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Kleine Veränderungen werfen auch Schatten
Lange nicht gesehen, immer noch up-to-date!
Ein bisschen Retro, ein bisschen futuristisch - aber chic!
Tango kommt nie aus der Mode
Haben Sie Fragen oder Kommentare zu unseren Stücken oder zum Newsletter?

Kleine Veränderungen werfen auch Schatten

Liebe Leserinnen und Leser  des Newsletters,

der Frühling kommt, beste Gelegenheit, mal die Garderobe zu checken: wird es nicht langsam Zeit, dem Outfit etwas n mehr Chic zu verpassen? Vielleicht ein paar frische Farben? Oder mal Blockstreifen? Wollte man nicht schon immer ein bisschen mehr auffallen?
Nicht nur vor dem eigenen Kleiderschrank machen diese Überlegungen Sinn, auch beim Betrachten dieses Newsletters drängt sich ein Outfit-Update auf. Der Kulturkurier, der Ihnen diesen Newsletter jede Woche zuverlässig in den Mailkasten wirft, hat eine ganz Kollektion neuer Newsletter-Kleider entworfen. In der nächsten Woche wird  diese Kollektion auch an mich geliefert. Dann habe ich die freie Auswahl, Ihnen meinen Newsletter mit neuen Design(versatz)stücken zu präsentieren. Dabei treiben mich zwei Sorgen um: erstens, treffe ich Ihren Geschmack mit meiner Auswahl? In den kommenden Wochen werde ich mit Farben und Farbkombinationen immer mal experimentieren: ein bisschen ruhiger, ein bisschen greller und bunter - je nachdem welcher Anlass auf dem Programm steht. Und zweitens, wird es mir gelingen, auf den stylischen Auftritt des Newsletters so viele Gedanken zu verschwenden? Man kennt das doch: einfach die Lieblingsjeans und der gemütliche Pulli - reicht doch! Nee, jetzt wohl nicht mehr - seufz! Schön aufbrezeln ist jetzt jetzt angesagt.
Lassen Sie sich von der "Modenschau" aber nicht verschrecken, es steckt noch immer Ihr gewohnter alter Newsletter in den neuen Kleidern. Ich verspreche Ihnen, dass Sie ihn wiedererkennen werden.
Heute kommt er noch einmal ganz leger im gewohnten Casual-Thursday-Look daher.

Lange nicht gesehen, immer noch up-to-date!

Heute, Donnerstag, 7. März, 19.30 Uhr

Warten auf Godot
von Samuel Beckett
Ü: Elmar Tophoven. R: Thomas Weber-Schallauer. B/K: Heike Neugebauer. Mit: Frank Auerbach (Pozzo), Manfred Laudenbach (Junge), Tim D. Lee (Lucky), Peter Lüchinger (Wladimir), Erik Roßbander (Estragon)
Das Zentrum des Stückes ist das Warten und nicht etwa Godot. Godot ist die Projektion, die das Warten erträglich macht. Warten als vorweggenommenes Scheitern von Handlung, doch ist das Scheitern nicht tragisches, lebensveränderndes Ereignis, sondern Existenzform, die zwischen Pathos und Lächerlichkeit changiert. Warten, das Überbrücken der Zeit vom Jetzt zu einem unbekannten Punkt in der Zukunft, bedeutet in „Warten auf Godot” vor allem Sprechen. Das Sprechen erzeugt das Spiel, mit dem die ansonsten „leere” Zeit gefüllt wird. Das Sprechen und das Spiel der Figuren kreisen unendlich um sich selbst und heben ihren Sinn damit auf. Paradoxerweise erzeugt dieser Sinn-Stillstand ein unendliches Spiel.
Es ist von einer frappierend paradoxen Komik, dass das Drama “Warten auf Godot”, mit dem Beckett sein eigenes Gefühl des Scheiterne als Romancier abgearbeitet hat, auf den Bühnen gleich mit großem Erfolg einschlug: Ausgerechnet ein Stück, das das Scheitern als existentiellen Zustand, als condition humaine, zum Thema hat - bringt seinem Autor den herbeigesehnten Durchbruch!
Das Stück saugt die unterschiedlichsten Deutungsversuche und Wertungsetikettierungen in sich auf und ist vor allem eine geballte Ladung Theater.


Wladimir und Estragon - nichts passt ihnen, vor allem nicht die Schuhe.

Ein bisschen Retro, ein bisschen futuristisch - aber chic!

Freitag, 8. März, 19.30 Uhr im Theater am Leibnizplatz

Love Love Love
von Mike Bartlett
Ü: Lorenz Langenegger. R: Patricia Benecke. B/H: Heike Neugebauer. Mit: Svea Meiken Auerbach, Simon Elias, Petra-Janina Schultz, Markus Seuß.
Drei Epochen, zwei Generationen, ein Familiendrama. Im Summer of Love 1967 brennt die Luft vor Erwartung – etwas wird passieren, die Welt wird sich ändern und Kenneth und Sandra wollen dabei sein! Doch was wird aus ihren Erwartungen und Träumen im Laufe der Jahre?
Eine gescheiterte Ehe und 30 Jahre später, ist die Liebe im Egoismus und der Aufbruch der ’68er im Neoliberalismus angekommen. Wovon träumen ihre mittlerweile erwachsenen Kinder? Werden sie die Welt, wie damals ihre Eltern, mit einer neuen Utopie umformen oder sind sie längst unter die Räder der Zeitläufte geraten? Ein Stück über Lebensgefühle im Wandel und die Konstante, dass das Private auch stets politisch ist.
Mike Bartlett gelingt in „Love Love Love“ wieder einmal, gesellschaftlich relevante Themen in einem gleichzeitig spannenden und unterhaltsamen Plot unterzubringen: schräg amüsant, böse und mit einem messerscharfem Blick für die Ironien des Lebens. Das Stück liefert eine pointierte dramatische Bestandsaufnahme, die zum Nachdenken einlädt: über die Komplexität von gesellschaftlichen Bewegungen und Gegenbewegungen, über Ideale und Realitäten, Allgemeinwohl und private Prioritäten.


1967 - da ging nicht nur in Sachen Mode die Post ab!

 

Samstag, 9. März, 19.30 Uhr im Theater am Leibnizplatz

Angela I.
von Katja Hensel. Regie: Stefan Otteni. Bühne: Ayşe Özel. Kostüme: Heike Neugebauer. Mit: Silke Buchholz, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Theresa Rose, Markus Seuß, Petra-Janina Schultz.
Deutschland, in der nahen Zukunft. Die Kanzlerin hat abgedankt und ist abgetaucht. Der Tanker Bundestag droht zu kentern und die Feinde des Systems stehen bereit, das Ruder zu übernehmen. Wie bei einem Tsunami steigt der Pegel der Verdrossenheit, und das Volk probt den Aufstand. Vier Politiker versuchen verzweifelt, die wütenden Massen zu bändigen, koste es was es wolle: Moral, Körperteile, privates Glück... Angesichts von Demokratiemüdigkeit und offener Rebellion wird deren Dilemma zwischen politischer Funktion und Rolle einerseits und persönlichen und moralischen Ansprüchen andererseits sichtbar.
Niemand ahnt, dass die ehemalige Kanzlerin am wohl unwahrscheinlichsten Ort der Republik Hof hält und an einem Plan feilt, der das Staatsschiff durch den Orkan bringen könnte – oder die Demokratie endgültig auf Grund setzt.
Das Stück  beleuchtet in schlaglichtartigen Szenen den gegenwärtigen Zustand unseres demokratischen Staatswesens.


Wenn das Wahlvolk  Babybrei auf seine Politiker schleudert, können auch die farbenfrohen Blazer nichts mehr retten!

Tango kommt nie aus der Mode

Sonntag, 10. März, 15.00-19.00 Uhr im Theater am Leibnizplatz

Tangocafé
Tangocafé mit DJ Michael für Könner und Anfänger – Hauptsache Tango-begeistert!
Preise: Tangueras und Tangueros 5 €. Zuschauer Eintritt frei (nur Café).             

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Beste Grüße
Annette Ruppelt

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