Liebe Freunde der Musik an St. Martin,

nach den vielen Weihnachtsgottesdiensten wartet auf uns als Mitwirkende und natürlich auch auf Sie als Zuhörende noch ein echter Höhepunkt zum Jahresschluss: An Silvester wird in der Martinskirche die Marienvesper von Claudio Monteverdi aufgeführt. Dazu laden wir Sie herzlich ein!
Den nächsten ausführlichen Newsletter erhalten Sie dann im neuen Jahr mit einer Übersicht über das Jahresprogramm 2012.
Ich freue mich auf alle, die ich an Silvester in der Martinskirche sehe! Allen anderen wünsche ich jetzt schon auf diesem Weg alles Gute und Gottes Segen für das kommende Jahr!

Herzliche Grüße,
Ihr Eckard Manz

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Die Marienvesper in der Martinskirche

Claudio Monteverdis Marienvesper – alte, neue Klangwelten

Die Kompositionen Monteverdis markieren einen stilistischen Wendepunkt in der europäischen Musikgeschichte. Sie stehen am Übergang vom polyphonen Stil der Renaissance zum Barockstil. In der Marienvesper ist diese neue Art der musikalischen Textausdeutung besonders deutlich.

Der Titel Marienvesper weist auf den liturgischen Charakter des Stückes hin. Die Komposition enthält die Hauptteile des katholischen Abendgottesdienstes. Ob das Werk jedoch tatsächlich für die Aufführung im kirchlich-liturgischen Rahmen konzipiert war, ist ungewiss, denn Monteverdi leitet die fünf Vesperpsalmen nicht mit liturgischen Antiphonen ein, sondern fügt zwischen die motettisch angelegten Psalm-Kompositionen vier generalbassbegleitete Solokonzerte ein, die auf eine eher konzertähnliche Aufführung außerhalb des kirchlichen Rahmens hinweisen. Nach dem Psalmteil steht im zweiten Teil des Werkes das Marienlob im Vordergrund. Das gesamte Werk ist geprägt vom Wechsel zwischen chorischen und solistischen Partien.

Die Musik Monteverdis, die bis zum Ende des 19. Jahrhundert weitgehend vergessen war und erst in den zurückliegenden Jahrzehnten für den Konzertsaal entdeckt wurde, war zu ihrer Entstehungszeit fortschrittlich und zukunftsweisend. Für heutige Hörer eröffnet sie durch ihre Harmonien und die zum Teil ungewohnten Klänge der alten Instrumente eine neue Klangwelt. Mit den Klängen der Musikgeschichte seit Monteverdi im Ohr, ist diese Musik von bestechender, ursprünglicher Klarheit.

Cordula Scobel



Silvester, 19 Uhr
Claudio Monteverdi: Marienvesper (1610)

Heike Heilmann, Verona Winter - Sopran
Andreas Post, Achim Kleinlein - Tenor
Gregor Finke, Jens Hamann - Bass

Vocalensemble Kassel
St. Martin Barock

Leitung: Eckhard Manz

Eintritt: 22/16/10 €

Impressum

Musikbüro St. Martin
Mauerstraße 15
34117 Kassel
(T) 0561 – 2876 –013
(F) 0561 – 2876 –015
info@musik-martinskirche.de
www.musik-martinskirche.de
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