6. Sinfoniekonzert mit dem renommierten Dirigenten Michail Jurowski und dem Geigenvirtuosen Kirill Troussov
»Stardivari. Urraufführung. Russische Seele.«
Wie im Januar so ist auch im Februar, zum 6. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters, wiederum eine Stradivari zu Gast in Lübeck: Diesmal ist es die »Brodsky« aus dem Jahr 1702, die eine besondere Geschichte hat: Der Geiger Adolf Brodsky besaß sie und spielte auf genau diesem Instrument am 4. Dezember 1881 die Uraufführung von Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur op. 35 in Wien. Mit diesem Auftritt hatte der Geiger die spieltechnischen Schwierigkeiten, die eine frühere Uraufführung des Werkes verhinderten, überwunden und dem Konzert mit einem Schlag zum Durchbruch verholfen. Der junge russische Geigenvirtuose Kirill Troussov wird auf der Uraufführungs-Stradivari den musikalischen Zauber dieser Komposition erneut zum Klingen bringen – vielleicht sogar mit dem identischen Klangcharisma seiner Geburtsstunde!
Ganz im Zeichen russischer Musik und russischer Musiker steht dieses Konzert. Der weltweit gefeierte, aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfende Dirigent Michail Jurowski wird am Pult der Lübecker Philharmoniker stehen. Die Weite der russischen Landschaft und die sprichwörtliche Wärme der russischen Seele werden dabei lebendig, und so entsprechen sich auch im Programm dieses Konzertes musikalische Landschaftsskizze einerseits und Seelengemälde mit Tönen andererseits. Alexander Borodin komponierte seine sinfonische Dichtung »Steppenskizze aus Mittelasien« 1880 zum 25. Jahrestag der Regierung von Zar Alexander II. In seinem ausformulierten Programm beschreibt er die freundliche Begegnung zwischen russischen Soldaten und einer asiatischen Karawane, von der das Orchester erzählt. »Das Lied der Russen und die Weise der Asiaten verbinden sich zu einer gemeinsamen Harmonie, deren Widerhall sich nach und nach in den Lüften der Steppe verliert«, schilderte Borodin selbst den friedvollen Schluss des Werkes.
Die sechste und letzte Sinfonie Tschaikowskys trägt den von ihrem Schöpfer selbst gutgeheißenen Beinamen »Pathétique«, der ihren melancholischen, schmerzvollen Charakter benennt. Erwägungen zu möglichen Zusammenhängen zwischen dem mysteriösen Tod Tschaikowskys wenige Tage nach der Uraufführung der Sinfonie unter Leitung des Komponisten selbst 1893 in St. Petersburg und ihrem musikalischen Weg ins Dunkle müssen Spekulation bleiben. Für Klaus Mann, der dem russischen Komponisten mit einem Roman ein literarisches Denkmal setzte, war diese Sinfonie ein Bekenntniswerk. Unter seinen zahlreichen Höhepunkten sind der beispiellose, zärtlich holpernde Walzersatz im 5/4-Takt wie der – für die Zeit ungewöhnlich mutige – langsame Finalsatz zu erwähnen, der bereits an die langsamen Schlusssätze eines Gustav Mahler gemahnt.
Alexander Borodin (1833 - 1887) Eine Steppenskizze aus Mittelasien
Peter Tschaikowsky (1840 - 1893) Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique«
Dirigent Michail Jurowski
Violine Kirill Troussov
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
Termine So, 19/02, 11.00 Uhr, und Mo, 20/02, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Musik- und Kongreßhalle
Mit freundlicher Unterstützung der Orchesterfreunde Lübeck e. V.
Karten von 10,00 – 25,50 Euro (ermäßigt 6,50 – 14,00 Euro) für das Konzert am Sonntag und zu 13,00 – 28,00 Euro (ermäßigt 7,50 – 15,50 Euro) für das Konzert am Montag sind an der Tageskasse des Theater Lübeck und telefonisch unter 0451 – 399 600 dienstags bis freitags von 10.00 – 18.30 Uhr und samstags von 10.00 – 13.00 Uhr sowie an der Abendkasse erhältlich. Im Internet sind Karten unter
www.theaterluebeck.de buchbar.
Der Science Slam am Theater Lübeck – im Rahmen von „Lübeck – Stadt der Wissenschaft 2012“
Science Slam Vol. I
Im Rahmen von »Lübeck – Stadt der Wissenschaft 2012« präsentiert das Theater Lübeck in Kooperation mit Slam A Rama den ersten Lübecker Science Slam. Wissenswertes gehirnfreundlich serviert: wie bei seinem Vorbild, dem Poetry Slam, ist der Science Slam ein Wettbewerb der kreativen Köpfe – unter wissenschaftlichen Vorzeichen. Sechs junge Wissenschaftler aus allen Teilen der Republik stellen ihre Forschungsergebnisse vor und wollen dabei das Publikum begeistern. Keine schwer verdauliche Intellektuellenkost, sondern Fachwissen auf hohem Niveau, aber in verträglichen 10-minütigen Portionen. Als Wissenschaftler über sein Fachgebiet verständlich zu referieren, das ist nicht jedem gegeben. Bei einem Science Slam kommt es jedoch genau darauf an. Mehr noch: Es darf gelacht werden. Das Publikum bildet die Jury und bestimmt, wer am Ende des Abends zum Science-Slam-Sieger gekürt wird und das güldene »Science Slam Gehirn« als Trophäe nach Hause tragen darf.
Moderation Slam Experten Tilo Strauß und Daniel Groß
Termin Do, 16/02, 19.30 Uhr
Es treten an:
Prof. Dr. Madany Mamlouk
Institut für Neuro- und Bioinformatik der
Universität Lübeck:
Gerüche in Raum und Zeit
Silvio Weber
Universität Göttingen:
Kommunikation. ADAM - die molekulare Schere
gegen das Vergessen
Sebastian Huncke
Fachbereich Geschichte der Universtität Münser:
Das kokovorische Weltreich
des August Engelhardt
Dr. Alexandre Jousset
Fachbereich Zooologie und Antropologie der
Universität Göttingen:
Massenschlägerei unter Mikroben
Sebastian Bartoschek
Diplom-Psychologe aus Herne:
Elvis ist nicht tot, er ist nur nach Hause geflogen
André Lampe
Institut für Chemie und Biochemie der FU Berlin:
Die Geschichte vom Hodenknackerfisch
Veranstaltungsort Theater Lübeck, Großes Haus
Karten für 12 Euro sind an der Tageskasse des Theater Lübeck und telefonisch unter 0451 – 399 600 dienstags bis freitags von 10.00 – 18.30 Uhr und samstags von 10.00 – 13.00 Uhr erhältlich. Im Internet sind Karten unter
www.theaterluebeck.de buchbar.
Rotes Sofa Extra: Zwischen Kind und Karriere
»Yerma«
Geld und Karriere vs. Familienglück: das ist das Thema in der aktuellen Produktion »Yerma« von Federico García Lorca. Wir diskutieren mit interessanten Gästen über Lebensentwürfe, Traditionen, Träume und über die Rolle der Frau mit oder ohne Kind. Eingeladen sind u.a. Heidemarie Keller von »Frau und Beruf Lübeck« sowie Prof. Dr. med. Georg Griesinger, Reproduktionsmediziner am »Universitären Kinderwunschzentrum Lübeck«.
Moderation Bettina Weiler
Gäste Heidemarie Keller (»Frau und Beruf Lübeck«), Helga Lenz (»Humanistische Union«), Prof. Dr. med. Georg Griesinger (Reproduktionsmediziner »Universitären Kinderwunschzentrum Lübeck«) u.a.
Termin Di, 07/02, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Theater Lübeck, Junges Studio
Karten für 5 Euro sind an der Tageskasse des Theater Lübeck und telefonisch unter 0451 – 399 600 dienstags bis freitags von 10.00 – 18.30 Uhr und samstags von 10.00 – 13.00 Uhr erhältlich. Im Internet sind Karten unter
www.theaterluebeck.de buchbar.
Keine Frage des Alters - Theater günstig erleben mit dem Seniorenbeirat
Für Senioren ab 60 Jahren bietet der Seniorenbeirat der Hansestadt Lübeck in Kooperation mit dem Theater Lübeck ein attraktives Angebot: Für alle 16.00 Uhr-Vorstellungen im Großen Haus und in den Kammerspielen erhalten sie einen Rabatt von ca. 50 % auf den regulären Kartenpreis.
Karten hierfür sind ausschließlich zu beziehen über:
Volksbühne Lübeck e.V.
Beckergrube 16, 23552 Lübeck
Di., Do. 10.30 - 12.30 Uhr, Mi., Do., Fr. 16.00 - 18.00 Uhr Kartentelefon 0451/74702
Die nächsten Theatervorstellungen
mit ca. 50% Ermäßigung für Senioren ab 60 Jahren im Rahmen der Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Hansestadt Lübeck und dem Theater
Lübeck:
Großes Haus
La vida breve/Cavalleria rusticana
Termin So 05/02, 16.00 Uhr
Der Ring des Polykrates/
Das geheime Königreich
Termin So 11/03, 16.00 Uhr
My Fair Lady
Termin So 01/04, 16.00 Uhr
Die Entführung aus dem Serail
Termin So 13/05, 16.00 Uhr
Edith Piaf
Termin So 17/06, 16.00 Uhr
Kammerspiele
Yerma
Termin So 05/02, 16.00 Uhr
Tartuffe
Termin So 04/03, 16.00 Uhr
Anna Karenina
Termin So 01/04, 16.00 Uhr
Viel Lärm um nichts
Termin So 06/05, 16.00 Uhr
Rollstuhlfahrer-Plätze sind im Großen Haus, in den Kammerspielen sowie in der Musik- und Kongreßhalle vorhanden. Hörhilfen können im Theater gegen Vorlage eines Ausweises ausgeliehen werden.
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Mit freundlichen Grüßen,
Julia Voije / Anne Hamer
Öffentlichkeitsarbeit
03/02/12