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29. JANUAR | SCHLACHTPUNKT. MALEREI DER ACHTZIGER JAHRE | AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Eine Kooperation des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und der Kunsthalle Darmstadt

Die deutsche Malerei der Jahre um 1980 war bei vielen jungen Künstlern stark von der vor allem aus London und New York übergreifenden Punk-Bewegung geprägt. Viele Maler fühlten sich mit der Musikszene unmittelbar verbunden, organisierten Konzerte oder spielten in kurzlebigen Bands. Provokation, Lust an der Destruktion, Infragestellung der gängigen gesellschaftlichen Werte kennzeichneten die Musik des Punk. Die Punkszene erwies sich darüber hinaus bald als stilbildend hinsichtlich Mode, Design und Accessoires.

Martin Kippenberger, Kein Capri, 1981, AcrylLw., 209 x 299 cm
Martin Kippenberger, Kein Capri,
1981, AcrylLw., 209 x 299 cm

Die Ausstellung belegt die „Schlacht“ um überlieferte formale und ikonographische Muster, deren Umwertung und Ironisierung sowie den teilweise aggressiv anarchistischen Spaß am Tabubruch und an erzählerischer Unberechenbarkeit.

Präsentiert werden Werke aus der seit 1984 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt befindlichen Dauerleihgabe „Sammlung Tiefe Blicke“. Großformatige Gemälde der Ironiker Peter Angermann, Blalla W. Hallmann, Milan Kunc, Jiri Georg Dokoupil und Walter Dahn stehen den „wilden“, neoexpressionistischen Farbexplosionen u.a. von Helmut Middendorf, Elvira Bach, Albert Oehlen, Volker Tannert und Bernd Zimmer gegenüber. Im Zentrum der Ausstellung stehen 19 Gemälde von Martin Kippenberger. Plastiken von Felix Droese, Meuser, Harald Klingelhöller und der Berliner anarchistischen Spaßgruppe „Endart“ ergänzen die Gattung Malerei.

Veranstaltungsdaten: Kunsthalle Darmstadt | Steubenplatz 1 | 64293 Darmstadt | Eröffnung: Sonntag, 29. Januar 2012 um 17 Uhr | Laufzeit: 31. Januar bis 29. April 2012 | Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11 – 18 Uhr | Samstag, Sonntag, Feiertag 11 – 17 Uhr | Montag geschlossen



1. FEBRUAR | AUTOREN DER DARMSTÄDTER TEXTWERKSTATT LESEN IM LITERATURHAUS

Es lesen zwei Autoren aus Frankfurt am Main. Walter Jauernich wird sein Theaterstück über den Wirtschaftsaufsteiger „Ivar Kreuger“ vorstellen, und Peter Kapp liest aus seinem im vergangenen Jahr erschienenen Prosaband „Kummersdorf“.

Walter Jauernich
Walter Jauernich

Erzählungen über das sogenannte Kleine im sogenannten Großen, über Verfehlungen, die in Katastrophen enden.
George Goodmann wird den Abend musikalisch am Klavier begleiten.

Die Lesebühne ist eine Veranstaltungsreihe der Darmstädter Textwerkstatt und stellt am Mittwoch, 1. Februar, 19.30 Uhr im Literaturhaus, Kasinostraße 3, zwei Autoren mit ihren Arbeiten vor. Die Veranstaltung hat Werkstattcharakter und bietet neben der Präsentation den Diskurs. Der Eintritt ist frei.


8. FEBRUAR | DARMSTÄDTER MUSIKGESPRÄCHE | INSTITUT FÜR NEUE TECHNISCHE FORM

Darmstädter Musikgespräche I/2012 | Eine Veranstaltung der Akademie für Tonkunst, des Internationalen Musikinstituts und des Jazzinstituts Darmstadt


Thomas Schäfer
Thomas Schäfer
Musik ist ästhetisches Statement und Genuss, und dennoch ist sie zugleich immer auch eine Ware gewesen. Dieses Thema greift das "musikalische Quartett" im Rahmen der Darmstädter Musikgespräche auf.
Im lebendigen Diskurs miteinander geht es dabei etwa um den Warencharakter von Musik, aber auch um deren tatsächliche Verpackung, beispielsweise als LP oder CD.

Cord Meijering
Cord Meijering
Es geht um Musik, die als Hintergrund schon mal selbst zur Verpackung werden kann. Es geht um Labels, die der Musik gern aufgepfropft werden. Es geht um kulturelle Profile von Rundfunksendern, um die Rechthaberei ideologischer Musikfundamentalisten, um die Macht von Wort und Bild. Und es geht um die Auswirkungen, die all die verschiedenen Vorstellungen von "Verpackung" auf die Musik selbst haben, die sich ihres Zwitterstatus' zwischen Kunst und Ware durchaus bewusst ist.


Wolfram Knauer
Wolfram Knauer
Beim Darmstädter Musikgespräch setzen sich die Leiter der drei Darmstädter Musikinstitute, Cord Meijering (Akademie für Tonkunst), Thomas Schäfer (Internationales Musikinstitut) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut) mit einem Gast zu einem "musikalischen Quartett" zusammen, das ganz unterschiedliche Aspekte des Themas diskutiert.

Der Gast des Musikgesprächs "Musik + Verpackung" ist zugleich Gastgeber – Michael Schneider, der das Institut für Neue Technische Form (INTEF) leitet, das in diesem Jahr sein 60jähriges Jubiläum feiern kann.

Veranstaltungsdaten: Institut für Neue Technische Form (INTEF), Friedensplatz 10, Darmstadt | Mittwoch, 8. Februar, 20 Uhr | Eintritt frei




10. FEBRUAR | JAZZTALK | JAZZINSTITUT

JazzTalk 088 Daniel Erdmann / Samuel Rohrer Quartett im Gewölbekeller unterm Jazzinstitut

Ein aufregendes neues europäisches Jazz-Projekt mit Daniel Erdmann (Saxophon), Samuel Rohrer (Schlagzeug), Vincent Courtois (Cello) und Frank Möbus (Gitarre). Die Musik schöpft aus dem reichhaltigen Schatz der unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen ihrer Protagonisten: Rocksounds, Jazzfeeling, populäre Musik, freie Improvisation sowie klassische Komposition – alles verbindet sich, gründlich verdaut, auf organische Weise zu einer ganz eigenen Stilsynthese, die in ihrer Zurückhaltung an die Stimmung des Cooljazz erinnert.

How to catch a Cloud

Das neue Album:
How to catch a cloud


Im JazzTalk unterhält sich Wolfram Knauer mit den Musikern über Leben und Musizieren in der Fremde (der Berner Rohrer lebt in Berlin, der Wolfsburger Erdmann im französischen Tours), über den „European Sound“ und darüber wie man denn nun wirklich eine Wolke fängt. So heißt nämlich das aktuelle Album des Quartetts („HOW TO CATCH A CLOUD“, Intakt 196, 2012 )

Veranstaltungsdaten: Freitag, 10. Februar 2012, 20:30 Uhr | Gewölbekeller, Mauerstraße 17 | Eintritt: 15 Euro, erm. 12 Euro [U21 Jahren 3 Euro] | Infos unter: http://www.jazzinstitut.de/de.htm




17. FEBRUAR | FÖRDERVEREIN JAZZ PRÄSENTIERT | DEEP SCHROTT

Deep Schrott mit Andreas Kaling (Baritonsaxophon), Wollie Kaiser (Baritonsaxophon) Jan Klare (Baritonsaxophon) und Dirk Raulf (Baritonsaxophon)

Saxophonquartette?! Okay, das kennt man. Aber ein Quartett, das ausschließlich aus Baritonsaxophonen besteht? Wie eintönig! Weit gefehlt! Was diese vier Virtuosen aus ihren vier Instrumenten herausholen, ist witzig, abwechslungsreich, spannend, geistreich und so atemberaubend anders.

cd cover von deep schrott
"one" CD Cover von Deep Schrott


Deep Schrott widmen sich in ihrem neuen Programm der Musik des Folkpop-Barden Bob Dylan und zeigen, dass 'Mr. Tambourine Man', 'Like A Rolling Stone' oder 'Blowing In The Wind' wie dafür geschaffen sind, als Blasmusik neugeboren zu werden. Nicht als alberner Gag, vielmehr als Referenz an den großen Melodienerfinder Dylan, der sich damit unabhängig von seinen nobelpreisverdächtigen Texten, als Songschreiber von seltener Güte erweist. „Selbst das abgedroschene 'Knockin' On Heaven's Door'“ werde von Deep Schrott „in zuckend geblasener Hymnik als unverwüstliches Juwel aufpoliert“, schreibt Rigobert Dittmann im Musikmagazin Bad Alchemy.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V. im Gewölbekeller unterm Jazzinstitut, 20:30 Uhr Eintritt: 10 Euro, erm. 8 Euro [U21 Jahren 3 Euro]



14. FEBRUAR | RENATE FEYL | LITERATURHAUS

Renate Feyl liest aus ihrem Buch „Lichter setzen über hellem Grund“

Renate Feyl beleuchtet in ihrem neuen Roman das Leben der bedeutendsten Porträtmalerin des 18. Jahr­hunderts Elisabeth Vigée-Lebrun und entführt den Leser in das Paris der Französischen Revolution, in ein Europa des Umbruchs und in die Welt der Farben. Sie erzählt von einer faszinierenden Frau, die in bewegten Zeiten ihre Unabhängigkeit bewahrt hat und in ihren Bildern einen neuen, freien Gesellschaftston anschlägt: Sie malt die Schönen, die Reichen und die gekrönten Häupter und ist am Ende des 18. Jahrhunderts der glamouröseste Star der europäischen Kunstszene.

© Foto: Susanne Schleyer<br>autorenarchiv.de
© Foto: Susanne Schleyer
autorenarchiv.de


Feyl wurde in Prag geboren, studierte Philosophie und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Sie beschäftigt sich in ihren Romanen und Essays hauptsächlich mit bedeutenden Frauengestalten der deutschen Literaturgeschichte des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
Moderiert wird der Abend von Dr. Stephanie Hauschild, die Ihre Doktorarbeit über die Malerin schrieb und die Lesung mit zahlreichen Bildern der Künstlerin begleitet.

Zudem: Eröffnung der 7. Ausstellung der „Darmstädter Tage der Fotografie“ von Nora Bibel „Heimat – Quê Hu’o’ng“. Die Künstlerin ist anwesend.

Veranstaltungsdaten: Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | 64293 Darmstadt | 14. Februar | Beginn 19 Uhr | Eintritt 6 € erm. 4 € |



19. FEBRUAR | BÜCHNER-GEDENKJAHRE 2012 und 2013 | AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IM STAATSTHEATER |

Am 19. Februar 2012 jährt sich zum 175. Mal der Tod Georg Büchners, des großen Revolutionärs, Dichters und Wissenschaftlers.

Das Hessische Staatsarchiv Darmstadt und das Stadtarchiv Darmstadt haben eine Ausstellung gestaltet, die das Leben und Wirken Georg Büchners auf dem Hintergrund seiner Zeit veranschaulicht.


Georg Büchner 1879

Die Ausstellung wird in den kommenden zwei Jahren durch Hessen wandern und möglichst viele Menschen mit Georg Büchner, seinem Wirken und seiner Familie vertraut machen. Die Ausstellung im Staatstheater Darmstadt ist der Auftakt zu vielen Veranstaltungen zu den Büchner-Gedenkjahren 2012 und 2013.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, dem 19. Februar 2012, um 11 Uhr, im Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus, Georg-Büchner-Platz 1 in Darmstadt sind alle Interessierten herzlich eingeladen.



28. FEBRUAR | ADRIANA ALTARAS| LITERATURHAUS

Adriana Altaras „Titos Brille“
Eine Kooperation von „LuiseBüchnerBibliothek“, Literaturhaus und Gesellschaften für ChristlichJüdische Zusammenarbeit.


Die Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras führt ein ganz normales chaotisches und unorthodoxes Leben in Berlin. Mit zwei fußballbegeisterten Söhnen, einem Ehemann, der ihre jüdischen Neurosen stoisch erträgt, und mit einem ewig nörgelnden, stets liebeskranken Freund. Alles bestens also – bis ihre Eltern sterben und sie eine Wohnung erbt, die seit 40 Jahren nicht mehr ausgemistet wurde. Fassungslos kämpft sich die Erzählerin durch kuriose Hinterlassenschaften, bewegende Briefe und uralte Fotos.
Foto: Ute Langkafel, MAIFOTO
Foto: Ute Langkafel, MAIFOTO


Dabei kommen nicht nur turbulente Familiengeheimnisse ans Tageslicht.
Auch die Toten reden von nun an mit und erzählen ihre eigenen Geschichten... Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die ihre Spuren quer durch Europa und das bewegte 20. Jahrhundert zieht – um wieder in der Gegenwart anzukommen und eine ebenso kluge wie hellsichtige Zeitdiagnose zu liefern.

Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, 1964 Umzug nach Italien, ab 1967 Schulbesuch abwechselnd in Deutschland und Italien. Sie studierte Schauspiel an der Berliner Hochschule der Künste und an der New York University und ist seit 1983 in zahlreichen Filmen für Kino und Fernsehen zu sehen. Seit den 90er Jahren inszeniert Adriana Altaras zudem regelmäßig an deutschen Schauspiel und Opernhäusern.

Veranstaltungsdaten: Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | 64293 Darmstadt | 28. Februar | Beginn 19 Uhr | Eintritt 6 € erm. 4 €



KONTAKT

Lina Ophoven
Öffentlichkeitsarbeit Kultur

Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kulturamt
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt

lina.ophoven@darmstadt.de
T. +49 (0) 6151.13.3745
F. +49 (0) 6151.13.3398

www.darmstadt.de







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Festival Oude Muziek Utrecht 2011

"In Monte Oliveti" - Felice Anerio, Agostino Agazzari, Michelangelo Rossi, Giovanni Pierluigi da Palestrina
Geistliche Vokalmusik aus dem barocken Rom
Huelgas Ensemble; Leitung: Paul van Nevel
Aufnahme vom 3.9.11 aus der Domkerk
Festspiel-Panorama
Do, 16.02.2012 - 21:05 Uhr Deutschlandfunk


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Alles Walzer. Rechts, zwei, drei

Eine Revue in Ö-Moll
Von Ursula Rütten
Feature
Sa, 18.02.2012 - 18:05 Uhr Deutschlandradio Kultur
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