Aktuelles aus der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).


Alle Veranstaltungen:
Eintritt frei

www.khm.de

Inhalt

Marker Starling in Concert
Filmreihe Subkultur (6) und (7): Clockwork Orange County und neue afghanische Kurzfilme
Best of KHM Movies (3): Eine Art Liebe
Art Blind: Ausstellung, Symposium, Workshops
Chris Salter: Atmosphere - Ausstellung im Rahmen des Symposiums Timing of Affect
Kunstprojekt Richartzstr. 2–4
Best of KHM Movies (4): Geschlossene Gesellschaft – vom Missbrauch an der Odenwaldschule
KHM Vorträge (8): Heiner Goebbels. An Unguided Tour
KHM NEWS

Marker Starling in Concert

In der Reihe Calling Out of Context #3

Samstag, 18. Mai 2013, 20 Uhr
Glasmoog, Filzengraben 2a, 50676 Köln

Der Musiker Chris Cummings (Toronto) aka Marker Starling (ehemals Mantler) gastiert in der Reihe Calling Out Of Context mit einem Film- und Musikabend in Glasmoog. Cummings veröffentlicht seit 2002 u.a. auf dem Kölner Label Tomlab episch-cinematische Soulballaden, die stark von der Filmavantgarde der frühen 1960er und 1970er Jahre inspiriert sind. Der Filmenthusiast, der seit über 15 Jahren für das Toronto International Film Festival arbeitet, wird in GLASMOOG zum ersten Mal in einem Film-Lecture-Concert über seine Beziehung zu Filmen von John Cassavetes, Jacques Demy, Charles Laughton, Andrei Tarkowski, Robert Bresson oder Shōhei Imamura sprechen und singen.

Filmreihe Subkultur (6) und (7): Clockwork Orange County und neue afghanische Kurzfilme

Filmreihe zum Thema Subkultur, initiiert von Prof. Dr. Hans Ulrich Reck und Martin Gerner.

Subkultur (6): Clockwork Orange County - The Rise of West Coast Punk Rock
Dokumentarfilm von Jonathan W.C. Mills (USA 2010, engl., 92 Min.)
Einführung: Dr. Konstantin Butz

Dienstag, 21. Mai, 20 Uhr, Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln


Der Dokumentarfilm Clockwork Orange County befasst sich mit dem frühen südkalifornischen Hardcore Punk, der zwischen den späten 1970er und frühen 1980er Jahren in und um den Club »Cuckoo's Nest« in Costa Mesa, CA entstanden ist und bis heute Einfluss auf die internationale Punkszene hat. In zahlreichen Interviews kommen Musiker wie Rick Agnew, Steve Soto, Jello Biafra, Henry Rollins, Tony Cadena, Jack Grisham, Chuck Dukowski und Joe Escalente zu Wort. Skateboarder wie Steve Olson, Duane Peters und Tony Alva schildern ihre Erlebnisse in der frühen kalifornischen Punk Rock Szene, während Aufnahmen und Clips von Bands wie The Ramones, TSOL, Dead Kennedys, Adolescents, Black Flag und Circle Jerks den musikalischen Hintergrund bilden.
Konstantin Butz ist seit 2012 künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Wisenschaft der KHM. Er publizierte u.a.: Grinding California: Culture and Corporeality in American Skate Punk, 2012, transcript-Verlag.


Subkultur (7): Neue afghanische Kurzfilme - fiktional, dokumentarisch, animativ.
Einführung: Martin Gerner

Donnerstag, 23. Mai, 19 Uhr, Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln


Als Filmland ist Afghanistan in Europa von wenigen Ausnahmen abgesehen bisher kaum in Erscheinung getreten. Dabei wird übersehen, dass sich infolge der Intervention nach 2001 durchaus eine rege Szene von Autoren und Regisseuren aufgemacht hat zu neuen Ufern. 
In der zweiten Filmbegegnung der KHM geht es vor allem um Arbeiten, die ohne Fördervorgaben internationaler Hilfsgelder entstanden sind und die originären afghanischen Drehbüchern und Dramaturgien folgen.
Die wachsende Anzahl fiktionaler wie dokumentarischer Kurzfilme reflektiert dabei die Phänomene Kriegsalltag, Konflikt und Gewalt in einer Bild- und Erzählsprache, die über 
euro-zentristische Lesarten von Terror und islamischem Fundamentalisums hinausgehen. Hinzu kommen seltene Animationsfilme, in einem Land, das dieses Genre im Grunde erst nach 2001 entdeckt hat.

Best of KHM Movies (3): Eine Art Liebe

Die Filmreihe mit Debütfilmen von Absolvent_innen der KHM präsentiert den ersten langen Dokumentarfilm von Dirk Schäfer. Im Anschluss führt Prof. Dr. Sabine Rollberg das Gespräch mit dem Regisseur.

Mittwoch, 22. Mai 2013, 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln


Die Filmreihe Best of KHM präsentiert den neuen Dokumentarfilm von Dirk Schäfer "Eine Art Liebe". Der Film wurde beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentarfilm 2012 uraufgeführt und prompt mit einer Lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Dirk Schäfer hat den Film in der Türkei produziert, wo er seit 2006 lebt und arbeitet. Zur Vorführung am 22. Mai wird er in Köln sein und im Anschluss an die Filmpräsentation mit Prof. Dr. Sabine Rollberg über den Film, den Entstehungsprozess und seine Arbeit in der Türkei sprechen.

Ein Jahr lang begleitet Filmemacher Dirk Schäfer den dreißigjährigen Nevzat durch dessen ungeordnetes Leben. Nevzat, der im Schoße eines kurdischen Stammes an der türkischen Grenze
zum Iran aufwuchs, wurde im Alter von 15 Jahren verheiratet, um eine schwelende Blutrache mit einem anderen Clan zu befrieden. Doch Nevzat hat diese Ehe nie vollzogen und blieb dem Dorfleben
vorzugsweise durch Jobs auf Baustellen in der Metropole Istanbul fern. Eine Art Liebe erzählt von einem Mann, der an das Recht auf ein ganz persönliches und selbstbestimmtes Glück glaubt.

Dirk Schäfer erlernte zunächst den Beruf des Filmcutters. 1988 Debütspielfilm "Die weißen Zwerge" für Das kleine Fernsehspiel / ZDF. Sonderpreis auf dem Max-Ophüls-Festival Saarbrücken 1989. 2002– 2005 Aufbaustudium an der Kunsthochschule für Medien Köln und 2004 Besuch der Andrzej Wajda Master School in Warschau. Seit 2006 lebt und arbeitet er als Filmemacher und Dozent in Istanbul. Filme (Auswahl): 1988 "Die weissen Zwerge", Spielfilm, 75 Min., 1991 "Wilma wohnt weit weg", Spielfilm, 70 Min., 1993 "Achtundzwanzichtausend", Spielfilm, 75 Min., 1996 "Alis Welt", Dokumentarfilm, 60 Min., 2004 "Wirklich", Kurzspielfilm, 5 Min., 2005 "Lâl", Kurzspielfilm, 16 Min., 2009 "Von Mülleseln und Seifenfrauen", Dokumentarfilm, 43 Min., 2010 "The IGEP Documentaries", Dokumentarfilm, 80 Min., 2010 "And they live in Mardin", Dokumentarfilm, 72 Min.

Art Blind: Ausstellung, Symposium, Workshops

Ausstellung im BBK - Kunst im Stapelhaus mit 16 blinden Künstern/innen
Freitag, 17. Mai, bis Sonntag, 16. Juni 2013
Vernissage: Freitag, 17.05.2013, Beginn 19 Uhr
Montag- Freitag, 10-13 und 14-17 Uhr, Dienstag bis 19 Uhr
Kunst im Stapelhaus, Kulturwerk des BBK Köln e.V., Frankenwerft 35, 50667


Die ausstellenden Künstler sind Jonathan Huxley, Rolf Birge, Lynn Cox, Halldór Dungal, Marian Edwards, Sanja Falisevac, Karla Faßbender, Michael Gerdsmann, George Kabel, Günter Kamolz, José Graña Moreira, Tim Oegema, Gaetano Ribaudo, Barbara Romain, Eckhard Seltmann und Flavio Titolo.
Schirmherr: Professor Anthony Cragg, Rektor Kunstakademie Düsseldorf
Kurator: Dr. Siegfried Saerberg
www.Sommerblut.de

Symposium Visualität und Blindheit in der Kunst
Dienstag, 28. MAI 2013, 19 – 22 Uhr, Aula der Kunsthochschule für Medien, Filzengraben 2 b, c, 50 676 Köln

Der Zugang zur Aula der KHM ist barrierefrei.

Blinde und sehbehinderte KünstlerInnen sind noch eine Attraktion an Kunstakademien. Es sind international bekannte blinde und sehende Künstlerinnen und Forscher auf diesem Feld eingeladen. Es wird orientierende best practice aufgezeigt. Welche ungenutzten Möglichkeiten hat visuelle Kunst jenseits des reinen Sehens und des scharfen Blicks? Welche neuen Anregungen können so genannte "sehbehinderte" KünstlerInnen sehenden KünstlerInnen geben.

Gäste des Symposiums sind: Prof. Julia Scher (KHM Köln): Surveillance and Blindspots.
Prof. Barbara Romain (Columbia College Hollywood, School of Film & television): Believing is Seeing

Lynn Cox (MA fine arts, independent artist, London): Multisensory art, academia and the journey
towards Diving into Darkness
Dr . Volkmar Mühleis (Sint-Lucas Visual Arts Gent): Blindheit und Sehbehinderung an der Kunsthochschule

Marcus Weisen (European Centre for Cultural Accessibility, Paris): Kulturrechte für Menschen mit Behinderungen. Eine kreative Herausforderung.


Zusätzlich bietet ART BLIND den Kunst-Studierenden die Möglichkeit an Workshops teilzunehmen.Workshopanmeldung: unter artblind@sommerblut.de

Workshop 1:
mit der amerikanischen Künstlerin B a r b a r a R o m a i n
Leitung: Barbara Romain

Datum: Dienstag, 28. Mai 2013'
Zeit: 16:00 -17:30 Uhr

Ort: Ateliergebäude der KHM, Raum 2, Filzengraben 2 a, 50676 Köln

Workshop 2:
An Ultra Violet Memory Project; J o n a t h a n H u x l e y, Künstler, London

Leitung: Jonathan Huxley

Samstag, 15. Juni 2013,
Zeit: 13-16 Uhr

Ort: Kunst im Stapelhaus, Kulturwerk des BBK Köln e.V.,
Frankenwerft 35, 50667 Köln

Chris Salter: Atmosphere - Ausstellung im Rahmen des Symposiums Timing of Affect

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 29. Mai, 19 Uhr
Glasmoog, Filzengraben 2, 50676 Köln, Do/Fr 16–19 Uhr, Sa 14–18 Uhr


Kaum wahrnehmbare Klänge, Licht, Infrarotstrahlen, Duftstoffe und Nebel sind die wesentlichen Elemente der Rauminstallation „Atmosphere“ des kanadischen Künstlers Chris Salter. Es entsteht ein zwischen sinnlicher Überforderung und kontemplativer Reflexion oszillierender Raum aus Oberflächen, Klängen, Gerüchen und Gefühlen, eine – wie es der Architekturkritiker Mark Wigley beschreibt – „Architektur der Atmosphäre“, ein sinnliches Zusammenspiel flüchtiger und gleichzeitig unmittelbar wahrnehmbarer Effekte. „Atmosphere“ untersucht in der Verbindung von Architektur und Sinnen jene neuen Sinneswahrnehmungen, die durch unsere in immer stärkerem Maße technisch kontrollierte und geformte Umwelt geprägt werden.

Chris Salters Ausstellung begleitet das Symposium "Timing od Affect", auf dem vom 30. Mai bis 1. Juni an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) rund 20 Wissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Disziplinen – Philosophie, Film, Musik, Sound, Medien, Kunst, Technik und Neurologie - die Dimensionen des Affekts diskutieren. Salter hält zudem am Donnerstag, dem 30. Mai (18 Uhr, Aula), im Rahmen des Symposiums den Vortrag: "Performance-Lecture within the exhibition Affective Atmospheres. Can we talk of objects when they go through you…?". Das Symposium ist für alle Interessierte offen.

Chris Salter ist zur Zeit Direktor des Hexagram-Concordia Centre for Research-Creation in Media Arts and Technology und Associate Professor für Computation Arts im Department for Design and Computation Art an der Concordia University in Montréal. Salter hat Wirtschaft und Philosophie an der Emory University studiert und an der Stanford University zu Theater und computergeneriertem Klang promoviert. Er war außerdem Gastdozent an der Brown University, der Rhode Island School of Design (RISD) und der Kunsthochschule für Medien Köln (2010). Nach einer Kollaboration mit Peter Sellars und William Forsythe (Ballett Frankfurt), war er Mitgründer und Direktor der Kunst- und Forschungseinrichtung Sponge (1997-2003), deren Arbeit sich von Performance, Installation, wissenschaftlicher Forschung bis Publikationen erstreckte. Seine Einzel- und Gruppenarbeiten wurden unter anderen in Venice Architecture Biennale, Ars Electronica, Todays Art, Villette Numerique, EMPAC, Transmediale, EXIT Festival, Place des Arts, Elektra, Shanghai Dance Festival, V2_ gezeigt. Er ist Autor des Buches „Entangled: Technology and the Transformation of Performance“ (Cambridge/Mass.: MIT Press 2010) und arbeitet zurzeit an einer Nachfolgepublikation „Alien Agency“ (wieder für MIT Press).


Timing of Affect: Internationales Symposium an der KHM
Das Internationale Symposium versammelt Wissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Disziplinen – Philosophie, Film, Musik, Sound, Medien, Kunst, Technik und Neurologie.
Die Veranstaltung für alle Interessierte offen.

Donnerstag, 30. Mai (ab 14 Uhr), bis Samstag, 1. Juni (18 Uhr)
Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Anmeldung über: bosbach@khm.de


Es referieren: Moira Gatens (University of Sydney): Affective Transitions and Spinoza's Art of Joyful Deliberation; Marie-Luise Angerer (Academy of Media Arts Cologne): Timing of Affect – Moving Bodies and Machines; Michaela Ott (Hochschule für Bildende Künste Hamburg): ‘Timing of Affect‘ as ‘First Aesthetics’; Chris Salter (Concordia University, Montreal), Performance-Lecture within the exhibition. Affective Atmospheres: Can we talk of objects when they go through you…?; Mark B. Hansen (Duke University, Durham): There is No ‘Missing Half-Second’. Some Thoughts on the Artifactuality of Affect; Anna Tuschling (Ruhr-Universität Bochum): The Age of Affective Computing; Orit Halpern (The New School for Social Research, New York): The Time of Circuits: Rationality, Psychosis, and Cybernetics; Luciana Parisi (Goldsmiths University of London): Affect and Digital Automation; Rolf Großmann (Leuphana Universität Lüneburg): Sensory Engineering - Media, Sound, Rhythm; Wiebke Trost (Université de Genève): Rhythmic Entrainment as Emotion Induction Mechanism in Music; Milla Tiainen (Anglia Rustkin University, Cambridge): Voice, Affect, and the Time of the Event? Encounters between the Affective Turn and Contemporary Vocal Art; Bernd Bösel (Academy of Media Arts Cologne/University of Vienna): Affective Synchronization and Rhythmanalysis; Patricia Clough (The City University of New York): The Rosary: The Object's Affect; Clare Hemmings (The London School of Economics and Political Science): Feeling Gendered in Transnational Times; Brigitte Bargetz (Humboldt-Universität zu Berlin/ICI Berlin): Mapping Affect. Challenges of Un/timely Politics; Sebastian Vehlken (Leuphana Universität Lüneburg): Calculating Disaster. Swarming, Panic, Crowd Control; Steven Shaviro (Wayne State University, Detroit): Discognition; Christoph Brunner (Zurich University of the Arts): Affective Politics of Timing: Ragnar Kjartansson’s ‘The Visitors’; Arjang Omrani (Academy of Media Arts Cologne): Emotions and Anthropology. A Review of the Sensorial Turn in Anthropology; Tanja Widmann (University of Applied Arts, Vienna): Video-Lecture: y'all this text post doesn't even make any sense i was just quoting a commercial i saw when i was watching judge judy.

Organisatoren: Prof. Dr. Marie-Luise Angerer (Köln), Dr. Bernd Bösel (Köln/Wien), Prof. Dr. Rolf Großmann (Lüneburg), Prof. Dr. Michaela Ott (Hamburg), Jun.-Prof. Dr. Anna Tuschling (Bochum). Organisiert mit Unterstützung der Kunsthochschule für Medien Köln, der DFG und dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kunstprojekt Richartzstr. 2–4

In einer Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Köln und dem -1/Experimentallabor der KHM intervenieren die Künstler Alexander Basile, Akiro Hellgardt, Adrián Villa Dávila und Allan Gretzki.

Freitag, 31. Mai, 11 Uhr, Eröffnung und Pressekonferenz
Richartzstr. 2-4, 50667 Köln



Mit ihren drei Arbeiten »Domplatte«, »Köln – 2005, Baugestaltungssatzung No. 23« und »Alle Richtungen«.

Kunst am Bau,
formale Notwendigkeit,
eingeschriebenes Ereignis.
Davor, daran und drinnen.
Beginn einer Serie.
Minus Eins in der Stadt.
Basile, Dávila, Gretzki, Hellgardt - Auftakt.
Quanders Abschied.
Schild, Bild, Text - temporär.

Best of KHM Movies (4): Geschlossene Gesellschaft – vom Missbrauch an der Odenwaldschule

Die Filmreihe mit Debütfilmen von Absolvent_innen der KHM präsentiert den neuen Dokumentarfilm von Luzia Schmid. Im Anschluss führt Prof. Dietrich Leder das Gespräch mit der Regisseurin.

Mittwoch, 5. Juni 2013, 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln


Mit "Geschlossene Gesellschaft – vom Missbrauch an der Odenwaldschule" präsentiert die Filmreihe bereits den dritten langen Dokumentarfilm der KHM-Absolventin Luzia Schmid. Für ihren Film, in dem sie mit ihrer Co-Regisseurin Regina Schilling einem brisanten gesellschaftlichen Thema nachgeht, erhielt sie 2012 mit dem Grimme Preis eine der wichtigsten Auszeichnungen für eine Fernsehproduktion in Deutschland: "Nicht ohne Sympathien für den Geist der Schule, den sie mit historischen Fotos beschwören, versuchen die Autorinnen, im Film repräsentiert durch die Off-Sprecherin Luzia Schmid, die die Schweizer Schwesterschule besuchte und persönliche Erfahrungen einbringt, das Versagen eines Schulmodells zu ergründen und geben schon mit dem Titel einen wichtigen Hinweis. Die mit der Odenwaldschule verbandelte Elite hat ihren alleinherrschenden Lieblingspädagogen Becker stets gedeckt und so dafür gesorgt, dass der nach seinem Ausscheiden 1985 nie zur Rechenschaft gezogen wurde... weiter"
Nach der Vorführung des Films am 5. Juni spricht Prof. Dietrich Leder mit Luzia Schmid über den Entstehungsprozess und die Rezeption ihres Films.

Luzia Schmid geboren 1966 in Zürich. Studierte in der Schweiz Journalismus und arbeitete im Anschluss mehrere Jahre beim Schweizer Rundfunk und Fernsehen als Moderatorin und Redakteurin. Anschließend Studium im Fachbereich Fernsehen / Film an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 1997 ist sie freiberuflich tätig als Journalistin, Dokumentarfilmerin und als Dozentin im Bereich Medienarbeit. Sie lebt und arbeitet in Köln. Filme (Auswahl) 1999 "Haemmerli", Dokumentarfilm, 40 Min., 2001 "groundspeed", Dokumentarfilm, 48 Min., 2004 – 2005 "Geschwister Vogelbach", Dokumentarfilm, 90 Min., 2004 – 2007 "Lost in Liberia", Dokumentarfilm, 90 Min., 2009 "Eine Kindheit im Ruhrgebiet", Dokumentation, 45 Min., 2010 "Rivalen in NRW", dreiteilige Doku-Serie.

KHM Vorträge (8): Heiner Goebbels. An Unguided Tour

Dienstag, 11. Juni, 18 Uhr, Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln

Heiner Goebbels, künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale 2012-2014, stellt persönlich das Programm der Festivalsaison (23.8. – 6.10.2013) vor. Gleichzeitig gibt die Präsentation Einblicke in seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den eingeladenen zeitgenössischen Künstlern der Darstellenden und Bildenden Künste. Die Besucher sind herzlich eingeladen Fragen zu stellen.

Als Komponist und Regisseur zählt Heiner Goebbels zu den bedeutendsten Protagonisten der internationalen Musik- und Theaterszene. Er macht Musik sichtbar, Raum hörbar und Text auf raffiniert einfache Weise erlebbar. 2012 erhielt er den International Ibsen Award, einen der weltweit wichtigsten Theaterpreise. Bei der Ruhrtriennale 2013 sind von ihm die Produktion „Stifters Dinge“ und als Eröffnungspremiere Harry Partchs Musiktheater „Delusion of the Fury“ zu sehen.

KHM NEWS

Spiridon-Neven-DuMont-Preis 2013 an Lukas Marxt. Der von dem Verlegerehepaar Prof. Alfred und Hedwig Neven DuMont gestiftete und mit 7.500 EUR dotierte Preis zeichnet jährlich auf Vorschlag einer Fachjury herausragende Arbeiten und besondere künstlerische Leistungen an der KHM aus. Der renommierte Preis gilt dem Andenken an den früh verstorbenen Sohn der Stifter, Spiridon Neven DuMont, der Student an der KHM war. In seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung und Ausstellungseröffnung am 3. Mai 2013 im studio dumont würdigte Prof. Matthias Müller den Preisträger.
Lukas Marxt studierte von 2009–2012 an der KHM. Seine Werke entstehen oftmals im Modus des Reisens und kreisen um Fragen der zeitlichen Wahrnehmung und der Vorstellung vom Künstler als einsamem Wanderer. In den Blick genommen werden dabei vor allem geografische Randzonen, wie zum Beispiel urzeitliche vulkanische Geröllfelder auf Lanzarote, eine Ölbohrinsel in der Nordsee, eine Uranmine während einer Sonnenfinsternis
oder die Arktis.

Große Publikumsresonanz findet Sylvia Borges mit ihrem Kurzspielfilm »Zu Dir?« (2012, 30 Min.). Ihre Komödie gewann zuletzt die Publikumspreise beim Internationaal Kortfilmfestival in Leuven, beim Festival Internazionale di Cinema e Donne in Florenz, beim Festival du Cinéma Européen in Lille und beim Landshuter Kurzfilmfestival und den Preis der Kulturstiftung Karlsruhe bei den »Independent Film Days«.

Preis der Deutschen Filmkritik 2013 an Benjamin Ramírez Pérez: Im Rahmen des European Media Art Festival in Osnabrück (24. bis 28. April) wurde sein Kurzfilm »Gradually« von den deutschen Filmkritikern als bester Experimentalfilm 2013 ausgezeichn et. Die Jury schreibt: »Gleich einem Prisma, das einfal lende Lichtstrahlen in seine Wellenlängen zu brechen vermag, zerlegt »Gradually« auf sehr sinnliche Weise eine individuelle Erfahrung und macht sie in einzelnen Bildern sichtbar.«

Universal Music Award an Philipp Artus beim Filmfest Dresden (16.–21. April): Mit dem von Universal Publishing Production Music GmbH gestifteten Preis, der mit 1.500 Euro Preisgeld und Sachleistungen im Wert von 1.000 Euro verbunden ist, wird sein Kurzfilm »Snail Trail« für seine Komposition ausgezeichnet. Die Fachjury schreibt: »Digitale Sounds fügen sich als K omposition im originären Sinne zusammen zu einem der filigr anen Animation ebenbürtigen, kongenialen Score. Innovativ, klischeebefreit, visionär.«