Hier finden sie ausgewählte städtische Veranstaltungen aus dem Kulturbereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt für den kommenden Monat.

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Inhalt

29. AUGUST | DARMSTÄDTER LANGE NACHT | KAROLINENPLATZ
31. AUGUST | WELTERBE WERDEN! AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG | OSTHANG
5. SEPTEMBER | SOMMERFEST IM LITERATRURHAUS
5. SEPTEMBER | AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG | DARMSTÄDTER TAGE DER FOTOGRAFIE IM SCHAURAUM LITERATURHAUS
9. SEPTEMBER | GREGOR SANDER | LESUNG IM LITERATURHAUS
11. SEPTEMBER | BILDER ZUR DARMSTÄDTER BRANDNACHT | LITERATURHAUS
12. SEPTEMBER | DARMSTÄDTER ELSBETH-WOLFFHEIM-STIPENDIATIN SPRICHT ÜBER MENSCHENRECHTE | LITERATURHAUS
13. SEPTEMBER | ALEXANDRA MIKULSKA AM KLAVIER | LITERATURHAUS
20.+21. SEPTEMBER | TAGE DER OFFENEN ATELIERS IN DARMSTADT
23. SEPTEMBER | ULRIKE DRAESNER LIEST IM LITERATURHAUS
25. SEPTEMBER | DARMSTÄDTER JAZZHERBST | JAZZINSTITUT
29. SEPTEMBER | SVEN HANUSCHEK | LITERATURHAUS
30. SEPTEMBER | FRANK WEDEKINDS FRAUEN IM LITERATURHAUS
KONTAKT

29. AUGUST | DARMSTÄDTER LANGE NACHT | KAROLINENPLATZ

Die „Darmstädter Lange Nacht“ wird in diesem Jahr am Freitag, 29. August auf dem Karolinenplatz neben dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt gefeiert. Oberbürgermeister Jochen Partsch und  TU Präsident, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel eröffnen das Bürgerfest, das viele Institutionen und Akteure von Kultur und Wissenschaft vereint, um 19 Uhr.

Im Weißen Turm ist eine Ausstellung zum Beginn der Fotografie-Geschichte zu sehen. Die bauliche Entwicklung der TU Darmstadt mit zahlreichen Fotografien und Dokumentationen, aber auch mehr als 130 Jahre Universitätsgeschichte werden im karo 5 zu sehen sein.  Spannende Stunden verspricht das Audimax der TU mit Kurzfilmen und Einblicken hinter die Kulissen des Kinobetriebs.

 

Ebenso verspricht die Galerie Netuschil filmische Einblicke hinter die Kulissen der Künstler. Beim Science Slam präsentiert Alex Dreppec Wissenschaft mit Witz in der Centralstation und zum „60 Minutes Dance“ mit DJ Kiwi lädt das darmstadtium in sein Foyer.

 

Auch Künstler gehören bei der diesjährigen „Darmstädter Langen Nacht“ wieder zu den Höhepunkten, die in einer mobilen Ateliersituation auf dem Karolinenplatz arbeiten. Die Malerinnen Sibyll Ariane Keller, Nicola Koch und Gabriele Nold,  die Bildhauer Peter Pelikan und Henning Wittmann und die Medienkünstlerin Annmarie Sidor sind dabei.

 

Das vielseitige abendfüllende Programm endet um 23:30 Uhr mit einer spektakulären Feuershow auf dem Karolinenplatz.

 

Das vollständige Programmheft ist verfügbar unter www.darmstadt-tourismus.de

 


 

31. AUGUST | WELTERBE WERDEN! AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG | OSTHANG

„Welterbe werden!“ Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt - Ausstellung auf dem Osthang vom 31.8. bis 1.11.2014

 

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe wurde aktuell in die deutsche Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe aufgenommen. In der Ausstellung werden auf 17 Tafeln in Texten und Abbildungen das Welterbe-Procedere, politische Entscheidungen, Themen und Inhalte des Antrags dargestellt. Eröffnet wird die Ausstellung am 31. August 2014 um 11 Uhr durch Oberbürgermeister Jochen Partsch.

In einer Einführung stellt der Koordinator Mathildenhöhe, Nikolaus Heiss, die Ausstellung vor. Am gleichen Tag um 16 Uhr findet in der Halle des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt, Olbrichweg 10, ein Welterbe-Konzert des Bessunger Kammerchors mit Begleitung durch das Pianisten-Duo Stephan Schwarzacher und Jan Polivka statt. Gespielt werden die Liebesliederwalzer von Johannes Brahms und Werke aus dem slawischen Kulturkreis.

 

Am 17. September spricht Nikolaus Heiss über Themen und Inhalte des Antrags. Es folgt am Dienstag, 30. September der Vortrag von Dr. Jennifer Verhoeven mit dem Titel „Zum Prozess der Welterbenominierung“. Der Gartenkunst auf der Mathildenhöhe 1901-1904 -1908 -1914 widmet sich Christiane Geelhaar am 7. Oktober. Den Abschluss der Reihe bildet der Vortrag von Renate Charlotte Hoffmann am 14. Oktober zum Thema „Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe – ein Vergleich mit anderen Stätten“. Die Vorträge finden jeweils um 18 Uhr in der Ausstellung statt.

 

Die Ausstellung endet mit einer Finissage am Samstag, 1. November um 14 Uhr

mit der Vorstellung der Dokumentation zum Antrag „Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt“.

 

Ausstellungsort ist die temporäre Halle auf dem Osthang der Mathildenhöhe am Olbrichweg. Die Ausstellung ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. An den Samstagen werden um 14 Uhr Führungen angeboten.

 


 

5. SEPTEMBER | SOMMERFEST IM LITERATRURHAUS

Das Literaturhaus Darmstadt beginnt das Herbstprogramm 2014 mit einem Sommerfest am 5. September 2014

Am letzten Ferientag, Freitag, dem 5. September feiert das Literaturhaus mit allen dort ansässigen Vereinen ein Sommerfest, zu dem alle Bürger herzlich eingeladen sind. 20 Vereine haben ihren Sitz im Haus in der Kasinostraße 3, die sich jeweils mit einem Programmbeitrag oder einem Einblick in ihre Arbeit vorstellen. Durch den Tag führt Alex Dreppec, der Science Slams moderiert und Mitbegründer des mittlerweile weit über Darmstädter Grenzen hinaus bekannten Krone-Slams ist. Um 20 Uhr spricht er über den Poetry Slam sowie den Science Slam und stellt seinen neuen Gedichtband vor.

 

Ab 21 Uhr wird das Auditorium zur Tanzfläche mit DJ „Matthew D“.

 

Ab 16 Uhr können Gäste sich an der Büchertauschbörse im Eingangsbereich beteiligen, die Ausstellung der „Darmstädter Tage der Fotografie“ zum Thema „Konversion“ besuchen, sich bei Tee und Gebäck in die indische Märchenwelt versetzen lassen und am historisch-literarischen Darmstadt-Quiz mit dem Riwwelmaddhes teilnehmen. Die Mitglieder der Societá Dante Alighieri bieten einen Malkurs für Kinder ab 6 Jahren an. In der Zwischenzeit können Eltern das große 4stöckige Haus und deren Institutionen erkunden.

In den Räumen der Vereine wird ein vielfältiges Angebot bereit stehen, so können Gäste an Führungen und Lesungen im Kunst Archiv teilnehmen, italienische Literatur, Musik und Prosecco beim Verein Società Dante Alighieri genießen, Chassidische Geschichten aus dem osteuropäischen Judentum und Klezmermusik hören, eine 3D Computer Rekonstruktion der Darmstädter Synagoge in der Alexander-Haas-Bibliothek und Filme zur Darmstädter Kunst und italienischem Leben sehen.

 

Mehrere Büchertische und Bibliotheken stehen an diesem Tag zum Stöbern bereit. Vor dem Haus warten Liegestühle und ein Angebot an Hamburgern, Coleslaw, Muffins, Bratwürstchen und Getränken.

 

Das ausführliche Programm für das Sommerfest, aber auch alle Veranstaltungen des zweiten Halbjahres 2014 können unter www.literaturhaus-darmstadt.de eingesehen werden.

 


 

5. SEPTEMBER | AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG | DARMSTÄDTER TAGE DER FOTOGRAFIE IM SCHAURAUM LITERATURHAUS

Sträucher erobern munitionsverseuchten Boden, ein raumschiffartiges Gebäude steht in einer wüstenähnlichen Szenerie – fast 20 Jahre nach dem Abzug der Alliierten ist die Konversion einiger Areale bereits abgeschlossen, an anderen hat sich noch nicht einmal begonnen.

Isabel Kiesewetter hat den militärischen Nachlass unter die Lupe genommen und diese unwirklichen Landschaften in ihren Fotografien festgehalten.

 

Im Schauraum der „Darmstädter Tage der Fotografie“ wird die Ausstellung im Rahmen des Sommerfests im Literaturhaus am 5. September eröffnet und kann bis Mitte Dezember besichtigt werden. Öffnungszeiten unter www.dtdf.de

 


 

9. SEPTEMBER | GREGOR SANDER | LESUNG IM LITERATURHAUS

Am Dienstag, 9. September kommt Gregor Sander ins Literaturhaus Darmstadt - Thema des Abends: Verrat und Rache

Die Geschichte beginnt in einem heruntergekommenen Luxushotel in Budapest. Zu ihrem vierundvierzigsten Geburtstag hat Astrid diesen Kurzurlaub von ihrer neuen Liebe, Paul, geschenkt bekommen. Mit dieser Reise will Paul auch einen Blick in ihre Vergangenheit riskieren – und bekommt mehr zu sehen, als ihm vielleicht lieb ist. Denn diese Geschichte beginnt auch vor fünfundzwanzig Jahren in der DDR auf einer wilden Künstlerparty, als sich Astrid Hals über Kopf in Julius verliebte. Eine Liebesgeschichte aus der Sedimentschicht der Wende. Gregor Sander verschränkt Vergangenheit und Gegenwart, er erzählt von deutschen Lebensläufen, erzählt von den Zonenkindern damals und jetzt, dass einem fast schwindelig wird. Dabei gelingen ihm zarte Bilder voller Überraschungen. Liebe, Freundschaft, Flucht und es geht um Verrat und um die Frage der Rache.

Gregor Sander, 1968 in Schwerin geboren, lebt heute als freier Autor in Berlin.

(c) Foto: Sintje Sander

Dienstag, 9. September, 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3

 


 

 

11. SEPTEMBER | BILDER ZUR DARMSTÄDTER BRANDNACHT | LITERATURHAUS

„Das Feuer fraß die halbe Stadt…“ – Bilder zur Darmstädter Brandnacht – Ausstellungseröffnung durch Oberbürgermeister Jochen Partsch am 11. September 2014 um 17 Uhr in den Räumen des Kunst Archivs im Literaturhaus Darmstadt.

 

Das Datum des 11. September 1944 markiert den schlimmsten und nachhaltigsten Einschnitt in die Geschichte unserer Stadt. Rund acht Monate vor dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Darmstadt durch einen gezielten und planmäßig durchgeführten Luftangriff der Royal Airforce in der Kernstadt zu fast 80 % zerstört, die Altstadt völlig ausradiert und über 12.000 Menschen verloren bei dem Feuersturm, den der vernichtende Fliegerangriff verursachte, ihr Leben.

 

Aus eigenem Erleben des Luftangriffs und der Brandnacht und inmitten der entstandenen Darmstädter Trümmerlandschaft malten Künstler ihre traumatischen Erlebnisse und bannten den Schrecken aufs Papier oder die Leinwand. Im Zentrum der Ausstellung im Kunst Archiv, stehen neben den Fotos der zerstörten Stadt, der siebenteilige Temperazyklus von Karl Deppert, das große Triptychon „11./12. September 1944“ von Ernst Vogel, die Darmstädter Ruinen-Landschaften von Annelise Reichmann und Arbeiten anderer Künstler, wie Willi Hofferbert, Marcel Richter und Eberhard Schlotter.

 

Am Freitag, 19. September um 19:30 Uhr liest der Darmstädter Schauspieler Aart Veder im Kunst Archiv Gedichte, Texte und aus Erinnerungen an die Brandnacht von Zeitzeugen.

 

Am Sonntag, 21. September um 11 Uhr und um 15 Uhr führt Claus K. Netuschil durch die Ausstellung

Bild: Karl Deppert, Intoduktion Luisenplatz Tempera, 1947/48

Die Ausstellung ist bis 26. September 2014, Di. – Fr. 10 – 18 Uhr, Sa. und So. 11-18 Uhr zu sehen. Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3. Kunst Archiv

 


 

 

12. SEPTEMBER | DARMSTÄDTER ELSBETH-WOLFFHEIM-STIPENDIATIN SPRICHT ÜBER MENSCHENRECHTE | LITERATURHAUS

Shahla Sultanova – Vorstellung der neuen Elsbeth-Wolffheim-Stipendiatin der Stadt Darmstadt

 

Shahla Sultanova (33) ist die neue Elsbeth-Wolfheim-Stipendiatin der Stadt Darmstadt. Weil sie sich in ihrer Heimat für Menschenrechte, Pressefreiheit und gegen die Regierung aussprach, wurde sie bedroht. Seit Mai 2014 wohnt die Journalistin in der Stipendiatenwohnung im Herdweg in Darmstadt.
 

Immer wieder weisen Menschenrechtsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen (ROG) auf die äußerst angespannte Situation für Journalistinnen und Journalisten in Aserbaidschan hin. Dort werden kritische Berichterstatter zunehmend unter Druck gesetzt, eingeschüchtert und bedroht – acht Journalisten und zwei Online-Aktivisten sitzen derzeit in Haft.

Im Mai 2014 übernahm Aserbaidschan den Vorsitz des Europarats und nimmt damit ein herausragendes Amt innerhalb Europas ein. Zugleich werden unabhängige
Medien und Journalisten zuhause massiv unterdrückt. Aserbaidschan steht auf der ROG-Rangliste zur Pressefreiheit auf Platz 160 von 180.

Professor Ludger Hünnekens, Kulturreferent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Franziska Sperr, Vizepräsidentin und Writers in Exile-Beauftragte des PEN-Zentrums Deutschland, sprechen mit Shahla Sultanova zur Situation und Jens-Uwe Thomas von Reporter ohne Grenzen informiert über die Menschenrechtslage in Aserbaidschan.

 

Fr., 12. September, 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 Karten an der

Abendkasse, oder im Internet unter www.darmstadt.de/veranstaltungskalender

 


 

13. SEPTEMBER | ALEXANDRA MIKULSKA AM KLAVIER | LITERATURHAUS

Musikalisch-literarischer Abend - Warschauer Erinnerungen 1939-1945 des Pianisten und Komponisten Wladyslaw Szpilman (1911-2000) mit Aleksandra Mikulska am Klavier und Lesung und Gesang von Bozena Zolynska
 

Ausschnitte aus dem  Buch „Das wunderbare Überleben“, das den Nationalsozialistischen Terror in Polen und das Überleben von Wladyslaw Szpilman beschreibt und dem Tagebuch von W. Hosenfeld liest an diesem literarisch-musikalischen Abend am Samstag, 13. September Bożena Żołyńska. Die in Polen geborene Sängerin, Schauspielerin und Violinistin lebt in Stuttgart und arbeitet als frei schaffende Künstlerin. Neben den Ausschnitten aus den Büchern wird Bożena Żołyńska auch Szpilmans Lied „Abends in Warschau“ singen. Stücke von Szpilman und Chopin wird an diesem Abend Aleksandra Mikulska auf dem Flügel darbieten. Die gebürtige Warschauerin erhielt 2005 den Großen Sonderpreis als beste polnische Pianistin beim Internationalen Frederic-Chopin-Wettbewerb in Warschau. Sie ist setzt sich als Präsidentin der „Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland“ für einen kulturellen Brückenschlag zwischen Polen und Deutschland ein. Den Abend wird sie mit dem Nocturne von Chopin beginnen, das 1939 unterbrochen wurde. 

Aleksandra Mikulska Foto: Chopin-Gesellschaft

Samstag, 13. September 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3 | mehr unter www.chopin-gesellschaft.de

 


 

 

20.+21. SEPTEMBER | TAGE DER OFFENEN ATELIERS IN DARMSTADT

Darmstädter Künstler laden ein zu „Tage der offenen Ateliers“

 

Am 20. und 21. September öffnen 20 Darmstädter Ateliers ihre Türen. Besucher können an beiden Tagen Künstlern bei der Arbeit zuschauen, begleitet von verschiedenen Aktionen und Attraktionen in einem ganz besonderen Ambiente. Der Weg durch die Kunstlandschaft führt dabei sowohl in große und kleine Ateliers als auch in Privathäuser, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Künstler laden in ihre Arbeitsräume ein, um mit kunstinteressierten Besuchern ins Gespräch zu kommen, darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit Arbeiten zu erwerben und sich auch selbst künstlerisch zu erproben.

 

In der Broschüre „Kultursommer Südhessen 2014“, die an öffentlichen Stellen ausliegt oder unter www.kultursommer-suedhessen.de sind alle teilnehmenden Künstler und Informationen zur besseren Orientierung über die Standorte der teilnehmenden Ateliers zu finden.

 


 

 

23. SEPTEMBER | ULRIKE DRAESNER LIEST IM LITERATURHAUS

Simone Grolmann ist 52, etabliert und angesehen, Professorin für Verhaltensforschung, Mutter einer Tochter, ein analytischer Mensch. Dennoch hat sie Angst. Angst vor Schnee. Die Angst ist tief in ihr, versunken wie der Breslauer Wald, durch den ihr Vater, sein behinderter Bruder Emil und Lilly, die Mutter der beiden, in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 1945 stapften, bei minus 21 Grad: drei Menschen mit drei durchweichten Pappkoffern. 17 Jahre vor Simones Geburt war das, und doch ist es ihre eigene Angst. Ulrike Draesner kreuzt die Lebenswege der schlesischen Grolmanns mit dem Schicksal einer aus Ostpolen nach Wrocław vertriebenen Familie. Vier Generationen kommen zu Wort.

Es geht um den Zweiten Weltkrieg, um Vertreibung, Flucht und Gefangenschaft, aber auch um die Gegenwart: Wie gehen die Romanfiguren, die Bombenangriffe,
Hunger und Tod erlebt haben, mit ihrer Vergangenheit, mit dem Verlust von Heimat um? „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ war „Buch des Monats“ im Mai 2014 und nominiert für den Preis „10 Jahre Deutscher Buchpreis“
Foto: Jürgen Bauer
Ulrike Draesner 1962 geboren, promovierte mit einer Arbeit zu Wolfram von Eschenbachs „Parzival“. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.
 

Dienstag, 23. September, 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 4

 


 

25. SEPTEMBER | DARMSTÄDTER JAZZHERBST | JAZZINSTITUT

Wie schon vor zwei Jahren wird auch diese Ausgabe des Jazzherbstes im Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut am 25. September eröffnet. Die Besucher erwartet die großartige Band des Tenorsaxophonisten Wilson de Oliveira.

 

Wilson de Oliveira ist fast schon eine mythische Figur für den Jazz in Deutschland und im Rhein-Main Gebiet. Aus Montevideo, Uruguay stammend, ist er seit den 1970er Jahren nicht mehr von der deutschen Jazzszene wegzudenken, in den letzten Jahren vor allem als Mitglied der hr-Bigband, für die er auch arrangiert.

 

Überzeugend und kompetent baut seine beherzt zupackende Stilistik auf dem Erbe von John Coltrane auf. Kaum jemand vermag wie Wilson de Oliveira gleichermaßen in gefühlvollen Balladen wie in pulsierenden, hochenergetischen Spielsituationen zu brillieren.

 

Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in der multinationalen Besetzung seiner neuen Band wieder: der Argentinier Marino Diaz ist ein ungemein versierter junger Pianist mit Wohnsitz in Madrid, Peter Perfido, ein druckvoll swingender Drummer in bester amerikanischer Jazztradition, stammt aus Connectitut und wohnt lange schon in Frankreich, der gebürtige Nürnberger Markus Schieferdecker schließlich ist ein gleichermaßen routinierter wie virtuoser Begleiter am Bass zwischen Mainstream und freiem Spiel

 

Donnerstag, 25. September, 20:30 Uhr | Gewölbekeller unterm Jazzinstitut |
 


 

29. SEPTEMBER | SVEN HANUSCHEK | LITERATURHAUS

Sven Hanuschek liest im Literaturhaus aus Bernard von Brentanos „Theodor Chindler“

Im Jahre 2014 jährt sich der Todestag Bernard von Brentanos zum 50. Mal. Aus diesem Anlass soll im Literaturhaus Darmstadt der bedeutendste Roman dieses Autors „Theodor Chindler“ als einer in Vergessenheit geratenen literarische Schatz neu entdeckt werden. Am 29. September werden Werk, Wirkung und Lebensgeschichte eines Autors reflektiert, der wie kaum ein anderer der Kulturregion Rhein-Main verbunden war.

Der Essayist und Romancier Bernard von Brentano war in der ausgehenden Weimarer Republik mit Brecht befreundet und schrieb über Kapitalismus und Schöne Literatur (1930). Auch wenn sie etwas in Vergessenheit geraten sein mögen, halten seine erzählerischen Werke und ihre Ästhetik bis heute stand; in welchem Verhältnis steht dieses Werk zu seinen wechselnden politischen Auffassungen?

Prof. Dr. Sven Hanuschek lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Er hat Biographien über Erich Kästner und Elias Canetti veröffentlicht, Bücher über den PEN, Heines Lyrik, Heinar Kipphardt, Laurel & Hardy und er hat Nachlass-Editionen von Kipphardt, Kästner und Canetti herausgegeben.
Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Montag, 29. September um 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3


 

30. SEPTEMBER | FRANK WEDEKINDS FRAUEN IM LITERATURHAUS

„Lulu und die anderen – Frank Wedekinds Frauen und die Bohème“ – eine szenisch-musikalische Lesung anlässlich des 150. Geburtstages von Frank Wedekind im Literaturhaus Darmstadt

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts provozierte Frank Wedekind den Literatur- und Bühnenbetrieb mit seinem neuen Stil. Seine drastischen und freizügigen Texte wurden oft von der Zensur verboten. Wedekind plädierte für Aufklärung und kämpfte gegen Verlogenheit und Scheinmoral. Er war fasziniert von Frauen, die ihre erotischen Bedürfnisse ausleben und genoss die Welt der Bohème. Dort fand der Dramatiker Lulu, das unwiderstehlich sinnliche Mädchen.

Die szenisch-musikalische Lesung anlässlich des 150. Geburtstags von Frank Wedekind schlägt einen rasanten Bogen mit Szenenausschnitten, Liedern, Tagebuchnotizen und Briefen des Autors, Kabarettisten und Schauspielers. Dem gegenüber stehen Zeugnisse und Zitate verschiedener Zeitgenossen, insbesondere von Frauen aus seinem Leben.

Idee und Konzept stammen von der in München lebenden Schauspielerin und Drehbuchautorin Cornelia Bernoulli. Sie schreibt und entwickelt szenische Programme und tritt damit in der deutschsprachigen Kulturlandschaft auf. Der Sänger, Schauspieler und Dramaturg Bruno Hetzendorfer ist fürs Musikkonzept zuständig.
Foto: Wedekind mit verschränkten Armen (c) Monacensia

Dienstag, 30. September, 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt | Kasinostraße 3

 


 

KONTAKT

Lina Ophoven
Öffentlichkeitsarbeit Kultur

Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kulturamt
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt

lina.ophoven@darmstadt.de
T. +49 (0) 6151.13.3745
F. +49 (0) 6151.13.3398

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