, denn nicht jeder am Hofe war des Lateinischen mächtig. Die Themen aus den Metamorphosen gehörten auch zum Repertoire der volkstümlichen Sänger (Cantori) und zogen in die Barockoper ein. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten die gedruckten Ausgaben von 1497 und 1501. Die Bildserie kann man sogar eine der einflussreichsten in der Geschichte der Buchillustration nennen.


Anonymer Meister der Ovid-Ausgabe: Sintflut. In: Ouidio methamorphoseos vulgare, Venezia 1501, Buch I, S. 3 verso, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=817662944  © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: C. Irrgang, Hamburg

In der Ausstellung „Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600“ ist die Hamburger Ausgabe in dem Raum zu sehen, der sich den mythischen Katastrophen widmet. Aufgeschlagen ist die Schilderung der Sintflut aus dem ersten Buch des Ovidischen Textes. Er schildert den Mythos von Deucalion, dem Sohn des Prometheus, und seiner Frau Pyrrha. Nachdem der Tyrann Lycaon Jupiter ermorden wollte, grollt der Göttervater und bestraft die Menschheit mit einer großen Flut. Allein das alte und fromme Ehepaar wird von dieser verschont. Die Illustration der dritten Seite zeigt Jupiter auf der linken Seite umgeben von seinem Götterrat. Der Südwestwind Nokes in der rechten oberen Ecke in personifizierter Darstellung bringt Sturm und Regen auf die Erde. Das Meer wogt. In ihm gehen bereits einige Menschen unter, andere versuchen sich hilflos auf Flösse oder Baumstämme zu retten. Deucalion und Pyrrha sieht man am oberen Bildrand, friedlich in einem Boot sitzend. Sie steuern auf die rettende kleine Insel zu. Auf dem dargestellten Berg begründen sie schließlich das neue Menschengeschlecht.

Wer mehr lesen möchte:
Huber-Rebenich, Gerlinde: Kontinuität und Wandel in der frühen italienischen Ovid-Illustration. Die Tradition der Holzschnitte zu Giovanni dei Bonsignoris Ovidio metamophoseos vulgare. In: Metamorphosen. Wandlungen und Verwandlungen in Literatur, Sprache und Kunst von der Antike bis zur Gegenwart. Festschrift für Bodo Guthmüller zum 65. Geburtstag, herausgegeben von Heidi Marek […]. Wiesbaden 2002, S. 63-80

Hubrich, Ann-Kathrin: Anonymer Meister der Ovid-Ausgabe: Die Sintflut, vor 1497 […]. In: Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600. Katalog der Ausstellung Hamburg 2018, S. 124
Hamburger Kunsthalle, Bibliothek, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=1022134515

4. Giovanni Maggi (1566-1618), Domenico Parasacchi (tätig in der 1. Hälfte des 17. Jh.) und die Brunnen von Rom

Es ist bekannt, dass die Römer in der Antike bereits ein Wasserleitungssystem verlegten. Elf große Aquädukte versorgten Rom mit Wasser. An jedem Endpunkt einer solchen Leitung befand sich eine sogenannte Nymphäe, eine heilige Stätte, die den Nymphen, Figuren aus der Mythologie, die die Naturkräfte verkörperten, geweiht war. In der Renaissance begann man damit, diese Stätten wieder zu nutzen und an Stelle der Nymphäen neue repräsentative Brunnen zu errichten. Vor allem die Päpste bezeugten mit den üppigen Bauwerken ihre Macht. Das Wasser ist auch im Christentum ein wichtiges Element. Es symbolisiert das Leben. Jeder Christ wird, wie Jesus, mit Wasser getauft und auf diese Weise in die Gemeinschaft aufgenommen. In jedem Kloster gibt es einen Wasserlauf und einen Brunnen. In Rom sind es heute noch Tausende.


Giovanni Battista Piranesi (1720-1778): Perspektivansicht des großen Brunnens dell' Acqua Vergine genannt Trevi / "Veduta in prospettiva della gran Fontana dell' Acqua Vergine detta di Trevi [...]" In: ders.: Vedute di Roma. Band 1. 2. Pariser Ausgabe um 1835, Tafel 34, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=821970054 © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: C. Irrgang, Hamburg

Der populärste ist sicherlich der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi). Dieser größte Brunnen Roms wurde 1732-1762 während des Pontifikats Clemens XII. (1652-1740) nach einem Entwurf von Nicola Salvi (1697-1751) im spätbarocken Stil erbaut. Mit 26 Metern Höhe und 50 Metern Breite schließt er an den Palazzo Poli an.

Auf einem der zentralsten Plätze der Stadt, der Piazza Navona, stehen gleich drei Brunnen. In der Antike hatte an dieser Stelle ein Stadion für athletische Spiele gestanden. In der Renaissance verkauften Händler hier täglich Obst und Gemüse. Da der Platz seit 1485 gepflastert war, siedelte sich die Oberschicht gerne an. Auf diese Weise entstanden prächtige Paläste, die den Platz säumen. Im Norden und Süden wurde von Giacomo della Porta (1532-1602) je ein Brunnen errichtet.


Giovanni Battista Falda (1643-1678): Der Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona. In: Le Fontane Di Roma Nelle Piazze E Luoghi Publici Della Città [...]. Libro Primo. Rom 1691, Tafel 20, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=835054160 © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: C. Irrgang, Hamburg

Die Mitte füllte Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) mit dem Vierströmebrunnen, der die vier Weltströme repräsentiert. Der Obelisk steht auf einer durchbrochenen Insel und wird von vier männlichen Flussgöttern gehalten. An seiner Spitze befindet sich eine Taube, die einen Ölzweig im Schnabel hält. Der Bau des Brunnens konnte 1651 vollendet werden.

Im gleichen Jahr erschien in der Druckerei von Giovanni Domenico de Rossi (1619-1653), die zweite Auflage eines Buches über die römischen Brunnen. In seinem letzten Lebensjahr hatte der Maler und Holzschneider Giovanni Maggi 54 Radierungen der Wasser spendenden Bauwerke veröffentlicht. Einige davon entsprangen seiner Phantasie, andere gab es tatsächlich in Rom und Umgebung. Für zwei Brunnen (Fontana delle Torri und Fontana dello Scoglio) ist Maggis Radierung die einzige überlieferte bildliche Quelle. Eigentlich hatte der Künstler in seinem Leben alle Straßen und Gebäude Roms abbilden wollen. Die Idee einer vollständigen geographischen Datenbank von Google ist also wahrlich keine neue. Doch für die von Maggi geplante Chronik der römischen Architektur fanden sich keine Geldgeber. So scheint der Brunnen-Band eine Art kleine Ausgabe, ein Kompromiss zu sein. Das Buch wurde vom Publikum gut angenommen und im Laufe des 17. Jahrhunderts mehrfach wiederaufgelegt. Im 18. und 19. Jahrhundert geriet es in Vergessenheit, bis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder Nachrucke entstanden.


Giovanni Maggi (auch Maius, 1566-1618): Brunnen der Schweizergarde im Vatikan in Rom. In: Fontane Diverse Che si vedano nel'Alma Città di Roma et altre parte d'Italia. Rom 1651, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=831834455 © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: C. Irrgang, Hamburg

Giovanni Maggi arbeitete eventuell mit dem Stecher Domenico Parasacchi zusammen. Dies wird zumindest von Gori Gandellini in seinem 15-bändigen Werk über die Geschichte der Holzschneider behauptet. Parasacchi publizierte 1637 eine eigene Publikation über die römischen Brunnen, die bei Giovanni Battista de Rossi (tätig von 1630-1660), der seine Druckerei an der Piazza Navona hatte, gedruckt wurde. Der Künstler, über den es kaum Informationen gibt, pflegte enge Kontakte zu Papst Paul V. (1521-1621), der der Familie Borghese entstammte. So verwundert es nicht, dass Parasacchi vor allem dessen Brunnen-Bauten in 20 Radierungen darstellt, obwohl Paul V. bereits vor 15 Jahren gestorben war. Die Sammlung stellt bis heute die wichtigste Bildquelle für die Brunnen dar, die während des Pontifikats des Borgheser Papstes entstanden.


Domenico Parassacchi (tätig in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts): Der Brunnen im Hof der Schweizergarde im Vatikan In: Raccolta Delle Principali Fontane, Rom 1637, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=831834870 © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: C. Irrgang, Hamburg

Die Bibliothek der Hamburger Kunsthalle besitzt die Erstauflage der Publikation. Sie wurde angebunden an Maggis Buch, das in der zweiten Auflage von 1651 vorliegt.

Wer mehr lesen möchte:
Gandellini, Gori: Notizie degli intagliatori con osservazioni critiche raccolte da varj scrittori ed aggiunte a Giovanni Gori Gandellini dal padre maestro Luigi de Angelis. Del proseguimento dell'opera fino ai nostri giorni. Bd. 12. Siena 1813, S. 137
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10258268_00141.html?zoom=0.6500000000000001

Rom. Wasserspiele: Stadt der 3.000 Brunnen. Lebendige Antike. Götter im E-Werk. Hamburg 1998
Hamburger Kunsthalle, Bibliothek, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=24337738X

Struck, Neela: Römische Bauprojekte im Bild. Studien zur medialen Vermittlung der Bautätigkeit Papst Paul V. Borghese (1805-1621). München 2017, S. 79-80

5. WWW-WissensWert: Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)

Eine weite formlose Fläche durchsetzt mit Tümpeln, in denen sich der hohe Himmel spiegelt. Am Horizont ein Streifen Meer. So könnte man eine norddeutsche Landschaft beschreiben und jeder, der schon einmal dort war, hat es sofort vor Augen – das Watt.


Das Watt vor Föhr © Foto: S. Joosten, Goch

Aber ist die Fläche tatsächlich ohne Struktur? Wer genau hinschaut, wird viele verschiedene Formen im Boden des Wattenmeeres erkennen, die Wasser, Wind und Wetter sowie Tiere hinterlassen haben. In 96 Fotografien hat der Fotograf und Dokumentarfilmer Alfred Ehrhardt (1901-1984) sie sachlich wie in einer Dokumentation festgehalten. Gleichzeitig zeigen seine Fotos die Poesie und Schönheit dieser einzigartigen Landschaft auf. Ehrhardt wollte, so schreibt er in dem Vorwort zum Bildband, zu einer Art „grundsätzlich neuen Sehens“ anregen. Da erkennt man die Schule des Bauhauses, an dem der Künstler 1928-29 bei Josef Albers (1888-1976) und Oskar Schlemmer (1888-1943) studierte. Mit Wassily Kandinsky (1866-1944) pflegte er eine freundschaftliche Verbindung.

1930 berief ihn Max Sauerlandt (1880-1934) nach Hamburg an die Landeskunstschule am Lerchenfeld, die im Sinne des Bauhauses reformiert werden sollte. Ehrhardt lehrte hier Materialstudien. 1931 organisierte der Kunstverein in seinen Räumen in der Neuen Rabenstraße die erste und einzige Einzelausstellung zu Lebzeiten des Künstlers. Die Nationalsozialisten bekämpften die Ideen des Bauhauses. Nach ihrer Machtübernahme 1933 wurde Ehrhardt sofort entlassen. Das stürzte ihn in eine schwere private, finanzielle und gesundheitliche Krise. Er ging für einige Zeit nach Dänemark, kehrte aber 1934 nach Deutschland zurück und nahm eine Stelle als Organist und Chorleiter in Cuxhaven an. 1936 kündigte er diese aus politischen Gründen. In Cuxhaven hatte er erste Exkursionen in das Watt zwischen Scharhörn und Neuwerk gemacht. 1937 erschien besagter Bildband, und Ehrhardt begann, Dokumentarfilme zu drehen, u. a. auch über das Wattenmeer. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er diese Arbeit fort, indem er eine eigene Produktionsfirma gründete. Deren erster Dokumentarfilm wurde 1948 von der Britischen Besatzungsmacht gefördert. Auf der Biennale in Venedig erhielt dieser Film über Ernst Barlach den ersten Preis. Bis an sein Lebensende 1984 entstanden zahlreiche weitere Dokumentarfilme und Bildbände. Durch seine Fotografien des Watts gilt Alfred Ehrhardt als ein wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Ehrhardts Sohn Jens gründete 2002 die Alfred-Ehrhardt-Stiftung, die sich um die wissenschaftliche Erschließung und Vermittlung des Nachlasses kümmert.

Sie arbeitet u. a. mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB, https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) zusammen, weshalb man Fotos von Alfred Ehrhardt auch in diesem Portal findet.


Suchergebnis zu einer Recherche nach Alfred Ehrhardts Fotografien im Wattenmeer in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?query=alfred+ehrhardt+watt&rows=20&viewType=grid&thumbnail-filter=on&isThumbnailFiltered=true

Hinter der DDB, die von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde und von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz betrieben wird, verbirgt sich ein Netzwerk von mehr als 2.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, wie Museen, Archiven und Bibliotheken. In der Virtuellen Bibliothek werden derzeit 24.155.273 Bücher, Kunstwerke und Objekte erschlossen, 9.397.805 davon mit eingespielten Digitalisaten. Die DDB ist somit eine echte Alternative zu „Google Books“, zumal sie auch den Mehrwert der spartenübergreifenden Zusammenarbeit bietet. Viele der Einträge in der DDB werden in das europäische Pendant, der Europeana (https://www.europeana.eu/portal/de), automatisch integriert. Seit diesem Jahr hat die DDB eine neue moderne Struktur erhalten, wodurch sich Ladezeiten verkürzt haben und eine schnellere Aktualisierung möglich ist.

Wie recherchiert man in der DDB? Die Startseite beginnt mit einem Suchschlitz, der eine Volltextsuche durchführt. Gibt man hier die Begriffe „Wasser“ und „Kunst“ ein, erhält man 1.544 Treffer, die in einer Kurzliste mit je 20 Objekten pro Seite angezeigt werden. Standardmäßig wird das Ergebnis in einer Objektliste dargestellt, die eine kurze Beschreibung sowie eine kleine Abbildung sichtbar macht. Diese Ansicht kann man am rechten oberen Rand der Anzeige in eine Galerieansicht ändern. Auch die Sortierung lässt sich dort auswählen. Voreingestellt ist eine Anzeige nach Relevanz. Eine alphabetische Liste ist ebenso möglich. Am linken Rand befinden sich 22 Filter, deren Nutzung das Suchergebnis verfeinern und präzisieren. Neben der Ergebnisanzeige für Objekte, lässt sich diese auf Personen oder Organisationen umschalten. Jedes Objekt der Ergebnisliste kann angeklickt werden. Nun erscheint der vollständige Datensatz auf dem Bildschirm, der eine Beschreibung und ggf. eine Abbildung enthält. Immer wird auf den Rechtsstatus hingewiesen, der eine eventuell gewünschte Nachnutzung regelt. Bei Büchern wird statt eines angezeigten Bildes auf den neu integrierten Objektviewer verlinkt. Auf diese Weise lässt sich das Buch direkt am Bildschirm lesen und durchblättern.

Hat man in den Suchschlitz oder das erweiterte Recherchemenü einen ungültigen Begriff eingegeben, erkennt das Portal den Tippfehler und schlägt eine Alternative vor. Dies kennt man aus der Google-Suche. In der DDB funktioniert es aber nur, wenn das eingegebene Suchwort tatsächlich zu keinem Treffer führte. Eine fälschliche Eingabe von „Waser“ ergibt 237 Ergebnisse. Jetzt wird dem Nutzer nicht ein alternativer Begriff („Meinten Sie Wasser?“) angeboten. Durch einen einfachen Klick lassen sich mehrere Objekte aus der Ergebnisliste in eine eigene Auswahl schieben und miteinander vergleichen. Man erhält dann eine parallele Ansicht der kompletten Dateneinträge, die nebeneinander angeordnet werden. Sinnvoll ist dies bei (vermeintlich) gleichen Objekten. Jeder Datensatz enthält an seinem Ende einen Link auf das Objekt in der Datenbank der besitzenden Organisation.

Aus Hamburg beteiligen sich derzeit vier Institutionen an der DDB. Die Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky meldete 308.458 Objekte, das Museum für Kunst und Gewerbe 8.020, das Staatsarchiv 3.816 und das Altonaer Museum 1.403 Einträge. Recherchiert man nach dem Begriff „Hamburger Kunsthalle“, so erhält man 1.067 Treffer – Hinweise auf digitalisierte Bücher und Kataloge des Museums, auf Erwähnungen des Namens in Monographien, Katalogen oder Artikeln oder auf Objekte aus der Sammlung.


Kalenderblatt zum 1. August 2018. Quelle: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/journal/daily?date=1533074400000

Neben der Recherche bietet das Portal ein Journal, in dem man redaktionelle Artikel lesen kann. Ein Kalenderblatt verweist auf ausgewählte Objekte zu Ereignissen des Tages. Darüberhinaus wird auf Neuerwerbungen und Aktuelles hingewiesen. Virtuelle Ausstellungen werden zusammengestellt. Die Rubriken „Entdecken“ und „Hintergrund“ verweisen auf empfohlene Artikel. Unter „Personen“ werden zufällig ausgewählte Personenbeiträge angezeigt. Eine Archivfunktion führt zu allen bisher erschienenen Artikeln des Journals. Als angemeldeter Nutzer hat man einige weitere Funktionen, um das Portal zu verwenden. Man kann sich seine Favoriten abspeichern, seine Recherchen behalten und einen Newsletter abonnieren.

Die DDB bietet also ein Rundum-Paket, wenn man einen ersten Einblick in Objekte aus deutschen kulturellen Gedächtnisinstitutionen erhalten möchte. Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Museen zu einer aktiven Teilnahme an der DDB entschliessen könnten, und ihre Bestände meldeten. Dass dies bisher nicht in umfangreichem Maß erfolgte, liegt sicherlich auch an fehlenden Metadaten und Digitalisaten. Die DDB zeigt aber schon jetzt, welch reicher Schatz sich in den Kulturinstitutionen verbirgt.

Wer mehr lesen möchte:
Ehrhardt, Alfred: Das Watt. Hamburg 1937

Frischmuth, Frank und Schauerte, Günter: Deutsche Digitale Bibliothek. Eine erste Bilanz 2011-2015. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. 62 (2015), S. 232-237
https://zs.thulb.uni-jena.de/servlets/MCRFileNodeServlet/jportal_derivate_00243880/j15-h5-auf-1.pdf

Müller, Astrid B.: Strategie 2010. Deutsche Digitale Bibliothek. Kultur und Wissen online. Berlin 2016
https://cms.deutsche-digitale-bibliothek.de//sites/default/files/media/documents/ddb_strategie_2020_download.pdf

Stahl, Christiane: Alfred Ehrhardt. Naturphilosoph mit der Kamera. Fotografien von 1933 bis 1947. Berlin 2007

6. Wissenswertes – Wasser und Papier – eine innige Beziehung mit Höhen und Tiefen

Was passiert, wenn Wasser und Papier aufeinandertreffen? Legen Sie ein Blatt Papier in eine Schüssel mit Wasser. Das Papier wird das Wasser aufsaugen. Dabei verändert es sein Verhalten zum Licht. Es wird durchscheinender und verliert an Festigkeit. Haben Sie ein farbiges Papier genommen, ist es sogar möglich, dass die Farbe austritt und sich im Wasser auflöst. Papier und Wasser gehen also tatsächlich eine innige Verbindung ein.

Jetzt nehmen Sie das Blatt Papier wieder aus dem Wasserbad heraus und lassen es trocknen. Sofort wird die Verbindung schwächer; die Wechselwirkungen lassen nach. Das getrocknete Blatt entwickelt sich in seinen alten Zustand zurück – nahezu zumindest. Man kann durchaus Umbildungen erkennen. Das Papier kann wellig werden. Die Blattmaße können sich verändern und es ist möglich, dass Textur und Glanz nachlassen. Das Papier wirkt stumpfer.

Warum ist das so? Wie wirkt sich das Zusammentreffen von Wasser und Papier auf ein Buch aus und warum setzen Papierrestauratoren dennoch Wässerungsverfahren ein? Diese Fragen sollen im Folgenden geklärt werden.

Alle oben beschriebenen Vorgänge unseres kleinen Experiments können Chemiker erklären. Sie müssen dazu aber sehr tief in die Struktur der beteiligten Stoffe ein- und bis zur Ebene der Atome vordringen. Schauen wir uns also erst einmal die Eigenschaften von Wasser und Papier an. Das Wasser ist, chemisch gesehen, eine äußerst einfache Verbindung, die aus zwei Molekülen Wasserstoff und einem Molekül Sauerstoff besteht – H2O. Das Wasser ist die einzige anorganische Verbindung, die bei 20o C und einem bestimmten atmosphärischen Druck flüssig vorliegt. Zudem ist es die einzige Verbindung, die auf Erden alle drei Aggregarzustände (fest, flüssig und gasförmig) annehmen kann. Unsere Erde besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Ohne dieses könnten wir nicht überleben. Wir beschäftigen uns demnach mit einem faszinierenden Stoff, der über Jahrhunderte hinweg auch Künstler, Schriftsteller, Philosophen und Wissenschaftler in seinem Bann gehalten hat.

Vielleicht verwundert es nun nicht mehr, dass auch das Papier 6-8 % Wasser enthält. Papier ist, chemisch gesehen, eine Verbindung von Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Diese Elemente machen seine Cellulose aus. Weiterhin spielt Stickstoff eine Rolle, der für die Leimung genutzt oder bei zumeist glänzenden Papieren (z. B. für Kunstbände) in Form von pigmentierten Bindemitteln auf das Papier gestrichen wird. Ab ca. 1840 wurde das Papier maschinell hergestellt. Die verwendeten Leime bestanden dann aus Aluminium und Schwefel, in Verbindung mit Alaun oder Aluminiumsulfat. Die letzten Substanzen des Papiers sind Füllstoffe in Form von Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat.

Warum wurden Papiere eigentlich geleimt? Der Leim veredelt die Oberfläche des Papiers und kontrolliert somit das Eindringen von Wasser und macht das Beschreiben überhaupt erst möglich. Der Leimungsgrad bestimmt somit die Widerstandsfähigkeit des Papiers gegenüber flüssigem Wasser. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden alle Papiere von Hand geschöpft. Zur Leimung benutzte man Gelantine, ein wasserlöslicher Stoff, der die Poren der Blattoberfläche schloss. Daneben wurde auch noch mechanisch verdichtet. Mit Einführung der industriellen Papierherstellung musste man den Leim direkt bei der Blattherstellung zusetzen, da die verwendeten Fasern wesentlich kürzer waren. Für die Leimung setzte man nun Harzseifen ein, die wesentlich saurer sind als Gelantine. Je nach Leimstoff erhält das Papier demnach einen anderen PH-Wert. Dieser wiederum hat Auswirkungen auf die Alterungsbeständigkeit von Papier. Das ist auch der Grund, warum die Buchproduktion der Jahre 1840-ca. 1990 heute entsäuert werden muss, will man die Werke erhalten. In den 1980er Jahren nämlich erkannte man diese Problematik und entwickelte synthetische Leimstoffe, die alterungsbeständig sind. Heute wird Papier nach der DIN ISO 9706:2010 hergestellt, die sich genau mit dieser Thematik auseinandersetzt.


Papellerie, Elendage. In: Diderot, Denis und Jaucourt, Louis de: Encyclopédie, Ou Dictionnaire Raisonné Des Sciences, Des Arts Et Des Métiers. Planches, Livre 5: Recueil De Planches, Sur Les Sciences, Les Arts Libéraux, Et Les Arts Méchaniques. Avec Leur Explication. Paris 1768, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=131330217 © Hamburger Kunsthalle. Foto: A. Joosten, Hamburg

Wasser ist sowohl eine zentrale Substanz bei der Papierherstellung als auch bei seiner Restaurierung, bei der man selten Vollbäder, sondern eher Methoden der Feuchtbehandlung verwendet. Dazu müssen die Restauratoren die eben beschriebenen Prozesse ganz genau kennen. Die Papierrestaurierung minimiert oder behebt bereits entstandene Schäden, kümmert sich aber genauso um die konservatorische Seite, die das Papier auf lange Sicht hin stabilisiert. Dazu soll der chemische Prozess des Papierabbaus verlangsamt werden; ganz stoppen kann man ihn nicht. Der Papierrestaurator wirkt Risikofaktoren entgegen und schränkt diese weitestgehend ein. Die Entsäuerung ist eine Methode der Stabilisierung, die auch in der Bibliothek der Hamburger Kunsthalle angewandt wurde. Aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg konnten in den Jahren 2009-2011 über 30.000 für Hamburg wichtige Bände entsäuert und damit gerettet werden.

Weitere konservatorische Maßnahmen betreffen das Klima, in dem die Bücher gelagert und benutzt werden. Eine ständige Kontrolle der Klimafaktoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit, der Lichtmenge sowie die Konzentration von Schadstoffen in der Raumluft ist ein erster Schritt. Verändert man das Klima kann auch dies positive verzögernde Auswirkungen auf den Alterungsprozess des Papiers haben. Die Magazinräume und der Benutzungsbereich dürfen weder zu warm noch zu kalt, weder zu feucht noch zu trocken sein. Am wichtigsten ist es, das Klima konstant zu halten. Papier aus industrieller Herstellung reagiert dabei noch wesentlich stärker auf Klimaschwankungen als handgeschöpftes Papier. Auch das liegt an den verwendeten Leimstoffen. Es gibt Bibliotheken, die lagern ihre besonders wertvollen Bestände in sauerstoffarmen Magazinen. Das ist eine mögliche Methode der Konservierung. Die Mitarbeiter allerdings dürfen diese Magazine nicht zu häufig betreten und schon gar nicht in ihnen arbeiten.


Aufbausituation in der Ausstellung „Künstlerbücher. Die Sammlung“, Hamburger Kunsthalle, 30.11.2017-2.4.2018. Raum mit Werken zum „Fluxus“ © Hamburger Kunsthalle. Foto: A. Joosten, Hamburg

Bücher in Ausstellungen, dessen muss man sich klar sein, sind besonders gefährdet. Geschlossen sind sie nicht so anfällig wie in einer geöffneten Präsentation. Hinzu kommt die Einstrahlung des Lichtes, die das Papier ebenfalls altern lässt. Aus diesem Grund sollten UV-Strahlungen in Ausstellungs-, Benutzungs- und Depoträumen minimiert, wenn nicht sogar ganz vermieden werden. Neben der Beobachtung des Klimas kümmert sich der Papierrestaurator um die Erfassung des Erhaltungszustandes von Papier. Geht ein Objekt in eine Ausstellung wird ein Zustandsprotokoll erstellt. Mit Hilfe von kunsttechnologischen Untersuchungen kann eine sehr genaue Charakterisierung gemacht werden.

Ist ein alterungsbedingter Schaden bereits entstanden, kann der Papierrestaurator für dessen Beseitigung unter Umständen wieder Wasser einsetzen. Alterungsbedingte Verfärbungen werden z. B. häufig durch Wässern extrahiert. Ob dies gelingt oder nicht, hängt von der Stoffzusammensetzung und wieder einmal vom Leimungsgrad ab. Auch die Blattdicke spielt hierbei eine Rolle. Nach der Restaurierung muss das Papier wieder getrocknet werden. Dabei sollen seine charakteristischen Merkmale erhalten bleiben, wiederhergestellt oder stabilisiert werden. Für Rettungsmaßnahmen von durch Katastrophen (Feuer, Wasserrohrbruch etc.) durchnässten Objekten eignet sich die Gefriertrocknung. Jeder Bibliothekar weiß, dass man nass gewordene Bücher möglichst schnell einfrieren sollte, um eine Schimmelbildung zu verhindern. Das Wasser wird dann in einem kontrollierten Prozess aus der festen direkt in die Gasphase überführt. Der normale Trocknungsvorgang nach einer Restaurierungsmaßnahme erfolgt jedoch durch Verdunstung des flüssigen Wasserfilms auf der Papieroberfläche. Dieses Vorgehen unterliegt diversen Unterprozessen. Einer davon betrifft die Trocknung durch äußere Krafteinwirkung. Spannung oder leichter Druck, der von Gewichten ausgeübt wird. Sie verhindert u. a., dass das Papier wellig wird.

Ob eine wässrige Behandlung an einem Papierobjekt vorgenommen wird, hängt sowohl vom Nutzen der Maßnahme als auch von dem Schadenspotential ab, das diese Methode in sich birgt. Es ist klar, dass sowohl das Abwägen von Möglichkeiten und Risiken und die daraus resultierende Entscheidung als auch die Durchführung nur von einer Fachkraft, einem Papierrestaurator mit Hochschulausbildung, erfolgen kann. Aus diesem Grund arbeiten in der Hamburger Kunsthalle die Leiterin der Abteilung Information & Dokumentation, zu der die Bibliothek und die Archive gehören, in allen konservatorischen und restauratorischen Fragen eng mit der Leitung der Papierrestaurierung, Sabine Zorn, zusammen.

Wer mehr lesen möchte:
Bayerl, Günter und Pichol, Kurt: Papier. Produkt aus Lumpen, Holz und Wasser. Reinbek b. Hamburg 1986
Hamburger Kunsthalle, Bibliothek, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=15760831X

Labonté, Valérie: Warum wellt sich nasses Papier? In: Badische Zeitung, 4.11.2017
http://www.badische-zeitung.de/fragen-sie-nur/warum-wellt-sich-nasses-papier--63459877.html

Oligmüller, J. Georg und Schachtner, Sabine: Papier. Vom Handwerk zur Massenproduktion. Köln 2001
Hamburger Kunsthalle, Bibliothek, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=32796880X

Paper and water. A guide for conservators. London 2012
Hamburger Kunsthalle, Bibliothek, https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=688566561

Die nächste Ausgabe von „WissensWert“ erscheint im September 2018.

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