Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Konzertbesucher, liebe Freunde der Kasseler Musiktage,

die Kasseler Musiktage 2015 nähern sich dem finalen Wochenende. Aus diesem Grund möchten wir Sie heute auf die letzten vier Streichquartett-Veranstaltungen hinweisen, die u.a. eine spannende Uraufführung und zum Abschluss ein Oktett bieten.
Das Minguet Quartett durchmisst am 12. November 2015 um 20 Uhr im Ständesaal die ganze Bandbreite des Quartettschaffens - von den klassischen Werken Haydns bis zu einer spannenden Uraufführung.
Zum 25. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung gastieren die Musiker des Klenke und des Auryn Quartetts - zwei Quartette, die ihre Wurzeln in Ost und West haben - am 14. November mit einem gemeinsamen, umfassenden Konzerttag.

Zwischen Schönklang und Experiment - Minguet Quartett

Das vierte und fünfte der sogenannten „Erdödy-Quartette“, die Joseph Haydn Ende des 18. Jahrhunderts für einen ungarischen Grafen schrieb, bilden den Rahmen für das Programm des MInguet Quartetts. Dazwischen wird Helmut Lachenmann (*1935), einer der wichtigsten deutschen Komponisten der Zeitgenössischen Musik, mit seinem bereits in den 1970er-Jahren geschriebenen ersten Streichquartett vorgestellt. Sein „Gran Torso“ lenkt den Blick auf die Poesie des Geräuschhaften und der unkonventionellen Spieltechniken, die damit sowohl Musikern als auch Zuhörern neue Klanghorizonte bieten.

Ein besonderes Highlight des Abends wird die Uraufführung von „Anájiikon, the Angel of the Blue Garden“ von Konstantia Gourzi (*1962) sein. Inspiriert von Engel-Darstellungen der zeitgenössischen Bildenden Kunst und Malerei, hat die griechische Komponistin ein irisierendes neues Werk im Auftrag der Kasseler Musiktage geschrieben. Gourzi gilt als eine der wichtigsten Mentorinnen zeitgenössischer Musik und gestaltet in diesem Jahr mit dem von ihr gegründeten Ensemble „opus21musikplus“ auch das Abschlusskonzert der Musiktage.

Der Namenspatron des 1988 gegründeten Minguet Quartetts ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen – für das Minguet Quartett ist dieser Gedanke künstlerisches Programm. Das Ensemble unter Ulrich Isfort, Annette Reisinger, Aroa Sorin und Matthias Diener konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur und die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts.

Schubert als Ausgangspunkt - Klenke und Auryn Quartett

Bei diesem ganz dem Streichquartett gewidmeten Festival-Tag steht das Spannungsfeld zwischen der Musik Franz Schuberts und der Moderne im Blickpunkt. Das Programm des Klenke Quartetts umfasst neben dem „Rosamunde“-Quartett Schuberts auch das 1996 entstandene Werk „Das Mädchen und der Tod“ von Siegfried Matthus (*1934). Matthus, ein Schüler des Komponisten Hanns Eisler, wurde in den 1960er-Jahren zu einem der Pioniere der zeitgenössischen Musik in der DDR und erlangte auch international Bekanntheit. 2015 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik ausgezeichnet. Inspiration für den Titel von Matthus’ Werk lieferte unverkennbar das wohl berühmteste Streichquartett Schuberts, „Der Tod und das Mädchen“.

Die vier Musikerinnen des Klenke Quartetts – Annegret Klenke, Beate Hartmann, Yvonne Uhlemann und Ruth Kaltenhäuser – gründeten ihr Ensemble an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar.

Das Auryn Quartett lässt das expressive wie tief melancholische Werk "Das Mädchen und der Tod" von Schubert mit zwei modernen Kompositionen dialogisieren: Günter Bialas schrieb sein viertes Streichquartett mit dem Untertitel „Assonanzen“ im Auftrag der Hamburger Staatsoper, wo es 1986 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Manfred Trojahn, der unter anderem seit 1991 als Professor für Komposition an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf lehrt, geht es in seinem Schaffen nicht um den Bruch mit der Tradition, sondern um deren „moderne Fortschreibung“. Das Auryn Quartett interpretiert Trojahns drittes Streichquartett aus dem Jahr 1983.

Das Auryn Quartett mit Matthias Lingenfelder, Jens Oppermann, Stewart Eaton und Andreas Arndt wurde in seiner Anfangsphase vor über 30 Jahren wesentlich durch das Studium beim legendären Amadeus-Quartett in Köln geprägt.

Ein Oktett als Finale - Klenke und Auryn Quartett tun sich zusammen

Um 20 Uhr stehen schließlich das Klenke Quartett und das Auryn Quartett gemeinsam auf der Bühne. Zusammen musizieren sie das geniale Oktett op. 20 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der 1826 entstandene Geniestreich des gerade einmal 16-Jährigen führt in feenhafte und humorvolle Welten, die an Mendelssohns berühmte Ouvertüre zum „Sommernachtstraum“ erinnern. Zum Abschluss des Streichquartett-Zyklus der Kasseler Musiktage 2015 wie auch als musikalische Feier des 25. Jahrestags der deutschen Einheit ist klangvolle, achtstimmige Kammermusik auf höchstem Niveau garantiert.

Streichquartett VI, VII, VIII und IX

Streichquartett VI

Minguet Quartett
Werke von Haydn, Lachenmann und Gourzi (UA)
Do, 12. Nov. 2015, 20.00 Uhr
Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
Einführung um 19.15 Uhr
Eintrittspreise: 25 | 20 €

 

Streichquartett VII

Klenke Quartett
Werke von Matthus und Schubert
Sa, 14. Nov. 2015, 16.00 Uhr
Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
Einführung um 15.15 Uhr
Eintrittspreise: 25 | 20 €

 

Streichquartett VIII

Auryn Quartett
Werke von Bialas, Schubert und Trojahn
Sa, 14. Nov. 2015, 18.00 Uhr
Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
Einführung um 15.15 Uhr
Eintrittspreise: 25 | 20 €

 

Streichquartett IX

Klenke Quartett und Auryn Quartett
Felix Mendelssohn Bartholdy: Oktett op. 20
Sa, 14. Nov. 2015, 20.00 Uhr
Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
Einführung um 15.15 Uhr
Das Konzert ist bereits ausverkauft.

Karten auch im Abo erhältlich.

Kartenvorverkauf

Auch der Kartenvorverkauf läuft ab sofort. Konzertkarten sind über unseren

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folgende lokale Vorverkaufsstellen erhältlich:

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KULTURpunkt
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Bei allen Veranstaltungen besteht ein Sonderpreis für Schüler, Studenten, Freiwilligendienstleistende und Auszubildende (bis 26 J.): 5 €, gefördert von der Kasseler Sparkasse. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt!

Zudem gibt es bei mehreren Konzerten eine Kinderbetreuung: Ihre Kinder können am Konzert teilhaben, solange sie wollen – danach wird ein abwechslungsreiches Alternativprogramm angeboten. Neben dem Eintritt ist für die Kinder auch die Betreuung gratis.

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