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NEWSLETTER EVENTS & KULTUR im Mai 2013
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"EVENTS & KULTUR" erscheint einmal monatlich mit Kulturnews, Kartenverlosungen und aktuellen Infos aus den Genres Musik, Bildende Kunst, Fotografie, Film, Kulturgeschichte, Theater, Musiktheater, Tanz, Literatur sowie Design und interkulturelle Bildung. Wir arbeiten in den Bereichen Medienarbeit, Redaktion und Konzeption (Kulturkonzepte) sowie Veranstaltungsmanagement und Kulturmarketing (Projektmanagement).

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Dichten und andere Künste
Wie Dichter malen, erkennt man in Ingelheim am Rhein, wie Künstler sprechen, hört man am Pariser Platz, wie Maler filmen, sieht man in der Berlinischen Galerie und wie ungeheuer Daumier ist, zeigt die Stiftung am Brandenburger Tor. Außerdem locken die Jagiellonen nicht nur nach Potsdam, sondern auch nach Frankfurt/Oder und 3 Künstlerinnen zudem ins verborgene Charlottenburg. Viel Vergnügen dabei im Mai.

Inhalt

[01] Internationale Tage Ingelheim
[02] Nothing to declare?
[03] K. H. Hödicke
[04] Daumier ist ungeheuer!
[05] EUROPA JAGELLONICA
[06] Das Verborgene Museum
[07] Der Kaiser von Atlantis
[08] All The World's A Page

[01] Internationale Tage Ingelheim



Internationale Tage Ingelheim
Wortkünstler / Bildkünstler - Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller.

Noch bis 7. Juli 2013

In der Ausstellung „Wortkünstler / Bildkünstler“ im Rahmen der Internationalen Tage in Ingelheim werden mit über 150 Gemälden, Skulpturen und Arbeiten auf Papier ganz unterschiedliche bildkünstlerische Positionen vorgestellt.

Neben einigen 1787 während der Italienreise entstandenen Zeichnungen von Johann Wolfgang von Goethe zeigt die Ingelheimer Ausstellung 22 Zeichnungen aus dem Jahr 1810, die der Dichter 1821 in einem Album zusammengefasst und mit Kommentaren zu den einzelnen Blättern versehen hat. Für den Dichter und Arzt Justinus Kerner entsprang die bildkünstlerische Betätigung eher zufällig. Seine ‚Klexographien‘ entstanden mittels Papierfaltung, die den Tintenklecks spiegelbildlich wiedergaben. Mit seinen realistischen Romanen schuf Victor Hugo in Frankreich ein neues literarisches Genre. Daneben entwickelte er aber auch ein eigenständiges bildkünstlerisches Werk, das ausschließlich aus Zeichnungen besteht. Die Französin George Sand, als Schriftstellerin zu Lebzeiten äußerst erfolgreich, experimentierte ebenfalls mit bildkünstlerischen Verfahren. Der Dichter weltberühmter Märchen Hans Christian Andersen schuf in seinen zum Teil farbigen Scherenschnitten eine ganz eigene Welt. Wilhelm Busch wiederum widmete sich erst nach Abschluss seines Bildergeschichten-Werkes um 1880/90 fast ausschließlich der Malerei. Vor allem schuf er jetzt kleinformatige Landschaften, die mit ihrer spontanen, freien Pinselführung weit über das hinausweisen, was dem Stil des ausgehenden 19. Jahrhundert in Deutschland entsprach. Viele der phantastischen Romane und Erzählungen des in Berlin lebenden Paul Scheerbart spielen auf fernen Planeten. In ihnen entwirft der Autor eine visionäre Welt. Diese überträgt der als Graphiker autodidaktisch tätige Künstler in mit zarten Linien ausgeführte Zeichnungen. Ebenfalls als Autodidakt begann Joachim Ringelnatz Anfang der 1920er Jahre mit der Malerei. Schon früh wurden Galeristen, wie der legendäre Alfred Flechtheim – Sammler und Kunstkritiker – auf sein bildkünstlerisches Werk aufmerksam.

Die Wort/Textcollagen von Herta Müller, Trägerin des Nobelpreises für Literatur 2009, bilden den radikalen, aber auch poetischen Endpunkt der Ausstellung. Die Autorin schreibt mit ausgeschnittenen Wörtern aus Zeitschriften sowohl neue, häufig skurril anmutende Texte, und lässt andererseits Collagen mit einer eigenen bildkünstlerischen Ästhetik entstehen.

Durch eine extra für das Projekt konzipierte Audioführung ist die Literatur ein integraler Bestandteil der Ausstellung.

BEGLEITPROGRAMM IM MAI
(Anmeldung ist erforderlich unter 06132 / 77 43 36 oder 77 20 75)

Frühstück & Kunst
Exklusive Führung durch die Ausstellung. Anschließend gemeinsames Frühstück.
07. Mai / 15. Mai / 24. Mai sowie an allen Samstagen
jeweils 10.00 Uhr. Dauer: ca. 2 Stunden, 12,- Euro (inkl. Frühstück)

Kaffeezeit & Kunst
Exklusive Führung durch die Ausstellung. Anschließend Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen.
21. Mai / 31. Mai
jeweils 15.00 Uhr. Dauer: ca. 2 Stunden, 12,- Euro (inkl. Getränke & Kuchen)

Lesung: Herta Müller
Die Trägerin des Nobelpreises für Literatur 2009 liest ihre Collagentexte
03. Mai, 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Ort: Saalkirche Ingelheim, Im Saal, 55218 Ingelheim
Eintrittskarten 17,- Euro / ermäßigt 10,- Euro (Schüler & Studenten)
Kartenvorverkauf, Buchhandlung Wagner Ingelheim, Friedrich-Ebert-Straße 5, Tel. (0 61 32)- 2544 oder
Büro Internationale Tage, Tel. (0 61 32)-77 2075 und 77 43 36

Lesung: „Skurriles und Phantastisches“
Eine literarische Reise mit Werken von Hans Christian Andersen, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Paul Scheerbart. Es liest die in Berlin lebende Schauspielerin Maria Hartmann.
25. Mai, 19.30 Uhr / 27. Mai, 18.30 Uhr, 15,- Euro

Lesung: „Natur und innere Landschaften“
Ein Abend mit Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Victor Hugo, George Sand und Justinus Kerner. Es liest die in Berlin lebende Schauspielerin Maria Hartmann.
26. Mai, 18.30 Uhr / 27. Mai 20.00 Uhr, 15,- Euro

Expertenabend: „Literatur und Kunst“
Rundgang durch die Ausstellung mit Prof. Dr. Edgar Pankow (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt) und Dr. Ulrich Luckhardt.
21. Mai, 19.00 Uhr, 15,- Euro

Kuratoren-Führung
mit Dr. Ulrich Luckhardt. Anschließend Umtrunk und Gedankenaustausch
14. Mai, 19.00 Uhr, 12,- Euro (inkl. Umtrunk)

KINDERPROGRAMM
Kinder-Kantate „Max und Moritz“
nach der Geschichte von Wilhelm Busch. Fassung für Kinderchor und Orgel von Günter Kretzschmar.
Kinder- und Jugendchor des ev. Dekanates Ingelheim, Leitung: Carsten Lenz.
18. Mai, 16.00 Uhr
Ort: Saalkirche Ingelheim, Im Saal, 55218 Ingelheim
Eintritt frei (keine Anmeldung erforderlich), Dauer: ca. 40 Minuten

Internationaler Museumstag
Kinderprogramm zu jeder vollen Stunde mit dem Künstler Ralph E. Arens
12. Mai, 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: François-Lachenal-Platz, (keine Anmeldung erforderlich)

Ausstellung der Internationalen Tage Ingelheim: Wortkünstler / Bildkünstler
Noch bis 07.07.2013
Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
ÖFFNUNGSZEITEN: Di, Do, Fr 11 - 19 Uhr, Mi 11 - 21 Uhr
Sa, So und Feiertag 11 - 18 Uhr
ALLGEMEINE INFORMATIONEN & BUCHUNG GRUPPENFÜHRUNGEN:
06132 / 77 43 36 oder 77 20 75

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite Wortkünstler/Bildkünstler
www.internationale-tage.de
www.facebook.com/InternationaleTageIngelheim


[02] Nothing to declare?



Nothing to declare? Weltkarten der Kunst nach '89
Noch bis 26. Mai 2013

In einer dokumentarisch angelegten Ausstellung der Akademie der Künste werden die neuen Landkarten der aktuellen Kunstszenen nach 1989 visualisiert. Die Ausstellung ist als eine Chronik der letzten zwanzig Jahre zu lesen, in denen die Globalisierung die Kunst radikal verändert hat.

Im Zentrum der Ausstellung in der Akademie der Künste am Pariser Platz steht ein Panorama-Raum als Medieninstallation, der mithilfe umfangreicher Daten den Zeitablauf und die geografische Ausbreitung der globalen Kunstpraxis anschaulich macht. Zu sehen sind außerdem fotografische Arbeiten, Installationen und Filmbeiträge von 15 Künstlern und Künstlerinnen.

BEGLEITPROGRAMM IM MAI

15. Mai, 17.00 Uhr
Artist Talks: Bonaventure Soh Bejeng Ndikung

22. Mai, 17.00 Uhr
Artist Talks: Nasan Tur

Ausstellung: Nothing to declare? Weltkarten der Kunst nach '89
Dokumentarische Ausstellung mit künstlerischen Positionen
Noch bis 26.05.2013
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite Nothing to declare?
www.adk.de


[03] K. H. Hödicke



K. H. Hödicke - Malerei, Skulptur, Film
Noch bis 27. Mai 2013

Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist das Schaffen von K. H. Hödicke fest mit der Stadt Berlin verknüpft. In seiner Offenheit gegenüber zahlreichen Medien, die neue Formen von Malerei und Skulptur ebenso umfassen wie Objekte und Film, beeinflusste K. H. Hödicke zahlreiche jüngere Künstlerinnen und Künstler und prägte so nachhaltig die Berliner Kunstszene. Sein Schaffen ist von einem ganz eigenen, hintersinnigen Witz und einer erstaunlichen Vielgestaltigkeit bestimmt, die jedoch niemals zur Beliebigkeit wird. Unter dem Eindruck der Spontaneität und Individualität des Informel entwickelte Hödicke ein sehr persönliches Werk, das zugleich seismographisch Zeitstimmungen und historische Gegebenheiten präzise wiederzugeben vermag.

BEGLEITPROGRAMM IM MAI

13. Mai, 18.00 Uhr
Filmvorführung und Gespräch mit Helmut Wietz
Seit Beginn der 1970er Jahre arbeitet Helmut Wietz als Filmemacher und Produzent. Zahlreiche Produktionen führten ihn in den Bereich der zeitgenössischen Kunst, so drehte er u. a. 1973 die Dokumentation der berühmten Kojoten-Aktion I like America and America likes me von Joseph Beuys. Bis heute verwaltet Wietz das filmische Werk von K. H. Hödicke, das er zum Großteil selbst produziert hat. Im Gespräch kommentiert er die Entstehungszusammenhänge und Hintergründe der oftmals rätselhaften und absurden Filme Hödickes und gibt so einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen.

06. Mai, 14.00 Uhr
Kuratorenführung

27. Mai, 14.00 Uhr
Kuratorenführung

Jeden Samstag und Sonntag, 15.00 Uhr
Wochenendführungen

Ausstellung K. H. Hödicke
Noch bis 27.05.13, Mi bis Mo, 10:00 bis 18:00 Uhr
Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin-Kreuzberg

Verlosung: 1x2 Freikarten für "K. H. Hödicke" im Mai in der Berlinischen Galerie. Einfach Mail mit dem Stichwort "Freikarte Karl Horst" senden an: mail@artefakt-berlin.de Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite K. H. Hödicke
www.berlinischegalerie.de


[04] Daumier ist ungeheuer!



Daumier ist ungeheuer!
Gemälde, Handzeichnungen, Graphik und Bronzen von Honoré Daumier
Noch bis 2. Juni 2013

Die Stiftung Brandenburger Tor widmet sich in einer umfangreichen Ausstellung dem Lebenswerk des französischen Künstlers Honoré Daumier (1808–1879). Im Fokus der Schau im Max Liebermann Haus steht dabei der Maler und Zeichner Daumier: Erstmalig werden in einer deutschen Ausstellung seine Ölgemälde, Handzeichnungen und Skulpturen gemeinsam seiner allgemein bekannten Karikaturkunst gegenüber gestellt. Über hundert selten gezeigter Ölbilder und Zeichnungen sowie alle Bronzen des vielseitigen Künstlers treten mit dem grafischen Werk in einen anschaulichen Dialog.

BEGLEITPROGRAMM IM MAI

5. Mai, 16.00 Uhr
„Alle die Schätze an Schrecklichem, Groteskem, Finsteren und Possenhaften – Daumier kennt sie“ (Charles Baudelaire, 1857)
Lesung mit dem Schauspieler Wolfgang Unterzaucher, Eintritt: 3,-

15. Mai, 19.30 Uhr
„Alle Verrücktheiten des Geistes, alle Laster des Herzens…“
Texte um Daumier mit dem Schauspieler Dieter Prochnow
Anmeldung: ausstellungsassistenz@stiftungbrandenburgertor.de, Eintritt: 3,-

17. Mai und 18. Mai, 9.00 – 18.00 Uhr
Synergies – französisch-deutscher Kulturaustausch im 19. und 20. Jahrhundert. Malerei, Literatur, Musik, Philosophie und Design. Konferenz anlässlich des 50. Jahrestags des Élysée-Vertrags
Kooperationsveranstaltung des Dahlem Humanities Center (Freie Universität Berlin), des Centre Marc Bloch und der Stiftung Brandenburger Tor
Die Konferenz nimmt den 50. Jahrestag des von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer geschlossenen deutsch-französischen Freundschaftsvertrags zum Anlass, über die wechselseitige Beeinflussung der Künste in beiden Ländern neu nachzudenken. Sie versammelt renommierte Philosophen, Literaturwissenschaftler, Historiker, Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler aus Frankreich und aus Deutschland. Im Fokus des Interesses stehen das ‚lange‘ 19. und das 20. Jahrhundert.
Anmeldung: admin@dhc.fu-berlin.de, Eintritt: frei

17. Mai, 18.30 Uhr
Orientations in Viewing: France and Germany, Michael Fried (Johns Hopkins University, USA)
Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der Konferenz „Synergies“
Aufgrund der limitierten Platzanzahl wird um Anmeldung per E-Mail bis zum 8. Mai 2013 gebeten: admin@dhc.fu-berlin.de
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie an der Konferenz und/oder am Abendvortrag teilnehmen möchten.
Eintritt: nur auf Anmeldung!
www.fu-berlin.de/dhc/termine/Synergies

Ausstellung: Daumier ist ungeheuer!
Noch bis 02.06.2013
Stiftung Brandenburger Tor, Max Liebermann Haus
Pariser Platz 7, 10117 Berlin-Mitte
Mo, Mi, Do, Fr 10 – 18 Uhr / Sa, So 11 – 18 Uhr

Verlosung: 1x2 Freikarten für "Daumier ist ungeheuer!" im Mai im Max Liebermann Haus. Einfach Mail mit dem Stichwort "Freikarte Daumier" senden an: mail@artefakt-berlin.de Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite Daumier ist ungeheuer!
www.stiftung.brandenburgertor.de


[05] EUROPA JAGELLONICA



EUROPA JAGELLONICA
Kunst und Kultur Mitteleuropas unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386 – 1572
Noch bis 16. Juni 2013

Die internationale Ausstellung EUROPA JAGELLONICA stellt erstmals die Kunst und Kultur der Jagiellonen in der für Europa so bedeutenden Epoche um 1500 vor. In dieser Zeit waren die Jagiellonen das mächtigste Königshaus in Mitteleuropa, das unter ihrem Einfluss eine einzigartige kulturelle Blütezeit erlebte. Geschickt vernetzten sie ein Herrschaftsgebiet, das vom Baltikum bis zur Adria und von Böhmen bis ans Schwarze Meer reichte, und legten so die historischen Wurzeln für ein modernes Europa.
Das tschechisch-polnisch-deutsche Gemeinschaftsprojekt versammelt mit etwa 100 Exponaten eine in Deutschland noch nie gesehene Auswahl hochrangiger Kunstschätze des späten Mittelalters und der frühen Renaissance, darunter Werke von Veit Stoß, Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer, prunkvolle Goldschmiedearbeiten und kostbare Zeugnisse der höfischen Welt der Jagiellonen.

BEGLEITPROGRAMM IM MAI

02. Mai, 18.30 Uhr
Expertengespräch. „Das Retabel des Hans Süß von Kulmbach für die Paulinerkirche na Skalce in Krakau“
PD Dr. Jiří Fajt, leitender Kurator der Sonderausstellung, und Stephan Kemperdick, Kurator an der Gemäldegalerie
Eine Veranstaltung des HBPG in Kooperation mit der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
Beitrag: Eintritt zur Gemäldegalerie
Ort: Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Genthiner Str. 38, 10785 Berlin
Info-Telefon: 030/266 42 42 42

08. Mai, 19.00 Uhr
„Auf der Suche nach Glück und Reichtum: die Erziehung jagiellonischer und zollernscher Fürstenkinder in der Fremde“
Dörthe Buchhester, Historikerin, Stralsund
Was wollen Eltern erreichen, wenn sie heute ihre Kinder auf möglichst gute Schulen schicken, eventuell sogar ins Ausland? Fürstliche Eltern um 1500 hatten sehr konkrete Ziele, wenn sie ihre Kinder zur Ausbildung an fremde Höfe sandten: die gute Erziehung war fast Nebensache. Vielmehr ging es um die Aussicht auf eine lukrative Heirat, verbunden mit dem Erwerb möglichst vieler Güter und damit um die Absicherung eines dauerhaften Lebensunterhalts für das eigene Kind und weitere Familienangehörige. Wie die Kinder mit diesen Plänen umgingen und wie die Reaktionen ausfielen, wenn sich Hoffnungen zerschlugen, das steht auf einem ganz anderen Blatt…
Beitrag: 3 €. Die Ausstellung ist bis 19 Uhr geöffnet.

16. Mai, 16.30 Uhr
Vorträge und Stadtführung in Frankfurt (Oder)/ Słubice
„Frömmigkeit und Kalkül: künstlerische und politische Verflechtungen zur Zeit der Jagiellonen“
„Der Marienaltar von Veit Stoß in Krakau“, Dr. Susanne Jaeger, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e. V. an der Universität Leipzig (GWZO)
„Das Frankfurter Marienretabel – ein monumentales Kunstwerk des Spätmittelalters und seine Stifter“, Dr. Agnieszka Gasior, GWZO
„Von Intrigen und Skandalen an den Höfen der Jagiellonen und Hohenzollern“, Dr. Mario Müller, Technische Universität Chemnitz
Einführung und anschließende Stadtführung
„Ein grenznaher Profiteur des Jagiellonenreiches? Stadtgestalt Frankfurts im Spätmittelalter“, Prof. Dr. Paul Zalewski, Europa-Universität Viadrina, Collegium Polonicum
Veranstaltungsort: Collegium Polonicum, Ul. Kościuszki 1, 69-100 Słubice
Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa, der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Informationen: Deutsches Kulturforum östliches Europa, Dr. Claudia Tutsch 0331/20098-14

26. Mai, 12.00 Uhr
Matinee: „Einflüsse aus dem Osten – Kunstwerke im Märkischen Museum als Zeugnisse des Austausches mit dem Jagiellonenreich“
Dr. Peter Knüvener, Kunsthistoriker
Als eines der mächtigsten Königshäuser beherrschten die Jagiellonen zwischen 1454 und 1572 auf dem Höhepunkt ihrer Macht ein Gebiet von der Ostsee bis zur Adria und zum Schwarzen Meer. Am Beispiel von Skulpturen mittelalterlicher Kirchenausstattungen, die in der Gotischen Kapelle ausgestellt sind, wird der künstlerische Austausch zwischen Brandenburg und dem Jagiellonenreich erläutert.
Eine Veranstaltung der Stiftung Stadtmuseum Berlin in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte
Beitrag: 3 €/erm. 2 €
Veranstaltungsort: Märkisches Museum | Stadtmuseum Berlin
Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin, Tel: 030/24 002-162

Ausstellung: EUROPA JAGELLONICA
Noch bis 16.06.2013
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Schloßstr. 12, 14467 Potsdam

Verlosung: 1x2 Freikarten für EUROPA JAGELLONICA im Mai im HBPG. Einfach Mail mit dem Stichwort "Freikarte JAGELLONICA" senden an: mail@artefakt-berlin.de Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite EUROPA JAGELLONICA
www.europajagellonica.de
www.hbpg.de/Europa-Jagellonica


[06] Das Verborgene Museum



Durchscheinende Dinge – Translucent Matters
Noch bis 16. Juni 2013

Die Künstlerinnen Annette von Dewitz, Silke Grossmann und Ann Provan finden sich mit Installationen, Objekten, Fotografien, Aquarellen und Gouachen zu einer Gastausstellung in den Räumen des Verborgenen Museums zusammen. Wie der Titel „Durchscheinende Dinge“ verrät, verbindet ihre Werke aus und auf Papier das Mehrschichtige, das nur scheinbar Verdeckte. Im schwebenden Objekt wie im Aquarell, aber auch in den Fotografien mit feinsten Grauabstufungen gehen die Künstlerinnen von der Realität aus, lassen phantastische Räume entstehen und evozieren aus Abstraktionen die unterschiedlichsten Assoziationen. Dabei tragen in allen Arbeiten Licht und Schatten zu einem spürbaren Widerstreit zwischen einem geheimnisvoll Verborgenen und der erkennbaren Realität bei.

Ausstellung Durchscheinende Dinge
ANNETTE VON DEWITZ – SILKE GROSSMANN – ANN PROVAN
Noch bis 16.06.2013
Öffnungszeiten: Do & Fr 15 – 19 Uhr, Sa & So 12 – 16 Uhr
DAS VERBORGENE MUSEUM, Dokumentation der Kunst von Frauen e.V.
Schlüterstraße 70, 10625 Berlin

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite Das Verborgene Museum
www.dasverborgenemuseum.de


[07] Der Kaiser von Atlantis



Viktor Ullmann: Der Kaiser von Atlantis

Die konzertante Aufführung der Oper „Der Kaiser von Atlantis“ in der Topographie des Terrors bringt das zeitlose, intelligente, ironische und tragische Werk des Komponisten Viktor Ullmann an einen Ort, der für Intoleranz, Vernichtung und Tod steht. Nur an so einem Platz können wir Menschen erreichen, die vielleicht nie die Möglichkeit haben, sich mit dem Thema in dieser Art auseinanderzusetzen. Die „nackte“ Aufführung des Werkes ohne Szene entfaltet an diesem ungewöhnlichen Ort eine besondere Wirkung und ist ein Plädoyer für Toleranz und Vielfältigkeit.

Das herausragende Solistenensemble und der Dirigent John Axelrod stammen aus verschiedenen Kulturkreisen und treffen sich, um zusammen mit der Kammersymphonie Berlin dieses grandiose Werk zum Klingen zu bringen und seine Botschaft eindrücklich zu zelebrieren.

Der Schönberg-Schüler Ullmann schrieb die Partitur seiner etwa einstündigen Kammeroper unter schwierigsten Bedingungen ab 1942 im Ghetto Theresienstadt. Dabei orientierte er sich bei der Besetzung an dem, was dort möglich war. Beinahe revueartig setzen sich die einzelnen Szenen zusammen und zeigen doch eine bemerkenswerte stilistische Bandbreite: Von Formen der Unterhaltungsmusik bis zur ausgewachsenen Opernarie, von Anklängen an Jazzmusik, an Kurt Weill oder Gustav Mahler bis zum Bachzitat reicht das Spektrum. „Der Ausdehnung nach klein, dem Gehalt nach gewaltig“ (Sigrid Neef) ist Ullmanns bedeutendstes Werk.

Viktor Ullmann: Der Kaiser von Atlantis, konzertant
Dirigent: John Axelrod
Klaus Häger, Claudia Barainsky, Martin Nyvall, Martin Snell, Vanessa Barkowski
24. Mai 2013, 10.30 Uhr für Schüler und Schulklassen
25. Mai 2013, 20.30 Uhr
Eintritt frei
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
www.topographie.de/veranstaltungen
Medienseite John Axelrod


[08] All The World's A Page



Sterne für die Wand

Für das Jahr 2013 bietet „All The World’s A Page“ ganz aktuell die Veröffentlichung von Laurence Sternes „The Life & Opinions of Tristram Shandy, Gentlemen“. Ohne Zweifel eines der exzentrischsten Beispiele englischsprachiger Parodien, eine fiktive Autobiographie aus dem 18. Jahrhundert voll derben Humor. Der Roman besteht aus neun Bänden mit jeweils rund 40 Kapiteln. Einige der Kapitel enthalten weitere Teile mit eigenen Überschriften, während manche Kapitel nur aus einer Zeile bestehen. Die Typografie zeichnet sich durch Besonderheiten wie geschwärzte oder marmorierte Seiten, eingefügte krakelige Linien aus. Das Werk ist berühmt für seine Selbstironie über die Form des Buches: es enthält Ketten von Selbstzensur mit Sternen (*) und ganze Kapitel bleiben sogar ungeschriebenen.

Die Kunstdrucke von „All The World’s A Page“ erscheinen bei Blotto Design und sind Bilder von Texten, einseitige Bücher, die von Ferne nicht mehr als ein homogenes Grau zu erkennen geben. Beim näheren Hinsehen aber offenbaren sie eine interessante, gewebeartige Struktur, einen Fluss von Wörtern, der nur durch winzige farbig gedruckte Absatzmarken gegliedert ist. Alle Plakate wurden auf hochwertigem Werkdruckpapier gedruckt und können im Onlineshop für jeweils 20 € erworben werden.

Im aktuellen Angebot von „All The World’s A Page“ gibt es weitere Klassiker zu finden wie Melvilles „Moby Dick“, Kleists sämtliche Erzählungen, Tolstoys „Krieg und Frieden“, Austens „Pride and Prejudice“, Shakespeares „Romeo and Juliet“, Cervantes „Don Quijote“ und Stendhals „Le Rouge et le Noir“ oder auch „The Kamasutra of Vatsayana“.

Verlosung: 1x1 Tristram Shandy-Plakat. Einfach Mail mit dem Stichwort "Freiposter Sterne" senden an: mail@artefakt-berlin.de Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Weitere Informationen und Pressematerial als Download:
Medienseite All The World's A Page
www.all-the-worlds-a-page.com


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