Liebe Freunde der Musik und Kunstinteressierte,

der Spielort Schwere Reiter besteht weiter, ab Ende Januar 2019 wird es dort auch wieder "Musik" geben. Scope – Spielraum für aktuelle Musik heißt die neue Plattform, sie wird verantwortet und organisiert von Christiane Böhnke-Geisse.

Zum Auftakt hier ein letzter Hinweis meinerseits, als kleine Unterstützung des Neubeginns. Das Programm finden Sie auch auf www.schwerereiter.de und bei Nachfragen wendet Euch / wenden Sie sich bitte per Mail an cbg@scope-muenchen.de,

herzlich Ihr / Euer

Karl Wallowsky
www.kunstbahnsteig.de
mail@kunstbahnsteig.de

schwere reiter
tanz theater musik

Scope – Spielraum für aktuelle Musik
Programm Januar/Februar 2019


Mo. 28.01. 20 Uhr

ensemble risonanze erranti / Peter Tilling
Near death experience

Das Münchner ensemble risonanze erranti/Peter Tilling, eine der wichtigen Gruppen für Neue Musik in Deutschland, steht für persönliche und leidenschaftliche Interpretationen aktueller Musik. Die Mitglieder sind führende Solisten der jungen Generation, der Dirigent und Cellist Peter Tilling dirigierte u.a. bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen und spielte im Ensemble Modern. Stilistische Offenheit prägt die Musiker ebenso wie die Zusammenarbeit mit großen Musiker-Persönlichkeiten wie Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka, Philippe Boesmans und Hector Parra. In diesem Konzert werden in neuen Werken von Mundry, Poppe, Rihm und Tilling tiefere Sinnfragen gestellt, während die Leichtigkeit des Seins virtuos hinterfragt wird bei Brass und Bertelsmeier. Eine persönliche Jenseits-Erfahrung beschreibt das neuste Ensemblewerk Tristan Murails, den Musikern von risonanze erranti zur deutschen Erstaufführung zugedacht. Es erscheint hier zusammen mit einem Film des Philosophen Hervé Bailly-Basin.

Peter Tilling - Incipit/Vide homo für Ensemble (2018/19) UA
Nikolaus Brass - For Tilling - Capriccio for Cello and small Orchestra (2018) UA
Birke Bertelsmeier - tidbit für Ensemble (2019) UA
Wolfgang Rihm - In Frage für Ensemble (1999/2000)
Isabel Mundry - Das Rohe und das Geformte III (2010/15)
Tristan Murail – Near death experience (2017) d'après l'Ile des Morts d' Arnold Böcklin pour ensemble et video. Dt. Erstaufführung

ensemble risonanze erranti/Peter Tilling

Konzertbeginn 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr
Eintritt: 17,00 €, ermäßigt 10,00


Mi. 30.01. 20 Uhr

Match: Benedict Klöckner/Peter Tilling - 2 Celli

Zwei Ausnahmemusiker, vereinte Klänge: der junge Star - Cellist Benedict Klöckner und Peter Tilling, einer der faszinierendsten Dirigenten unserer Zeit, interpretieren gemeinsam ein Schlüsselwerk der jüngeren Musikgeschichte: MATCH von Maurizio Kagel. Dazu gibt es die hinreißende barocke Sonate von Jean Barriere, arabeske Delphine des japanischen Komponisten Dai Fujikura sowie Musik aus München: Werke von Peter Michael Hamel und Laura Konjetzky.

Jean-Baptiste Barrière - Sonate Nr. 10 G- Dur (Livre 4, 1740)
Dai Fujikura - Dolphins
Peter Michael Hamel - Von Ohr zu Ohr
Peter Tilling - Incipit für Violoncello solo
Wolfgang Rihm - Über die Linie für Violoncello solo
Laura Konjetzky - Schatten im Traum
Maurizio Kagel - Match für 3 Spieler

Benedict Kloeckner, Peter Tilling (Violoncello/Piano), Laszlo Hudascek (Schlagzeug)

Konzertbeginn 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr
Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 8,00 €


Do. 31.01. 20 Uhr

Brigitte Helbig Klavier intravenös

In diesem Klavierabend stellt die Pianistin Brigitte Helbig Musik verschiedener aktueller Kompositionsströmungen einem Werk von Hans Winterberg - ein in Vergessenheit geratener jüdischer Komponist - gegenüber. Dass ein Flügel ein weites Klangspektrum besitzt, wird durch die Werke der Komponisten unterschiedlicher Generationen und Stile hörbar. Während die Musik von Mark Andre international bereits etabliert ist, zeigen auch die nachfolgenden Generationen mit Jérôme Combier, Sarah Nemtsov und Philipp C. Mayer, wie sich diese klangliche Vielfalt noch weiterentwickeln kann.

Der Titel des Konzerts ist auch in Bezug auf Mark Andres „iv I“ zu betrachten: „iv“ steht für „intravenös" oder „Introversion". Der Pianist bewegt sich im Verlauf des Stücks vom Spiel auf den Tasten immer mehr hinein in das Innere des Flügels. Musik die unter die Haut gehen soll, intravenös.

Sarah Nemtsov (*1980) - Passacaglia (2015)
Philipp Christoph Mayer (*1995) - wieder wider vide (2018)
Hans Winterberg (1901-1990) - Suite Theresienstadt (1945)
Jérôme Combier (*1971) - Études No. 1-3 (2016)
Mark Andre (*1964) - iv I (2009/10)

Brigitte Helbig (Piano)

Konzertbeginn 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr
Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 8,00 €


Fr. 01.02. 20 Uhr

Zentaur-Quartett Frischluft

Zum ersten Konzert im neuen Jahr öffnet das Zentaur-Quartett die Fenster und lässt frische Klänge junger KomponistInnen ein: Von der Schwedin Lisa Streich erklingt VOGEL. MEHR VOGEL (ALS ENGEL), Elias Praxmarer aus Tirol schneidert dem Quartett ein neues Werk auf den Leib, und im String Quartet No. 1 gibt Carlos Cipa, Deutscher mit teils ungarischen Wurzeln, bestehenden Einzelsätzen für Streicher einen neuen Anstrich. Isabel Mundry vertritt mit No one die arrivierte Generation und wird zugleich mit Musik von zweien ihrer Meisterschüler frisch beleuchtet: Von Alexander Strauch, der vor 20 Jahren seine Studien vollendete, erklingt der H-I-A-S, und Jakob Stillmark, der kurz vor seinem Master-Abschluss steht, assoziiert die Sonne in seinem Werk Strahlen.

Das Zentaur-Quartett, bestehend aus Katharina Schmauder und Annette Fritz, Violinen, Marc Kaufmann, Viola und Caio de Azevedo, Violoncello, widmet sich vorrangig der zeitgenössischen Musik. Bereits das Gründungskonzert im Herbst 2017 zeichnete den Weg vor, den das junge Streichquartett aus München verfolgt: Werke unserer Zeit, die direkte Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten und der eigene Anspruch, stilistisch vielfältige Musik auf hohem Niveau als Ensembledarzubieten. Nach Auftritten in München und Berlin wurde das Zentaur-Quartett jüngst mit dem Musik-Stipendium der Landeshauptstadt München ausgezeichnet.

Lisa Streich - VOGEL. MEHR VOGEL (ALS ENGEL)
Elias Praxmarer - NN (Neues Werk, UA)
Carlos Cipa - String Quartet No. 1
Isabel Mundry - No one
Alexander Strauch - H-I-A-S
Jakob Stillmark - Strahlen

Katharina Schmauder (Violine), Annette Fritz (Violine), Marc Kaufmann (Viola), Caio de Azevedo (Violoncello)

Konzertbeginn 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr
Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 8,00 €


So. 03.02. 17 Uhr

ENSEMBLE HORIZONTE & Julia Wahren
Splitter

Das ENSEMBLE HORIZONTE aus Detmold widmet sich seit 1990 in variabler Besetzung vom Duo bis zur 16-köpfigen Formation vor allem der zeitgenössischen Musik. Wichtiger als jede stilistische Festlegung ist der Wunsch, durch thematische Schwerpunkte und das Eingehen auf spezifische Raumsituationen Kontexte zu stiften, die auch dem unvorbereiteten Hörer Orientierung in der Klangwelt der Gegenwart vermitteln. So dienen Beziehungen zwischen Tradition und Moderne sowie Wechselwirkungen zwischen Musik und anderen Kunstgattungen als Schlüssel für neue Erlebnisperspektiven, die auch einem breiten Publikum ohne Vorkenntnis - wohl aber mit Mut und Abenteuerlust - die spannende Welt zeitgenössischer Klangsprachen öffnen.

Werke u.a. von Cage, Mittmann, Monteverdi, Scelsi
Texte von Duchamp, Schwitters, Arp, Wahren u.a.

Mit: Milena Schuster (Violine), Maria Pache (Viola), Martina Styppa (Violoncello), Helene Schütz (Harfe), Jörg-Peter Mittmann (Oboe), Julia Wahren (Stimme)

Konzertbeginn 17 Uhr, Abendkasse ab 16 Uhr
Eintritt: 17,00 €, ermäßigt 10,00


Mi. 06.02. 20 Uhr

Mathias Lachenmayr Klang

In seinem Programm lotet Mathias Lachenmayr die klanglichen Möglichkeiten des modernen Schlagwerks aus. Klassiker der Schlagzeugliteratur stehen neuen Materialien gegenüber. Alte Fragen werden neu beantwortet. Der Begriff des „Horchens“ steht im Zentrum des Abends. Der Vielseitigkeit und der facettenreichen Gestalt des Instrumentariums wird an diesem Konzertabend besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Raphael Cendo (*1975) - Scratch data für Percussion und Tape
Philippe Manoury (*1952) - Le Livre des claviers IV für Vibraphon solo
Georges Aperghis (*1945) - Graffitis für einen Percussionisten
Enno Poppe (*1969) - Fell für Drumset solo
Rosalie Hirs (*1965) - article 0 [transarctic Buddha]
Helmut Lachenmann (*1935) - Interieur I für einen Schlagzeugsolisten
Vito Žuraj (*1979) - Top Spin for Percussion Trio

Mathias Lachenmayr und Michael Leopold, Wolfram Winkel (Schlagzeug, Percussion)

Konzertbeginn 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr
Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 8,00 €


So. 10.02. 20 Uhr

NEOS live: Flute News
dedicated to... Elisabeth Weinzierl und Edmund Wächter

mit Elisabeth Weinzierl, Edmund Wächter und dem MÜNCHNER FLÖTENENSEMBLE – vom Piccolo bis zur Kontrabassquerflöte - im Gespäch mit den Interpreten: Johannes X. Schachtner. Release-Konzert zur Doppel-CD Flute News (NEOS 11819-20); auf CD 1 finden sich Flötenduos des 20. Jahrhunderts, CD 2 präsentiert unter dem Titel dedicated to... Kompositionen, die in den vergangenen zehn Jahren für Elisabeth Weinzierl und Edmund Wächter geschrieben wurden.

Jean-Luc Darbellay (*1946) Waves für 2 Flöten (2010)
Johannes X. Schachtner (*1985) Stundande natten (2010/ 2011) für 7 Flötisten
Bernd Redmann (*1965) Jardines segredos für 2 Flöten (2018) 10‘
Volker Nickel (*1970) Sonatine für Flötenduo (2016) Morgen - Mittag - Abend - Nacht (nach Gedichten vom Joseph von Eichendorff)
Enjott Schneider (*1950) RA – Ritual für 10 Flöten (2017)

Tonkünstler München e.V. in Zusammenarbeit mit Schwere Reiter Scope und NEOS music

Konzertbeginn 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr
Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 8,00 €

Kartenreservierung:
www.schwerereiter.de
reservierung@schwerereiter.de

schwere reiter
tanz theater musik

Dachauer Straße 114
80636 München
Verkehrsanbindung: Tram 12, 20, 21 oder Bus 53, Haltestelle Leonrodplatz

Veranstalter: Scope – Spielraum für aktuelle Musik
Christiane Böhnke-Geisse
cbg@scope-muenchen.de

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München


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