Liebes Publikum,

heute ist Bergfest – wir haben die erste Hälfte des Festivals erfolgreich über die Bühne gebracht. Die vergangenen sechs Tage waren von traumhaftem Sommerwetter geprägt, von ausverkauften Theatervorstellungen, anregenden Gesprächen und guter Musik. Wir freuen uns sehr auf die kommenden fünf Tage: Mit der Schuldfabrik, die heute in der Burgpassage eröffnet, mit Antoine m'a vendu son destin . Sony chez les chiens, Fractured Memories, 3x30, Jungfrau, Solo für Maria, Theka und Samedi Détente liegen noch acht Premieren vor uns – davon zwei Uraufführungen (Jungfrau und 3x30) und ein Stück, das sich mit riesen Schritten seiner hundertsten Aufführung nähert (Samedi Détente).

Zudem gibt es noch dreimal die Möglichkeit, beim Vermittlungsprogramm In guter Gesellschaft das Festival in Begleitung von Expertinnen zu besuchen und auch unsere Gesprächsreihe bietet weiterhin die Gelegenheit, zusätzlich zum Vorstellungsbesuch tiefer in die Thematiken der Theaterstücke einzusteigen.

Erste Pressestimmen zum Festival sowie ein paar fotografische Impressionen der letzten Tage haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Ihr
Theaterformen-Team

 


Samedi Détente von Dorothée Munyaneza ist eine der acht Premieren, die noch vor uns liegen. Foto: Jose Caldeira

Inhalt

Pressestimmen
Bildergalerie

Pressestimmen

„»Migration«, sagt Martine Dennewald, »ist weltweit die Norm.« In unserer Gesellschaft habe man vergessen, was es bedeutet auszuwandern. »Wir brauchen mehr als nur ein Wissen; wir brauchen ein Gefühl.« Und dann eröffnet sie in Braunschweig jenes Festival, das dazu angetan ist, dieses Gefühl zu vermitteln: die Theaterformen. [...] Laut und leise, zart und provokant kann [es] sein, und der erste Festivaltag gab schon einmal einen guten Eindruck in die Vielfalt.
[...]
[In Collisions] kollidieren Welten und Weltanschauungen – eine halbe Stunde von umwerfender Frappanz.“
Neue Presse, 9.6.2018
 

„Die britische Künstlerin Selina Thompson stellt [in Race Cards] Fragen. Fragen nach der Zugehörigkeit, nach der Hautfarbe, nach Zuschreibungen, die andere vornehmen. [...] Die Installation der 1000 Zettel ist eine schöne Hinführung zum Thema der 19. Ausgabe der Theaterformen, dieses erfolgreichen niedersächsischen Theaterfestivals, das in jährlichem Wechsel in Braunschweig und Hannover stattfindet. Die meisten Produktionen der neuen Ausgabe, die bis zum 17. Juni in Braunschweig über verschiedene Theaterbühnen geht, widmen sich den Folgen des Kolonialismus.“
HAZ, 9.6.2018


„Sowohl £¥€$ als auch Independent Living - so unterschiedlich beide Inszenierungen auch sein mögen – sehen sich dabei als dokumentarische Inszenierungen. Murakawa hat eine interessante Möglichkeit gefunden, dokumentarisches und Improvisationstheater zu einer sinnvollen Mischung zu führen, beziehungsweise einen Zufallsgenerator in eine Inszenierung einzubauen. £¥€$ dokumentiert dagegen eher systemisches – sinnvollerweise in einem kleinen, vereinfachten Abbild dieses Systems, getarnt als Spiel mit bestimmten Regeln. Wo die eine Inszenierung sich in ihrer Gangart zurücknimmt und auf Zwischentöne hört, prescht die andere mit spielerischer Risikobereitschaft vor und erzeugt in ihrem Finale tatsächlich so etwas wie Panik, in der keine rationalen Entscheidungen mehr möglich sind. Ihren Gegenstand erfassen beide auf ungewöhnliche Weise.“
Nachtkritik, 9.6.2018
 

„Ein starker Jahrgang bahnt sich an: Das Festival Theaterformen in Braunschweig verhandelt globale Machtverhältnisse neu.
[...]
In Collisions, einer Arbeit der Künstlerin Lynette Wallworth, wird man per Virtual-Reality-Brille in die westaustralischen Weiten entführt – und sieht Bilder von wahrlich apokalyptischer Sogkraft.“
[...]
Ein gänzlich anderes Thema, das auch von Ohnmachtsmomenten erzählt, bearbeitet der japanische Regisseur Takuya
Murakawa, dessen Namen man sich merken sollte. Er könnte eine ähnliche internationale Karriere nehmen wie sein
Landsmann Toshiki Okada."
Tagesspiegel, 11.06.2018
 

„[Ursina] Lardi treibt [in Mitleid] auf die Spitze, worin sie ohnehin Expertin ist: Kaum eine andere Schauspielerin kann ihre strenge Fassade so effektvoll implodieren lassen wie sie. Auf einer Videowand, die vergrößert ihr Gesicht zeigt, kann man sehen, wie ein bisschen Feuchtigkeit in den Augen ihre feste Haltung wegzuspülen scheint. Die beiläufige Art, in der sie die Fassung verliert, passt zu der Methode, mit der Regisseur Rau auch die Zuschauer im Verlauf der Aufführung immer weiter verunsichert, bis sie die übliche Distanz ablegen. Natürlich ist das alles nur Theater. Doch man spürt hier die grausame und komplizierte Wirklichkeit darin.“
HAZ, 12.06.2018

Bildergalerie

Feierliche Eröffnung im Louis-Spohr-Saal:





Festivalstart mit Race Cards von Selina Thompson:



Impressionen aus dem Festivalzentrum:









Die Stipendiat_innen der Festivalakademie:



Die Journalist_innen von Watch & Write:



Fotos: Andreas Greiner-Napp

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