Veranstaltungen des Kulturamts der Wisseschaftsstadt  Darmstadt

 



 

Inhalt

4. NOVEMBER | BARBARA HONIGMANN | LITERATURHAUS
8. NOVEMBER | JAZZ TALK EXTRA@CENTRALSTATION |
11. NOVEMBER | MIRKO BONNÉ | LITERATURHAUS
14. NOVEMBER | JAZZ TALK 104 | JAZZINSTITUT
16. NOVEMBER | RADENKO MILAK | KUNSTHALLE
18. NOVEMBER | NINO HARATISCHWILI | LITERATURHAUS
28. NOVEMBER | BESSUNGER JAM SESSION | JAZZINSTITUT
30. NOVEMBER | LUISE-BÜCHNER-PREISVERLEIHUNG | LITERATURHAUS
KONTAKT

4. NOVEMBER | BARBARA HONIGMANN | LITERATURHAUS

Barbara Honigmann liest am Dienstag, 4. November um 19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt aus ihrem Buch „Ein Kapitel aus meinem Leben“

 

Barbara Honigmann erzählt nüchtern, poetisch und komisch das unglaubliche Leben ihrer Mutter, einer Agentin und Emigrantin, Jüdin und Kommunistin, im Europa der Kriege und Diktaturen – die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau.

Die Mutter der Autorin sprach stets nur von „einem Kapitel aus ihrem Leben“, wenn die Rede auf ihre Ehe mit Kim Philby kam. Sie war zwischen 1933 und 1945 mit dem legendären britischen Doppelagenten verheiratet – einer, der alles verriet, seine Heimat England, seine Herkunft aus dem Grußbürgertum, das Bildungsprivileg in Cambridge und die intellektuellen Freunde.

Barbara Honigmann, 1949 in Ost-Berlin geboren, arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 emigrierte sie mit der Familie nach Straßburg. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Seit 2007 ist sie korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und seit 2009 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

(c) Foto: Peter-Andreas Hassiepen

 

Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | Dienstag, 4. November um 19 Uhr


 

 

8. NOVEMBER | JAZZ TALK EXTRA@CENTRALSTATION |

JazzTalk extra@Centralstation Gary Burton & Christopher Dell

 

Gary Burton zählt zu den stilbildenden Musikern des Jazz, zugleich ist er einer der führenden Vibraphonisten dieser Musik, der mit seinen Fusion-Experimenten in den 1960er Jahren eine neue Richtung des Jazz einschlug, aber auch in kammermusikalischen Duetten etwa mit Chick Corea und anderen von sich reden machte. Er beeinflusste eine ganze Generation junger Musiker durch seine Lehrtätigkeit am Berklee College of Music in Boston.

Dort studierte Ende der 1980er Jahre auch Christopher Dell, der in Berlin lebende, aus Darmstadt stammende Vibraphonist, der in seinen Projekten zwischen Soloimprovisation, intensivem Trialog (DRA) und komplexer kompositorischer Formung eine musikalische Sprache gefunden hat, die im Jazz beheimatet ist.

Beim JazzTalk vor dem Konzert des Gary Burton Quartet werden die beiden seit langem wieder aufeinander treffen. Wolfram Knauer vom Jazzinstitut Darmstadt wird mit ihnen über ihre jeweiligen Karrieren sprechen, über die Tücken und Möglichkeiten ihres Instruments, über Improvisation als persönlichen Ausdruck und über den Einfluss gesellschaftlicher oder sehr persönlicher Erlebnisse auf ihre Musik.

Foto: Jazzinstitut Darmstadt

 

Centralstation | Samstag, 8. November, 20 Uhr | Tickets für das Konzert online kaufen


 

11. NOVEMBER | MIRKO BONNÉ | LITERATURHAUS

Mirko Bonné liest am Dienstag, 11. November aus seinem Buch „Wie wir verschwinden“

 

Der Roman erzählt eine große Geschichte der Erinnerung: Raymond, Witwer mit zwei lebhaften Töchtern, erhält nach Jahrzehnten des Schweigens einen Brief seines todkranken Jugendfreundes Maurice, der ihn in die gemeinsam erlebte Vergangenheit zurückversetzt; nach Villeblevin, wo 1960 Albert Camus bei einem Autounfall ums Leben kam. Ein französisches Dorf und ein historisches Ereignis werden für zwei Jugendfreunde zum symbolischen Angelpunkt. Erinnerung an die eigene Jugend und das Sterben eines Idols verbinden sich zu einem ergreifenden Roman, der Mirko Bonné als einen der bedeutenden Autoren unserer Zeit zeigt. „Wie wir verschwinden“ ist ein großes Buch der Erinnerung und des Verlusts, ein Roman unseres Lebens wie des Sterbens einer Ikone des letzten Jahrhunderts: Albert Camus.

 

Mirko Bonné, geboren 1965 in Tegernsee, lebt in Hamburg. Neben Übersetzungen veröffentlichte er bislang fünf Romane und fünf Gedichtbände sowie Aufsätze und Reisejournale. Für sein Werk wurde Mirko Bonné vielfach ausgezeichnet.

Foto: Sabine Bonné

 

Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | Dienstag, 11. November um 19 Uhr


 

 

14. NOVEMBER | JAZZ TALK 104 | JAZZINSTITUT

Ostalgie der zupackenden Art mit Paul Schwingenschlögl an der Trompete, Manfred Hering am Altsaxophon, Johannes Bauer an der Posaune, Gert Anklam am Baritonsaxophon, Heiner Reinhardt am Tenorsaxophon und Hermann Keller am Klavier

1969 gründete Baritonsaxophonist Manfred Schulze in der DDR ein Quintett außerhalb  musikalischer Moden und Schubladen. Schulze starb 1991. Johannes Bauer und Manfred Hering waren Mitglieder dieses außergewöhnlichen Bläserquintetts, das sie gemeinsam mit Weggefährte Heiner Rheinhard sowie dem Trompeter Paul Schwingenschlögel und dem Baritonsaxophonisten Gert Anklam revitalisierten, um nun einen Querschnitt durch das kompositorische Werk von Schulzes zu präsentieren.

 

Die Erweiterung des reinen Bläserquintetts erscheint zwingend, zumal der zeitgenössische Komponist und Pianist Hermann Keller bereits 1974 mit Manfred Schulze zunächst ein in der Ost-Berliner Improvisatorenszene gefeiertes Duo bildete, das - ausgeformt als Berliner Improvisationstrio bzw. -quartett - schließlich gemeinsame West-Tourneen unternahm.

 

Zum JazzTalk lädt Wolfram Knauer, Leiter des Jazzinstituts, seit über 15 Jahren in unregelmäßigen Abständen Musikerinnen und Musiker, um zu musizieren, zwischendurch aber auch im Gespräch über ihr musikalisches Konzept, ihr Leben mit der Musik zu berichten. Das Ambiente des akustisch exzellenten Gewölbekellers und das Konzept der Reihe versprechen jährlich fünf bis sechs außergewöhnliche Konzerterlebnisse und ein sehr persönliches Kennenlernen der Musik.

 

Gewölbekeller des Jazzinstituts | 14. November, 20:30 Uhr


 

16. NOVEMBER | RADENKO MILAK | KUNSTHALLE

Mit „Radenko Milak, 365“ beginnt das Programm des neuen Kunsthallen-Direktors León Krempel. Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, 11. November 2014 um 17 Uhr in Anwesenheit des Künstlers.

Die Kunsthalle Darmstadt zeigt mit 365 das bislang größte Projekt von Radenko Milak. Die Folge von 365 Schwarzweiß-Aquarellen entstand in Tag- und Nachtarbeit über das Jahr 2013. Jedes Blatt bezieht sich auf ein „planetarisches Ereignis“ (Radenko Milak). Krieg und Frieden, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik, Raumfahrt und Naturkatastrophen umreißen die Inhalte. Europa, die beiden Amerikas, Afrika und Asien und immer wieder der Balkan bilden den räumlichen, die letzten 500 Jahre den zeitlichen Rahmen eines begehbaren Geschichtskalenders, der die Kunsthalle Darmstadt komplett auskleiden wird.

Der 1980 in Travnik, ehem. Jugoslawien geborene Künstler lebt und arbeitet in Banja Luka, Bosnien-Herzegowina. Nach seiner Ausbildung an Akademien in Banja Luka und Belgrad beteiligte er sich er unter anderem in Paris, München und Wien an Gruppenausstellungen. Die geplante Schau ist sein erster institutioneller Einzelauftritt.

After being found guilty

 

Kunsthalle Darmstadt | Steubenplatz 1 | Darmstadt | Kontakt: 06151/891184


 

18. NOVEMBER | NINO HARATISCHWILI | LITERATURHAUS

Nino Haratischwili kommt am Dienstag, 18. November ins Literaturhaus Darmstadt. „Das achte Leben (Für Brilka)“ steht im Mittelpunkt des Abends

 

Ob Landesverrat, Verrat an Familienmitgliedern und Freunden, Verrat an den eigenen Idealen oder an sich selbst – in der kommunistischen Sowjetunion unter Stalin, aber trotz „Tauwetter“ auch nach dieser Zeit, ist der Verrat eine Konstante, mit der die georgische Familie Jaschi in Nino Haratischwilis neuem Roman leben muss.

„Das achte Leben (Für Brilka)“ ist ein epochales Werk der auf Deutsch schreibenden, aus Georgien stammenden Autorin Nino Haratischwili. Ein Epos mit klassischer Wucht und großer Welthaltigkeit, ein mitreißender Familienroman, der mit hoher Emotionalität über die Spanne des 20. Jahrhunderts bildhaft und eindringlich, dabei zärtlich und fantasievoll acht außergewöhnliche Schicksale in die georgisch-russischen Kriegs- und Revolutionswirren einbindet.

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi, ist preisgekrönte Theaterautorin und –regisseurin. Sie lebt in Hamburg und hat mit ihrem Roman „Mein sanfter Zwilling“ 2012 bereits im Literaturhaus Darmstadt gelesen.

(c) Foto: Danny Merz, Sollsuchstelle

 

Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | Dienstag, 18. November um 19 Uhr


 

 

28. NOVEMBER | BESSUNGER JAM SESSION | JAZZINSTITUT

Bessunger Jam Session mit dem Appel/Distelmann/Kühnel Trio

 

Max Appel | Schlagzeug
Michael Distelmann | Bass
Christoph Kühnel | Klavier

 

Immer am letzten Freitag im Monat treffen sich Musiker/innen aus der ganzen Rhein-Main-Neckar-Region im historischen Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut zur "Bessunger Jam Session". Das Appel/Distelmann/Kühnel Trio eröffnet den Abend, im zweiten Teil des Abends sind Gäste eingeladen, sich musikalisch einzubringen.

 

Jazzinstitut im Gewölbekeller | Freitag, 28. November um 20:30 Uhr


 

 

30. NOVEMBER | LUISE-BÜCHNER-PREISVERLEIHUNG | LITERATURHAUS

Lisa Ortgies ist die dritte Trägerin des jungen Darmstädter Luise Büchner-Preises für Publizistik. Nach Bascha Mika (2012) und Julia Voss (2013) erhält Lisa Ortgies den Preis, der in Erinnerung an die Darmstädter Autorin, Publizistin, Historikerin und Politikerin Luise Büchner (1821 – 1877), vergeben wird.

 

Die 1966 geborene Journalistin steht in ihrer Arbeit für einen modernen Feminismus, der selbstbewusst und unverkrampft die Hälfte des Himmels für die Frauen reklamiert. In ihren Publikationen und Moderationen vertritt sie ihre Haltung sympathisch und konsequent. Frau Ortgies moderiert seit 1997 die WDR-Sendung „FrauTV“. Dort gelingt es ihr stets, informativ und aufklärerisch die noch immer fehlende Chancengleichheit, ungleiche Bezahlung, die Probleme alleinerziehender berufstätiger Mütter, Gewalt an Frauen und die Berufswahl junger Mädchen zu thematisieren und dabei klar feministische Position zu beziehen. Damit steht sie in der Tradition von Luise Büchner, die mit ihren Schriften und Vorträgen Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und eigenständigem Handeln anregte. Was Luise Büchner Mitte des 19. Jahrhunderts in Wort und Schrift begann, setzt Lisa Ortgies heute auf dem Bildschirm fort. Ihre Veröffentlichungen und Sendungen greifen Vorurteile und Diskriminierung im Alltag humorvoll auf und zeigen, dass die Welt ohne Feminismus nicht besser werden kann.

Lisa Ortgies Foto: Luise-Büchner-Gesellschaft

Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | Darmstadt | , 30. November  | Luise-Büchner-Gesellschaft | Anmeldungen per Email: luisebuechner@aol.com erwünscht


 

KONTAKT

Lina Ophoven
Öffentlichkeitsarbeit Kultur

Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kulturamt
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt


lina.ophoven@darmstadt.de
T. +49 (0) 6151.13.3745
F. +49 (0) 6151.13.3398


www.darmstadt.de
 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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