KULTURNEWSLETTER OKTOBER 2016

      

 

                                                                                           

Inhalt

3. OKTOBER| SCHNITT SCHNITT | KUNSTHALLE
4. OKTOBER| THOMAS GLAVINIC | LITERATURHAUS
5. OKTOBER | LESEBÜHNE | LITERATURHAUS
8. OKTOBER | KONZERT | LITERATURHAUS
11. OKTOBER | MANFRED MITTERMAYER, OLIVER BRUNNER & MATHIAS ZNIDAREC | LITERATURHAUS
13. OKTOBER | RONJA VON RÖNNE & TILMAN RAMMSTEDT| CENTRALSTATION
14. OKTOBER | LUISE-BÜCHNER-DENKMAL | LITERATURHAUS
18. OKTOBER | 31. BIBLIOTHEKSGESPRÄCH | LITERATURHAUS
21. OKTOBER |BÜCHERNÄRRINNEN | LITERATURHAUS
23. OKTOBER | KÜNSTLER IM ERSTEN WELTKRIEG | KUNST ARCHIV IM LITERATURHAUS

3. OKTOBER| SCHNITT SCHNITT | KUNSTHALLE

Die Herstellung der ersten Papiers collés, die Georges Braque und Pablo Picasso um 1912 entwickelten, gilt als die Geburtsstunde der Collage – eine der wirkmächtigsten künstlerischen Innovationen der Klassischen Moderne. Wo steht die Collage, als ein Kind der Moderne, heute? Dieser Frage geht die Gruppenausstellung Schnitt Schnitt in der Kunsthalle Darmstadt nach, indem sie Arbeiten von Collage-Pionieren wie Alfred Nungesser und Jiří Kolář den Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler gegenüberstellt, deren Collagen sich jedoch kaum mehr geradlinig auf die klassischen westlichen Pioniere zurückführen lassen.

Nazgol Ansarinia orientiert sich beispielsweise an iranischen Spiegelmosaiken und rückt damit die prinzipielle Unabgeschlossenheit kunsthistorischer Narrative in den Blick.

 

In der Ausstellung werden etwa 70 Werke von Nazgol Ansarinia, Martin Brüger, Raphael Danke, Ulrich Horndash, Jirí Kolár, Eoin Mc Hugh, Radenko Milak & Roman Uranjek, Alfred Nungesser, Annegret Soltau, Alexander Tillegreen und Dziga Vertov gezeigt.

 

Die Ausstellung in der  Kunsthalle Darmstadt ist vom 3. Oktober 2016 bis 8. Januar 2017 zu sehen.

 


 

4. OKTOBER| THOMAS GLAVINIC | LITERATURHAUS

Thomas Glavinic, Der Jonas-Komplex

Mehrere Parallelgeschichten präsentiert Thomas Glavinic in seinem neuen Roman. Da ist ein Wiener Schriftsteller, der zwischen Drogen, Alkohol und Frauen hin- und hergerissen ist, ein Abenteurer, der mit seiner großen Liebe Marie zum Südpol laufen will, und ein 13-Jähriger in der Weststeiermark, der davon träumt, Schachgroßmeister zu werden. In meisterhaften Beschreibungen und hinreißenden Dialogen wird skizziert, wie die wirkliche Welt auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben trifft.

Thomas Glavinic ist einer der meistdiskutierten deutschsprachigen Schriftsteller. Seit seinem ersten Roman „Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“, der 1998 erschien, erhielt er zahlreiche Literaturpreise wie den Friedrich-Glauser-Preis für „Der Kameramörder“ und stand 2007 mit „Das bin doch ich“ auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zahlreiche seiner Romane wurden für die Bühne adaptiert und verfilmt. Seine Werke sind in zwanzig Sprachen übersetzt.

(c) Foto: Gaby Gerster

 

 

Dienstag, 4. Oktober| 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt |

Literaturhaus auf dem Stadtplan

Anreise mit der Deutschen Bahn

 

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5. OKTOBER | LESEBÜHNE | LITERATURHAUS

Zwei Autoren, eine Buchpremiere: David Krause (Köln) und Dennis Mizioch (Heidelberg) lesen Gedichte. David Krause ist der 1. Preisträger des Leonce-und-Lena-Wettbewerbes 2015. Wir stellen seinen im Leipziger poetenladen Verlag erschienenen Lyrikband „Die Umschreibung des Flusses“ vor. Auch Dennis Mizioch, der in narrativen Textblöcken die Zerbrechlichkeit des Subjektiven freilegt, gehört zu den Entdeckungen in der neuen, jungen Lyrik.

Moderation: Kurt Drawert.

 

Mittwoch, 5. Oktober, 19.30 Uhr | Literaturhaus Darmstadt

 


 

8. OKTOBER | KONZERT | LITERATURHAUS

Konzert mit Dragomir Zachariev, Ruschka Miltschewa und Nikolai Zachariev

Der Bratscher Dragomir Zachariev war Dozent für Bratsche an der Musikhochschule in Sofia, seit 1989 bis zuletzt war er Solo-Bratschist des Schleswig - Holsteinischen Sinfonieorchesters. Nach vielen Solokonzerten wird Nikolai Zachariev gemeinsam mit seinen Eltern auftreten und ein Repertoire von ausgewählten Musikstücken für Klavier und Viola berühmter Komponisten präsentieren.

 

Die Pianistin Ruschka Miltschewa war Dozentin an der Hochschule in Sofia. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen, Teilnahme an Internationalen Wettbewerben und Zusammenspiel mit berühmten Solisten haben Ihre Musikerkarriere begleitet.

 

Auf dem Programm stehen: J.S.Bach; Präludium und Fuge a-moll für Orgel (Bearbeitung: Franz Liszt); Felix Mendelssohn: 5 Lieder ohne Worte für Klavier; Henry Vieuxtemps: „Barcarolla“ für Viola und Klavier; Robert Schumann: Märchenbilder op. 113 für Viola und Klavier und Franz Schubert: Fantasie f-moll, Klavier für vier Hände.

Nach dem Konzert lädt die Deutsch-Bulgarische Gesellschaft zu Gesprächen mit den Künstlern und serviert erlesene bulgarische Weine und die traditionelle bulgarische Teigware „Banitza“.

 

Samstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr | Literaturhaus Vortragssaal |Eine Veranstaltung der  Deutsch-Bulgarische Gesellschaft Darmstadt e.V.


 

11. OKTOBER | MANFRED MITTERMAYER, OLIVER BRUNNER & MATHIAS ZNIDAREC | LITERATURHAUS

Polarisierender Skandalautor, Klassiker der Weltliteratur, weltberühmter Dramatiker, österreichisches Phänomen: All das und noch viel mehr war Thomas Bernhard, dessen umfassende Biografie nun vorliegt.

Oliver Brunner                                                         Manfred Mittermayer

Mit Manfred Mittermayer spricht Oliver Brunner, Schauspieldirektor des Staatstheaters Darmstadt.

 

Der Thomas-Bernhard-Experte Manfred Mittermayer, fasst Leben und Werk des Autors in eine große Erzählung, die von Bernhards „Herkunftskomplex“ – der Familie seines Großvaters Johannes Freumbichler – bis zu seinem frühen Tod nach jahrelanger Krankheit reicht. Differenziert zeichnet Mittermayer das vielschichtige öffentliche Erscheinungsbild, aber auch die privaten Lebensstationen nach und setzt die wesentlichen Prosawerke und Theaterstücke in Bezug zu einem Lebensweg, der untrennbar mit der Nachkriegsgeschichte verbunden ist.

Der Schauspieler, Mathias Znidarec kommt mit einem "Live-Beitrag" aus seiner Lesung im Staatstheater Darmstadt. "Auslöschung. Ein Zerfall" (1986) ist das letzte, umfangreichste und bedeutendste Prosawerk des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard (1931-1989). Der Roman ist ein innerer Monolog von Franz-Josef Murau, der in einer Niederschrift seine Gedanken anlässlich des Unfalltodes seiner Eltern und seines Bruders beschreibt. Murau will sich so von seinem "Herkunftskomplex" befreien und seine Erinnerungen mit Hilfe dieses Berichtes auslöschen. 

Mathias Znidarec, Foto: Staatstheater Darmstadt

 

Dienstag, 11. Oktober| 19 Uhr | Literaturhaus Darmstadt |

Literaturhaus auf dem Stadtplan

Anreise mit der Deutschen Bahn

 

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13. OKTOBER | RONJA VON RÖNNE & TILMAN RAMMSTEDT| CENTRALSTATION

Ronja von Rönne & Tilman Rammstedt

 

„Ronja von Rönne wischt das Blau vom Himmel.“ Sie ist das It­Girl des Berliner journalistisch-literarischen Komplexes: Ronja von Rönne schreibt SUV­Tests und über AfD­Demos, die Antifa nennt sie „antifeministische Feuilletonfresse“ (Georg Diez, Der Spiegel)

 

(c) Foto: Carolin Saage

In Tilman Rammstedts neuesten Roman „Morgen mehr“ ist es Sommer 1972. Seit Jahren schon. Die Farben verblassen, die Musik leiert, und ein Mann sehnt sich nach der Zukunft. Er vermisst all das, was es noch nicht gibt: Navigationssysteme, Glutenintoleranz, die Nostalgie nach klareren Zeiten. Er vermisst auch seine Frau, die er noch nicht hat, seine Kinder, die es nicht gibt. Er will nicht länger warten. Er beschließt, die Uhr nach vorne zu drehen. Und zwar nicht nur seine eigene, sondern die Koordinierte Weltzeit, an der sich alle Uhren orientieren. Dafür muss er nach Paris. In einem gestohlenen Taxi fährt er durch ein merkwürdiges Europa und sammelt auf dem Weg all diejenigen ein, die auch endlich in die Zeit fallen wollen, am besten mit Karacho.

 

Ronja von Rönne liest Unveröffentlichtes und Tilman Rammstedt aus seinem Roman „Morgen mehr“. Beide an einem Abend zu vorzustellen haben sich das Literaturhaus und die Centralstation vorgenommen. 

Eine Veranstaltung von Literaturhaus Darmstadt und Centralstation in Kooperation mit Leseland Hessen.

 

Donnerstag, 13. Oktober| 19:30 Uhr | Centralstation |

 

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14. OKTOBER | LUISE-BÜCHNER-DENKMAL | LITERATURHAUS

Darmstädter Künstlerinnen um 1900

 

Bettina Bergstedt, Stefanie Hauschild, Renate Hoffmann, und Agnes Schmidt, Autorinnen der Beiträge im Ausstellungskatalog „Der weibliche Blick“ stellen ihre Lieblingskünstlerin in Wort und Bild vor und Schülerinnen und Schüler der Alice-Eleonoren-Schule bieten selbstgefertigte Textilprodukte an. Der Erlös des Abends, sowie 10 Euro aus dem Verkauf des Katalogs (25 Euro) kommen dem Luise-Büchner-Denkmal zugute.

 

Eine Benefizveranstaltung der Luise Büchner-Gesellschaft und des Kunst Archivs Darmstadt zugunsten des Luise-Büchner-Denkmals.

 

Freitag, 14. Oktober 2016, 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr | Literaturhaus | Kasinostraße 3 |  www.luise-buechner-bibliothek.de


 

18. OKTOBER | 31. BIBLIOTHEKSGESPRÄCH | LITERATURHAUS

Ein schwäbisches Dorf wird weltberühmt - 31. Bibliotheksgespräch der Alexander- Haas- Bibliothek

Berthold Auerbach (1812 – 1882), ein heute leider vergessener jüdischer Erfolgsschriftsteller des 19. Jahrhunderts, hat mit seinen „Schwarzwälder Dorfgeschichten“ sein Heimatdorf Nordstetten bei Horb weltberühmt gemacht. Das ländliche Alltagsleben wird ohne idyllische Verklärung dargestellt, wenn auch vom Standpunkt bürgerlich- städtischer Moral. Auerbach verstand sich als „deutscher Dichter“ jüdischer Konfession, wurde dafür in der jüdischen Publizistik kritisiert. Der gegen Ende seines Lebens heftig aufflammende Antisemitismus enttäuschte ihn tief.

 

Das Bibliotheksgespräch führen Karlheinz Müller und Dr. Thomas Lange.

 

Dienstag, 18. Oktober 2016, 18 Uhr | Literaturhaus, Kasinostr. 3 (Osteingang; bei Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit läuten)

 


 

 

21. OKTOBER |BÜCHERNÄRRINNEN | LITERATURHAUS

Büchernärrinnen – Lesung/Vortrag der Verlegerin und Autorin Brigitte Ebersbach, Berlin

 

Frauen, die lesen, sind bekanntlich gefährlich, Frauen, die ihre Leidenschaft für Bücher kompromisslos ausleben, umso mehr! Im Mittelpunkt des Vortrages stehen ebenso charismatische wie legendäre Frauen aus der Buchbranche – Verlegerinnen, Buchhändlerinnen und Schriftstellerinnen wie Margret Anderson und Nancy Cunard, Sylvia Beach und Madge Jenison, Colette und Caroline Schlegel-Schelling. Ganz gleich ob sie lesen, schreiben, verlegen oder verkaufen, sie sind verrückt genug, ihre Leidenschaft für Bücher hingebungsvoll zu leben.

 

Ein Abend der Luise Büchner-Gesellschaft. Freitag, 21. Oktober, 19 Uhr |  Literaturhaus


 

 

23. OKTOBER | KÜNSTLER IM ERSTEN WELTKRIEG | KUNST ARCHIV IM LITERATURHAUS

Ausstellungseröffnung Künstler im Ersten Weltkrieg – Ludwig Meidner, Karl Deppert, Karl Thylmann, Josef Eberz, Karl Scheld u.a.

Innerhalb des großen fünfteiligen Ausstellungsprojekts zu Ludwig Meidner anlässlich seines 50. Todesjahres, zeigt das Kunst Archiv Darmstadt e.V. Meidner als hellsichtigen Seismographen seiner Epoche. Er malte und zeichnete als einer der wenigen Künstler seiner Zeit visionäre apokalyptische Landschaften und Schlachtfelder, lange bevor der Erste Weltkrieg ausbrach. Die unvorstellbare Welterschütterung bringt er eindrucksvoll und deutlich ins Bild. Karl Deppert arbeitete mitten im Kriegsgeschehen und zeichnete und radierte die vorher noch nie erlebte Grausamkeit der Welt- und Menschzerstörung. Karl Thylmann, der 28-jährig vor Verdun Opfer des Ersten Weltkriegs wurde, setzte seine Kriegserlebnisse völlig anders um. Der als romantisch beschriebene Jüngling schnitt in Holz, zeichnete und schrieb Gedichte.

 

Die Ausstellung, die bis zum 31. März 2017 zu sehen ist, will das grausame Erlebnis des Weltkrieges aus sehr unterschiedlicher künstlerischer Sicht zu Tage fördern, auch mit Tagebuchaufzeichnungen, Texten, Briefen und Fotos. Alle beteiligten Künstler haben einen Bezug zu Darmstadt und der Region.

 

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 23. Oktober, 11 Uhr | Literaturhaus

 


 

KONTAKT

Lina Ophoven
Öffentlichkeitsarbeit Kultur

Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kulturamt
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt


lina.ophoven@darmstadt.de
T. +49 (0) 6151.13.3745
F. +49 (0) 6151.13.3398


www.darmstadt.de
 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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